Um 1119 richteten Benediktiner die Burg Scheyern am Gerolsbachtal als Kloster ein. Die Geschichte des Ortes zeigt sich an der Basilika und an Wegen, die archäologische Spuren, Ausblicke und unterschiedliche Themen aufnehmen.
Kloster und Geschichte
Die dreischiffige Basilika des Klosters wurde 1215 unter Abt Konrad geweiht. Während 1119 für die Einrichtung des Klosters in der Burg steht, datiert 1215 die Weihe der Basilika; die beiden Zahlen markieren unterschiedliche Stationen. Das Merkmal dreischiffig bezeichnet die Gliederung des Kirchenraums in drei Schiffe. Das Heilige Kreuz von Scheyern wird in der Heilig-Kreuz-Kapelle der Basilika gezeigt.
Der für eine Führung genannte Termin liegt an Sonn- und Feiertagen um 15 Uhr. Die Führung umfasst die Basilika, den Kreuzgangbereich, die Sakristei und die Johanneskirche. Prüfen Sie vor dem Besuch, ob die Führung aktuell stattfindet und ob Ausnahmen gelten.
Wege und archäologische Spuren
Der Panoramaweg bietet Blicke auf das Tal, die Weiher und das Kloster. Unterhalb von Vieth führt er über einen Hohlweg zurück nach Scheyern. Prüfen Sie vor dem Start die aktuellen Wegbedingungen. Am Benediktusweg liegen vier Hügelgräber aus der Zeit um 300 v. Chr.; zwei befinden sich wenige Meter nach dem Wegbeginn, zwei weitere etwa 50 Meter weiter.
Die Keltenschanze Scheyern liegt in der Gemarkung Winden und wird als keltische Viereckschanze bezeichnet. Der knapp 2,5 Kilometer lange Akazienweg beginnt am Parkplatz unterhalb des Weinberges. Benediktusweg und Keltenweg Scheyern beginnen beide am Parkplatz der Klosterschenke. So haben zwei der benannten Wege denselben Startpunkt, während der Akazienweg an einem anderen Parkplatz beginnt.
Ein astronomisches Projekt in Scheyern macht die Dimensionen des Weltalls spielerisch greifbar. Daneben wurde der „Ruck ma wieda zamm“-Parcours zwischen Hettenshausen und Scheyern mit sieben Stationen konzipiert und ausgeschildert; er soll Kraft für herausfordernde Situationen geben.
Klosterprodukte
In der klostereigenen Käserei wird Ziegenkäse hergestellt. Die Hartkäsesorten haben einen leicht körnigen, cremigen Geschmack und einen würzigen Charakter der Ziegenmilch; das Sortiment kann sich ändern. Die Anfänge des Scheyrer Klosterbiers werden mit 1119 verbunden. So taucht dieselbe Jahreszahl sowohl in der Klostergeschichte als auch bei den Anfängen des Biers auf.
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Tertiäres Hügelland mit sanften Höhen und Tälern prägt den südlichen Landkreis Pfaffenhofen a.d. Ilm. Im Landkreis gibt es gut ausgeschilderte Radwege in Flusstälern und Thementouren mit dem Fahrrad rund um Spargel und Hopfen. Themenwanderwege und Spazierpfade finden sich in vielen Gemeinden. Das Deutsche Hopfenmuseum in Wolnzach vermittelt mehr als 1.000 Jahre Hopfengeschichte. Es zeigt alte Hopfen-Waagscheine und führt in die Tätigkeit des Bierbrauens ein. Zum Angebot im Landkreis gehören außerdem Stadtführungen durch historische Gassen, Hopfenhofführungen und Kräuterführungen für Naturliebhaber.
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