Neun Informationstafeln im Vorgarten des Gemeindehauses erinnern auf dem ehemaligen Klostergelände an die Säkularisation vor 200 Jahren. Der Säkularisationsweg setzt damit einen geschichtlichen Akzent in Rott a.Inn. Daneben prägen der Rotter Ausee als Badesee an der Gemeindegrenze und der Rotter Forst mit seinen Wald- und Feuchtgebieten die Themen für einen Aufenthalt.
Klostergeschichte und Kunst
Die Kirche St. Marinus und Anianus in Rott ist Teil eines ehemaligen Benediktinerklosters aus dem 11. Jahrhundert. Johann Michael Fischer schuf die Architektur; Ignaz Günther schuf den Hochaltar und die Skulpturen. Bau und Ausstattung bieten damit unterschiedliche kunsthistorische Anknüpfungspunkte.
Die Rotter Achse ist ein landschaftsplanerisches und geschichtsorientiertes Gesamtkunstwerk. Sie ermöglicht einen freien Blick vom Abt-Benedikt-Lutz-Brunnen über den Kirchzugang und durch den linken Klosterflügel, in dem sich heute die Gemeindeverwaltung befindet, bis zur Zeitstele „ecclesia et mundus“ am Friedhofseingang.
In dem zu Rott gehörenden Feldkirchen steht die frühere Marien-Wallfahrtskirche Unsere liebe Frau. Sie gehörte zum Besitz des Rotter Klosters; Abt Benedikt I. gab ihr im 16. Jahrhundert ihr heutiges Aussehen. Dort befindet sich zudem eine spätgotische Muttergottesfigur aus der Zeit um 1500.
Eine Kältemaschine der Firma Linde aus dem Jahr 1904 erinnert an die Brautradition in Rott.
See und Wald
Der Rotter Ausee liegt an der Gemeindegrenze zwischen Rott a. Inn und Schechen und ist ein Badesee. Am See gibt es ein Beachvolleyballfeld und Sandkästen.
Der Rotter Forst ist ein Mischwald- und Feuchtgebietskomplex mit etwa 16 km² Fläche. Er ist das größte Waldgebiet im Landkreis Rosenheim vor den Alpen. Im Forst befinden sich Brutgebiete der Waldschnepfe; der Entenweiher lädt zum Verweilen ein.
See und Forst setzen unterschiedliche Akzente: Am Ausee stehen die Badefunktion und die genannten Einrichtungen, im Rotter Forst Wald- und Feuchtgebiete sowie die Brutgebiete der Waldschnepfe im Mittelpunkt.
Wege im näheren Umfeld
Der Kapellenweg führt an vier Rotter Kapellen und an der Mariengrotte am Rockerl vorbei; die Strecke ist etwa 6 km lang. Auf dem Hofmarkweg lernen Sie Rott und seine kulturellen Wurzeln kennen; der Weg ist in gut einer Stunde begehbar. Damit steht beim Kapellenweg die ungefähre Streckenlänge, beim Hofmarkweg die Gehzeit im Vordergrund. Auch thematisch unterscheiden sich beide Wege: Hier geht es an Kapellen und einer Grotte vorbei, dort um Rott und seine kulturellen Wurzeln.
Der Entenweiherweg steht im Zusammenhang mit einem Naherholungsgebiet, das aus früherem Torfabbau hervorgegangen ist. Damit kommt neben Orts- und Kapellenthemen auch die Entstehung einer Landschaft als eigener Blickwinkel hinzu.
Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Rosenheim
Im übergeordneten Reiseziel Rosenheim vermittelt das Museum im Schloss Amerang Einblicke in die Schlossarchitektur und die Geschichte der Adelsfamilie. Das Bauernhausmuseum Amerang des Bezirks Oberbayern zeigt Bauernhöfe, Handwerksgebäude und technische Anlagen aus dem Chiemgau.
Das Freilichtmuseum Amerang bietet individuelle Führungen und Angebote für Gruppen an; wenn Sie diese einplanen, können Absprachen im Voraus nötig sein. Der 2010 angelegte Moorlehrpfad zwischen Amerang und Halfing vermittelt die Entstehung der Moorlandschaft nach der Eiszeit sowie die dort heimische Tier- und Pflanzenwelt.
Weitere Reiseziele entdecken: Prutting, Bruckmühl, Eggstätt, Oberaudorf, Griesstätt, Grosskarolinenfeld, Albaching, Chiemsee.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rosenheim.