Schlossgeschichte, Kirchenkunst und Waldwege geben einer Reise nach Reichertshausen unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Die drei ausgewiesenen Wanderstrecken unterscheiden sich in Länge und Höhenmetern, während Schloss und Pfarrkirche eigene Bau- und Kunstgeschichten erzählen. So können Sie nach Ihrem Interesse wählen, ob historische Details oder Zeit auf Wegen im Mittelpunkt stehen sollen.
Schloss Reichertshausen und seine Geschichte
Schloss Reichertshausen ist ein spätgotischer Wasserbau inmitten einer großen Parkanlage. Die dreiflügelige Anlage besitzt einen von einer hohen Mauer umschlossenen Innenhof. Im Torbogen wurden 1979/80 gotische Fresken freigelegt. Die Jahresangabe bezieht sich auf die Freilegung, nicht auf die Entstehungszeit der Fresken.
Zur Schlossgeschichte gehört auch die Schlosskapelle: Joseph von Weichs ließ sie 1714 zu Ehren der 14 Nothelfer errichten. Im selben Jahr weihte Johannes Frhr. von Eckher, Fürstbischof von Freising, die Kapelle. Damit lassen sich zwei verschiedene Zeitbezüge einordnen: die Kapellenerrichtung und ihre Weihe im Jahr 1714 sowie die viel spätere Freilegung der Fresken 1979/80.
Waldwege nach Länge vergleichen
Für Ihre Wegplanung stehen eine kurze, eine mittlere und eine lange Strecke zur Auswahl. Die kurze ist 2,5 Kilometer lang und umfasst 52 Höhenmeter, die mittlere 4,1 Kilometer und 62 Höhenmeter, die lange 6,3 Kilometer und 84 Höhenmeter. Die lange Strecke ist gegenüber der kurzen 3,8 Kilometer länger und weist 32 Höhenmeter mehr auf; die mittlere liegt bei beiden Werten dazwischen.
Die Wege führen überwiegend durch den Wald, hauptsächlich über geschotterte Forstwege und teilweise über Waldwege. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuelle Wanderkarte. Als gemeinsames Projekt haben Reichertshausen, Ilmmünster und Paunzhausen zudem ein Waldwanderwegenetz im Wittelsbacher Forst ausgearbeitet.
Kirchenkunst in St. Stephanus
St. Stephanus ist die Pfarrkirche von Reichertshausen. In der Kirche steht ein um 1500 geschaffener Taufstein mit Johannes dem Täufer. Außerdem befinden sich dort frührenaissancezeitliche Darstellungen des heiligen Stephanus und des Johannes des Täufers, die ebenfalls um 1500 entstanden. Taufstein und Darstellungen teilen damit einen ähnlichen Zeitrahmen; Johannes der Täufer erscheint in beiden Bezügen, während die Darstellungen zusätzlich Stephanus zeigen.
Der regionale Rahmen: Pfaffenhofen An Der Ilm
Das übergeordnete Reiseziel Pfaffenhofen An Der Ilm eröffnet einen weiteren Blick auf die Region. Der südliche Landkreis Pfaffenhofen a.d. Ilm ist von tertiärem Hügelland mit sanften Höhen und Tälern geprägt. Im Landkreis gibt es gut ausgeschilderte Radwege in den Flusstälern sowie Fahrradtouren rund um Spargel und Hopfen. In vielen Gemeinden laden außerdem Themenwanderwege und Spazierpfade zu einem Aufenthalt in der Natur ein.
Ein eigener Kulturbaustein im übergeordneten Reiseziel ist das Deutsche Hopfenmuseum in Wolnzach. Es vermittelt mehr als 1.000 Jahre Hopfengeschichte, zeigt alte Hopfen-Waagscheine und führt in die Tätigkeit des Bierbrauens ein. Saisonales Heidelbeerpflücken ist auf Feldern zwischen Pfaffenhofen und Rohrbach sowie im Feilenmoos möglich. Prüfen Sie vorab die aktuelle Verfügbarkeit dieses Angebots.
Weitere Reiseziele entdecken: Baar-Ebenhausen, Gerolsbach, Pfaffenhofen An Der Ilm, Jetzendorf, Münchsmünster, Schweitenkirchen, Pörnbach, Manching.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pfaffenhofen An Der Ilm.