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Kellberg lässt sich über Handwerk, Kunst und Landschaft kennenlernen: Im Kleinen Kellberger Schmiedemuseum steht die örtliche Schmiedetradition im Mittelpunkt, gegenüber der Kellberger Kirche zeigt eine Galerie Papiermodelle und Gemälde, und von der König-Max-Höhe reicht der Blick über mehrere Waldgebiete. So treffen unterschiedliche kulturelle und landschaftliche Themen aufeinander. Auch das übergeordnete Reiseziel Thyrnau bietet eigene Anknüpfungspunkte, die von den Kellberger Stationen zu unterscheiden sind.

Schmiedehandwerk am ursprünglichen Ort

Das Kleine Kellberger Schmiedemuseum zeigt das für Kellberg ortstypische Schmiedehandwerk dort, wo es tatsächlich ausgeübt wurde. Werkzeuge und Gebrauchsspuren sind erhalten. Die Präsentation rückt damit nicht nur das Handwerk, sondern auch den Zusammenhang zwischen Arbeitsort und den sichtbaren Spuren seiner Nutzung in den Blick.

Die Geschichte des Schmiedehauses reicht bis 1464 zurück; das heutige Museumsgebäude wurde 1905 als Schmiede errichtet. Die beiden Jahreszahlen beziehen sich auf unterschiedliche historische Aspekte: 1464 auf die zurückreichende Geschichte des Schmiedehauses, 1905 auf die Errichtung des heutigen Gebäudes als Schmiede. Wer sich für lokale Handwerkstradition interessiert, findet hier einen konkreten Bezug zu Kellbergs Geschichte.

Galerie, Kirche und Leonhardikapelle

Gegenüber der Kellberger Kirche kann die Galerie „KUNST – KARTON – KREATIV“ besichtigt werden. Zu sehen sind Papiermodelle und eine Gemäldeausstellung. Die beiden Ausstellungsthemen setzen unterschiedliche Akzente: Die Papiermodelle lenken den Blick auf gestaltete Formen aus Papier, während die Gemälde eine weitere künstlerische Perspektive bieten.

Neben der Pfarrkirche in Kellberg befindet sich die Leonhardikapelle. Sie wurde 2007 renoviert. Am zweiten Wochenende im Oktober findet jährlich ein Leonhardiritt statt. Wenn Sie Ihre Reise auf dieses Ereignis ausrichten möchten, prüfen Sie vorab den konkreten Veranstaltungstermin. So lässt sich der Besuch zeitlich an der überlieferten jährlichen Veranstaltung orientieren.

Rundblick und Naturthemen

Von der König-Max-Höhe bietet sich ein Rundblick über den Bayerischen Wald, den Böhmerwald, den Sauwald und den Neuburger Wald. Bei klarem Wetter sind auch der Dachstein und die Berchtesgadener Alpen zu sehen. Die Wetterbedingung macht einen Unterschied: Die näher bezeichneten Waldgebiete gehören zum Panorama, während die Fernsicht auf Dachstein und Berchtesgadener Alpen ausdrücklich klares Wetter voraussetzt.

Eine andere Art, Naturthemen aufzugreifen, bietet die Radiästhesie-Lehrpfadrunde. Sie ist als sehr leicht eingestuft; mehrere Tafeln informieren unter anderem über heimische Tiere im Waldgebiet. Während die König-Max-Höhe den Blick auf die Landschaft richtet, vermitteln die Tafeln unterwegs Informationen zu Tieren des Waldgebiets. Die aktuelle Wegbeschreibung und die Inhalte der Tafeln können sich ändern. Wenn Sie die Runde fest einplanen, prüfen Sie vorab die aktuelle Beschreibung.

Thyrnau: Klostergeschichte, Wege und Badeweiher

Im übergeordneten Reiseziel Thyrnau erzählt die Geschichte des heutigen Klosters von einem früheren Schloss, das als Jagdschloss diente. Nach dem Verkauf an Zisterzienserinnen aus Veceline in Frankreich wurde es 1902 in ein Kloster umgewandelt. Heute betreiben die Zisterzienserinnen dort eine über die Landesgrenzen hinaus bekannte Paramentenstickerei für kirchliche Textilien. Die Pfarrkirche St. Franz Xaver in Thyrnau war ursprünglich eine Wallfahrtskirche; Bau und Ausstattung sind dem Rokoko zuzuordnen.

Auch bei den Wegen unterscheiden sich die Routen nach Verlauf und Länge. Die 25 Kilometer lange Jakobsweg-Etappe von Untergriesbach nach Passau führt durch Thyrnau und vorbei an der Christophoruskirche. Der Goldsteig kommt aus Richtung Hauzenberg, verläuft über das Staffelbachtal, die Kaindlmühle und das Erlautal durch die Gemeinde Thyrnau und führt weiter nach Passau. Der Donausteig ist 450 Kilometer lang, wurde im Juli 2010 eröffnet und verläuft von Passau über Linz bis Grein; auch er führt durch die Gemeinde Thyrnau. In der Gemeinde Thyrnau bietet der Natur-Badeweiher Raßbach Möglichkeiten zum Schwimmen.

Die Tourist-Information Thyrnau-Kellberg befindet sich in der St.-Blasius-Straße 10 in Kellberg. Wenn Sie einen Besuch dort planen, prüfen Sie die aktuellen Öffnungsdetails.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Thyrnau.

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