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Die barocke Saalkirche St. Johannes Baptist und die Wanderetappe zur Sterntaler Filze geben Kleinholzhausen zwei unterschiedliche Reiseakzente: Baugeschichte im Ort und Naturerlebnis auf einem breiten Weg ins Moor. So können Sie bei der Planung zwischen einem kulturellen Schwerpunkt und einer Wanderung wählen. Im übergeordneten Reiseziel Raubling kommen weitere Moor- und Naturthemen hinzu. Für Ihre Auswahl zählt dabei nicht allein das Thema Moor, sondern auch die Form des Erlebnisses: Wanderetappe, Spaziergang, Bildungsstation und geführte Tour sind unterschiedliche Angebote.

St. Johannes Baptist und ihre Baugeschichte

St. Johannes Baptist ist eine katholische Kirche in Kleinholzhausen. Als barocke Saalkirche wird sie Abraham Millauer zugeschrieben und auf die Jahre 1732 bis 1735 datiert; zum Bau gehört ein westlicher Dachreiter. Eine Saalkirche ist durch einen zusammenhängenden Hauptraum geprägt. Ein Dachreiter ist ein turmartiger Aufbau auf dem Dach; hier liegt er an der Westseite. Die Zuschreibung an Millauer und die Datierung erfüllen verschiedene Aufgaben: Sie ordnen den Bau einer Person zu und verorten ihn zeitlich. Auch unter der Erde gehören frühneuzeitliche Befunde im Bereich der katholischen Filialkirche St. Johannes Baptist zur Geschichte des Standorts. Sie ergänzen den Blick auf die barocke Architektur um eine weitere Zeitschicht und geben dem Kirchenbereich einen archäologischen Bezug.

Wege zur Sterntaler Filze

Die leichte, 12,2 Kilometer lange Wanderetappe „Kleinholzhausen > Bad Feilnbach“ führt von Kleinholzhausen auf einem breiten Weg zur Sterntaler Filze. Länge und Einstufung als leicht sind unterschiedliche Planungsangaben: Die Kilometerzahl benennt den Umfang der Etappe, die Einstufung ihren Schwierigkeitsgrad. In der Umgebung von Kleinholzhausen bietet die Sterntaler Filze außerdem einen familienfreundlichen Spaziergang mit Moorlehrstationen, Skulpturen und Rätseln. Diese Elemente verbinden Naturthemen mit Lernen und Entdecken und geben dem Spaziergang ein eigenes Profil. Wer eine Strecke mit klarer Distanz in die Reise einbeziehen möchte, kann sich an der Etappe orientieren; wer Lernstationen und Rätsel interessant findet, betrachtet den Spaziergang als eigene Option. Beide Angebote beziehen sich auf die Moorlandschaft, sprechen aber unterschiedliche Aktivitätsformen an.

Moorlandschaften im übergeordneten Reiseziel Raubling

In der Gemeinde Raubling werden Feuchtlebensräume wie Auen, Moorwälder und Feuchtwiesen nachhaltig gesichert. Die genannten Landschaftsformen machen den Naturbezug breiter als das Hochmoor allein: Sie stehen für mehrere Arten von Feuchtlebensräumen in Raubling. Zum 650 Hektar großen Hochmoor der Hochrunst- und Sterntaler Filze gehört ein naturnahes Erlebnis- und Bildungszentrum; außerdem werden Aktionen und Moorführungen angeboten. Die Moorstation Nicklheim ist als umweltpädagogische Station für Schulen konzipiert. Die Erlebniswanderung Moorstation Nicklheim führt zunächst zu einer Vogelbeobachtungsstation, dann am Grünen Klassenzimmer und an einer Torfarbeiterhütte vorbei zu einer Aussichtsplattform mit Blick auf das Moor. Die Station und die Wanderung sind zwei unterschiedliche Formen der Umweltbildung: Eine richtet sich an Schulen, die andere verbindet mehrere benannte Stationen auf einem Weg.

Die Nicklheimer Filze ist Lebensraum für Torfmoose, Sonnentau, zahlreiche Libellenarten und viele seltene Vogelarten, besonders während der Vogelzugzeit. Für Naturinteressierte ist damit auch der saisonale Bezug der Vogelwelt ein Thema der Reiseplanung; Pflanzen, Libellen und Vogelarten ergänzen gemeinsam den Blick auf diesen Moorlebensraum.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Raubling.

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