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Blossersberg zeigt sich in mehreren Facetten: Ein denkmalgeschützter Hof steht neben einer Rundwanderung, deren Rückweg durch den Ortsteil führt. Historische Bezüge reichen von einer Gaststätte bis zu Lagerkellern am Schwarzen Regen. Die Wanderangebote unterscheiden sich in Länge und Charakter; Viechtach bietet eigene Kultur- und Radthemen.

Ein denkmalgeschützter Hof

Der ehemalige Einödhof an der Adresse Moosleuthen 7 liegt im Viechtacher Ortsteil Blossersberg und ist denkmalgeschützt. Der Landkreis bestätigte den dauerhaften Schutzstatus 2023. Eine auf den 5. Februar 2026 datierte Beschreibung der Denkmalliste führt das Anwesen als Wohnstallhaus des Waldlerhaustyps mit einem rechtwinklig anschließenden Stadel.

Gaststätten- und Kellergeschichte

An der Schnittstelle zwischen Viechtach und dem heutigen Stadtteil Blossersberg lassen sich die Ursprünge einer Gaststätte bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen. Der historische Blossersberger Keller verfügte über einen kleinen Saal, in dem Hochzeiten gefeiert und Theater gespielt wurden. Auf der Blossersberger Seite des Schwarzen Regens befanden sich historische Lagerkeller der Viechtacher Brauereien und Gasthäuser, darunter die Keller von Kreutzberger und Schmaus. So stehen neben dem Bauernhof auch frühere Gaststätten-, Veranstaltungs- und Lagertraditionen als Themen der Ortsgeschichte.

Zwei Wanderungen, unterschiedliche Strecken

Die Touren unterscheiden sich vor allem im Umfang: Der 13 km lange, mittelschwere Rundwanderweg Viechtach–Neunußberg ist mit der roten Markierung Nr. 4 gekennzeichnet. Auf dem Rückweg führt er durch Blossersberg und bietet dort erneut einen schönen Blick auf Viechtach. Die „Kleine Runde zum Schwarzen Regen“ ist eine gemütliche, etwa 6 km lange Runde am Schwarzen Regen bei Viechtach. Sie führt zur Straße nach Blossersberg und anschließend über die Bahnhofstraße zum Ausgangspunkt am Bahnhof Viechtach zurück. Die Runde ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Wenn Sie diese Strecke planen, prüfen Sie vorab Fahrplan und aktuelle Routenbedingungen.

Höllensteinsee: Kraftwerksgeschichte und Aktivitäten

Der Höllensteinsee entstand von 1923 bis 1926 beim Bau des Höllenstein-Kraftwerks. Zur Stromerzeugung wurde der Schwarze Regen auf einer Länge von 5,6 km aufgestaut. Am See werden Bootstouren in der umliegenden Waldlandschaft angeboten. Angeln am Höllensteinsee ist von Mai bis November möglich. Für den Schwarzen Regen von der Rugenmühlbrücke bis zur Staumauer am Höllensteinsee sind Erlaubnisscheine unter anderem in der Tourist-Information Viechtach erhältlich; für diesen Abschnitt ist ein gültiger Jahresfischereischein erforderlich. Prüfen Sie vor dem Angeln die aktuellen Regelungen.

Kultur- und Radziele in Viechtach

In Viechtach selbst liegen weitere kulturelle und landschaftliche Bezugspunkte. Die Stadtpfarrkirche St. Augustinus ist mit Rokokodekorationen ausgestattet, darunter Stuckarbeiten an Decken und Wänden, Rosengirlanden und Rocailles. Das Alte Rathaus Viechtach stammt aus dem Jahr 1542; im zweiten Stock befindet sich eine Dauerausstellung zum Naturschutzgebiet Großer Pfahl.

Das Heimatmuseum Viechtach widmet sich Viechtach in alten Ansichten, Bildern und Zeichen der Volksfrömmigkeit sowie der Leinenbearbeitung früherer Zeiten. Die Umweltstation Viechtach hat das Ziel, Umweltbildung für alle Altersgruppen anzubieten. Für längere Radtouren ist der Regentalradweg ein eigener Streckenmaßstab: Er ist 162 km lang, verläuft zwischen Regensburg und Bayerisch Eisenstein und führt direkt durch Viechtach.

Orientierung Richtung Schönau bei Plöß

Der Weg zur Autochthonen Pflanzenschule führt über Blossersberg in Richtung Schönau bei Plöß. Die Pflanzenschule liegt schräg gegenüber der „Gläsernen Scheune“.

Weitere Reiseziele entdecken: Pirka, Schlatzendorf.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Viechtach.

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