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Auf dem Kreuzberg treffen zwei markante Zahlen aufeinander: Mit 928 Metern ist er der höchste Berg im Landkreis Rhön-Grabfeld, und seit 1644 beherbergt er ein Franziskanerkloster mit eigener Brauerei. Andernorts prägen Kirchenburgen, ein streng geschütztes Moor und Museen den Charakter der Region. Rhön-Grabfeld liegt im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön – Natur- und Kulturentdeckungen stehen hier nebeneinander, ohne sich auf eine einzige Art des Reisens festzulegen.

Geschützte Landschaft und Erdgeschichte

Die Lange Rhön ist Bayerns größtes Naturschutzgebiet außerhalb der Alpen. Auch das Schwarze Moor gehört zu den besonderen Naturräumen: Es ist als Kernzone im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön streng geschützt. Ein Holzbohlenpfad führt Besucher durch Teilbereiche des Moores, Informationstafeln erläutern den Weg. Vom Aussichtsturm bietet sich ein Blick auf das Schwarze Moor. Bohlenpfad und Turm eröffnen so unterschiedliche Perspektiven auf denselben geschützten Landschaftsraum.

Am Gangolfsberg verbindet sich Natur mit einem Blick weit zurück in die Erdgeschichte. Das Naturwaldreservat dort ist Teil der Kernzone des Biosphärenreservats. Die Basaltprismenwand entstand vor 30 bis 10 Millionen Jahren während vulkanischer Aktivitäten in der Rhön. Sie lässt sich auf dem Naturlehrpfad Gangolfsberg erkunden. Der Weg ist etwa 2,5 Kilometer lang; festes Schuhwerk ist erforderlich. Gruppenführungen sind auf Anfrage möglich.

Kirchenburgen und ländlicher Alltag

Die Kirchenburg von Ostheim vor der Rhön wurde 2003 zu einem Denkmal von nationaler Bedeutung erklärt. Sie ist Deutschlands größte und besonders gut erhaltene Kirchenburg. Das Kirchenburgenmuseum in Ostheim stellt ein Dutzend weiterer Kirchenburgen aus der Region vor, darunter jene in Nordheim, Oberstreu und Kaltensundheim. Die Kombination aus dem Bauwerk in Ostheim und den vorgestellten Beispielen erweitert den Blick auf Kirchenburgen über einen einzelnen Ort hinaus.

Im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen wird ländliche Alltagsgeschichte in Unterfranken und der Rhön anhand originalgetreu wiederaufgebauter Häuser und Höfe vermittelt: rund 350 Jahre Geschichte in einem Museumsgelände von 12 Hektar. Rund 30 historische Gebäude umfassen Bauernhöfe, Handwerksgebäude und eine Dorfschule. Mitmachangebote zu Handwerk und Traditionen schließen Vorführungen, Praxiskurse und Veranstaltungen ein. Die Museumsbahn Rhön-Zügle fährt mit Dampf- und Diesellokomotiven durch das Streutal. Für Veranstaltungen lohnt es sich, das aktuelle Programm vor dem Besuch zu prüfen.

Kunst und Geschichte an verschiedenen Orten

Kloster Wechterswinkel beherbergt ein Kreiskulturzentrum für bildende Kunst, Musik, Literatur und Lebensart. In der Galerie im Erdgeschoss liegt der Schwerpunkt auf zeitgenössischer Kunst und Bildhauerei. Die Bushaltestelle Wechterswinkel befindet sich nur wenige Schritte vom Kloster entfernt. Eine andere Kunstsammlung zeigt die Kreisgalerie im Alten Spital in Mellrichstadt: Gemälde und Skulpturen des Landkreises reichen vom Barock bis zur Gegenwart; alle Werke haben einen regionalen Bezug.

Im Doku-Z Mellrichstadt dokumentiert das Dokumentationszentrum Hainbergkaserne eine Grenzgarnison aus dem Kalten Krieg. Zum Alten Spital gehört außerdem ein Museumscafé, das hausgemachten Kuchen serviert; in der warmen Jahreszeit auch im Museumsgarten. Da sich der Cafébetrieb ändern kann, prüfen Sie vor dem Besuch die aktuelle Verfügbarkeit des Angebots.

Wandern und spirituelle Orte

Für Wanderungen stehen unterschiedliche Möglichkeiten im Landkreis bereit. Der etwa 2,5 Kilometer lange Naturlehrpfad Gangolfsberg verbindet Erdgeschichte und Naturreservat; festes Schuhwerk ist dort erforderlich. Der Premiumwanderweg „DER HOCHRHÖNER“ bietet weitere Wandermöglichkeiten in Rhön-Grabfeld.

Der Kreuzberg verbindet die höchste Erhebung des Landkreises mit einem spirituellen Ziel: Das Kloster Kreuzberg mit seiner Wallfahrtskirche ist ein spirituelles Zentrum in Unterfranken. Die eigene Brauerei gehört zum Franziskanerkloster, das sich seit 1644 auf dem 928 Meter hohen Berg befindet. So reicht das Spektrum der Entdeckungen in Rhön-Grabfeld von geschützten Landschaften und Wanderwegen bis zu Kirchenburgen, Kunstsammlungen und religiösen Orten.

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