Schlossgeschichte, Moorlandschaft und ein ehemaliger Glashüttenort geben Buchenau verschiedene Anknüpfungspunkte für Ihre Reiseplanung. Die Schachtenwanderung führt von der Ortsmitte hinaus zu Moorseen und einem Aussichtspunkt am Lindberger Schachten; Schloss Buchenau und der Gläserne Steig ergänzen den Naturfokus um die Geschichte der Glasproduktion.
Schlossgeschichte und Glashüttenort
Schloss Buchenau wurde 1840 von Benedikt von Poschinger erbaut. Es gehörte zur ehemaligen Hilzenhütte, die später in Buchenau umbenannt wurde, und steht mit der historischen Glasproduktion Buchenaus in Verbindung. Heute kümmert sich ein Förderverein um die Schlossanlage. Auch der Gläserne Steig führt durch Buchenau, einen ehemaligen Glashüttenort. Zusammen geben Schloss und Fernwanderweg zwei unterschiedliche Zugänge zur Ortsgeschichte: einmal über die Schlossanlage, einmal über den früheren Charakter Buchenaus als Glashüttenort.
Schachtenwanderung durch Moorlandschaft
Die Schachtenwanderung beginnt am Wanderparkplatz in der Ortsmitte von Buchenau. Unterwegs führt ein Bohlensteg durch das Zwieseler Filz, anschließend geht es durch das Latschenfilz und vorbei an mehreren kleinen Moorseen zum Latschensee. Ein kurzer Anstieg am Lindberger Schachten bietet dort einen Blick auf das Rachelmassiv mit dem Kleinen und dem Großen Rachel. So verbindet die Route unterschiedliche Landschaftsbilder, ohne dass Sie für den Ausblick eine weitere Wanderung einplanen müssen.
Auf dem Rückweg führt die Wanderung über den Trinkwasserspeicher Frauenau und am Schloss Buchenau vorbei zurück zum Ausgangspunkt. Prüfen Sie vor dem Start die örtliche Beschilderung. Im Kerngebiet des Nationalparks gilt ein Wegegebot: Besonders im Winter dürfen Sie zum Schutz störungsempfindlicher Auerhühner die markierten Wege nicht verlassen.
Für die Anreise zum Startpunkt kommt eine Busverbindung vom Bahnhof Zwiesel über Unterzwieselau mit der Falkensteinlinie Nr. 1 in Betracht. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan. Als saisonaler Termin ergänzt der Gartenmarkt mit Bärlauchfest das Angebot: Er findet Ende Mai statt und bietet Pflanzen und Kunsthandwerk. Die genauen Veranstaltungstage können variieren, daher lohnt sich ein Blick auf die Termine für Ihre Reise.
Weitere Einblicke im übergeordneten Reiseziel Lindberg
Im übergeordneten Reiseziel Lindberg zeigt das Bauernhausmuseum ein in Holzbauweise errichtetes Haupthaus mit Austragshaus. Das Haupthaus wurde erstmals 1575 urkundlich erwähnt und ist wahrscheinlich noch älter. Gemeinsam mit einer der letzten Holzkapellen des Bayerischen Waldes vermittelt das Ensemble ein Bild des bäuerlichen Lebens vergangener Zeiten. Zum Museum gehören auch eine Glasglocke im Kapellenturm und eine Sammlung von Totenbrettern.
Auch weitere Wanderungen sind ausdrücklich Lindberg zugeordnet. „Wandern mit der Bahn“ beginnt am Rathaus in Lindberg und führt über die Kramerstraße und den Panoramarundweg mit roter Markierung Nr. 14 zu den Glaserhäusern in Theresienthal. Von dort verläuft die Wanderung auf dem historischen Böhmweg entlang der Bahnlinie nach Ludwigsthal. Bis Bayerisch Eisenstein ist sie etwa 12 km lang und weist leichte Steigungen auf. Der Rundwanderweg „Durch das Blättermeer in Lindberg“ bietet einen anderen Zuschnitt: Er führt rund um den Riesberg bei Lindberg, ist leicht und 8 km lang. Damit lassen sich zwei unterschiedliche Wanderoptionen im übergeordneten Reiseziel nach Weglänge und Streckenform unterscheiden.
Weitere Reiseziele entdecken: Lehen
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