Zum Inhalt

Wer Sömmersdorf für einen Kulturaufenthalt auswählt, begegnet einer eng mit den Fränkischen Passionsspielen verbundenen Ortsgeschichte. Die Freilichtbühne, der Passionsgarten und die PassionsGalerie setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Aufführungstradition, eine Ruhezone mit Dauerausstellung unter freiem Himmel sowie historische Bild- und Tonzeugnisse. Zwei Passionswege liegen nördlich und südlich von Sömmersdorf; zudem führt ein Spazierweg durch Felder und landschaftlich reizvolle Umgebung, mit weitem Blick in die Ferne und Beschilderung. Für die Reiseplanung ist vor allem entscheidend, ob eine Aufführung den Anlass bildet oder ob die Themen der Passionsspiele im Mittelpunkt stehen.

Passionsspiele und Freilichtbühne

Die erste Aufführung der Fränkischen Passionsspiele in Sömmersdorf fand am 21. Mai 1933 statt. Die Spiele finden alle fünf Jahre als Laienschauspiel mit professioneller Regie statt. So gehören zu ihrer Geschichte sowohl ein genaues Anfangsdatum als auch ein wiederkehrender Aufführungsrhythmus. Wenn Sie gezielt wegen einer Aufführung anreisen möchten, prüfen Sie vor der Planung das aktuelle Programm des Veranstalters.

Die Passionsbühne ist eine Freilichtbühne am nördlichen Rand von Sömmersdorf, eingebettet in die Waldabteilung Münsterholz. Der Zuschauerraum bietet knapp 2.000 Besuchern auf bequemen Schalensitzen Platz. Neun große Schirmkonstruktionen an der Bühne schützen vor Sonne und Regen. Diese Angaben machen den Rahmen einer Aufführung greifbar: Waldlage, Freilichtspiel und ein großer Zuschauerraum gehören hier zusammen.

Passionsgarten und PassionsGalerie

Der Passionsgarten liegt in der Mitte von Sömmersdorf am Passionsweg zwischen der Freilichtbühne und der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer. Er wurde 2008 als Ruhezone angelegt und umfasst eine Dauerausstellung unter freiem Himmel zur Geschichte des Geistlichen Spiels und der Sömmersdorfer Passionsspiele. Acht große Informationstafeln geben Einblick in die Tradition christlicher Darstellung und christlichen Schauspiels. So steht neben der Aufführung auf der Bühne ein ruhigerer, erklärender Zugang zur Spieltradition.

Die PassionsGalerie ergänzt diesen Zugang mit materiellen und audiovisuellen Erinnerungsstücken. Sie zeigt das Originalkreuz der ersten Aufführung sowie Hörstationen mit frühen Tonaufnahmen und historische Filmsequenzen. Einmalige Bildaufnahmen aus den 1930er Jahren dokumentieren die Entwicklung der Sömmersdorfer Passionsspiele von 1933 bis zur Gegenwart. Neben dem Originalobjekt stehen damit Ton, Film und Fotografie als unterschiedliche Formen der Erinnerung.

Passionswege und Landschaft

Die beiden Passionswege verlaufen nördlich und südlich von Sömmersdorf; an verschiedenen Stationen geben sie Impulse zum Nachdenken über die Passion im heutigen Leben. Ihre Lage bietet eine einfache räumliche Orientierung, während die Stationen das gemeinsame Thema setzen. Der Spazierweg der Passionswege führt durch landschaftlich reizvolle Umgebung und landwirtschaftliche Felder mit weitem Blick in die Ferne; er ist beschildert. Hier kommt zum Thema Passion das offene Landschaftsbild hinzu. Im Vergleich zu Bühne und Ausstellung prägen beim Spaziergang die Stationen, die Felder und die weiten Blicke den Aufenthalt.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Euerbach.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.