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Asten liegt auf einer eiszeitlichen Moräne; nach Süden reicht der Blick über das Salzachbecken in Richtung Salzkammergut und Chiemgauer Berge. Südlich des Ortes befindet sich das Naturschutzgebiet Astner Moos in einer großen glazialen Toteishohlform. So begegnen Ihnen zwei unterschiedliche eiszeitliche Landschaftsmerkmale: die Moränenlage von Asten und die Hohlform des Schutzgebiets mit Endmoränenteich und Feuchtgebiet. Landschaft und Geologie geben der Umgebung einen klaren Charakter.

Astner Moos und Eiszeitlandschaft

Im Astner Moos sind der Endmoränenteich und das umgebende Feuchtgebiet seit 1987 geschützt. Das Naturschutzgebiet ist für Fußgänger am Rand zugänglich. Es ist Lebensraum und Rastplatz für Vögel, darunter Schilfrohrsänger und Tafelenten; auch Amphibien, Reptilien und Libellen finden dort Lebensraum. Die Tierwelt umfasst damit sowohl Zugvögel als auch weitere Gruppen, die das Gebiet als Lebensraum nutzen.

Der Eiszeitrundweg eröffnet einen eigenen inhaltlichen Zugang: Als Wanderweg bietet er Gelegenheit, mehr über den Teich und seine Entstehung im Zusammenhang mit dem Salzachgletscher zu erfahren. So kommt zur Beobachtung der Tierwelt ein Thema aus der Landschaftsgeschichte hinzu. Wer die Entstehung einer Landschaftsform interessant findet, kann diesen Schwerpunkt bei der Reiseplanung berücksichtigen.

Kirchenkunst in Asten

Die Kirche Mariä Himmelfahrt bietet einen weiteren Blick auf Asten. Sie enthält zwei Seitenaltäre von 1662 und einen Rokoko-Hochaltar von 1747, der J. G. Itzlfeldner zugeschrieben wird. Das Rokoko-Tabernakel stammt von 1765; gotische Ausstattungsdetails finden sich an den Sakristeitüren und am Südportal. So kommen in der Kirche gotische Ausstattung, datierte Altäre und Arbeiten im Rokoko zusammen. Die unterschiedlichen Epochen lassen sich an konkreten Teilen des Innenraums nachvollziehen.

Kultur im übergeordneten Reiseziel Tittmoning

Im übergeordneten Reiseziel Tittmoning richtet sich der Blick auf ein eigenes städtisches Kulturangebot. Tittmoning liegt unmittelbar an der Salzach und damit an der Grenze zu Österreich. Der 298 Meter lange Stadtplatz ist ein geschlossenes Denkmalensemble; seine farbigen Fassaden zeigen den regionaltypischen Inn-Salzach-Stil. Die nahezu vollständig erhaltene Stadtmauer aus der Mitte des 13. Jahrhunderts umschließt auf 1.700 Metern den Stadtkern und die Burg von Tittmoning. Stadtplatz und Mauer zeigen unterschiedliche Seiten des historischen Stadtbilds: die Fassadengestaltung und den Verlauf der Befestigung rund um Zentrum und Burg.

Das Museum Rupertiwinkel in Tittmoning befindet sich in 23 historischen Schauräumen mit originalen Böden und Decken aus dem 17. Jahrhundert. Es zeigt vor- und frühgeschichtliche Funde sowie regionale Volkskunst. Eine Sammlung umfasst außerdem 130 Tittmoninger Schützenscheiben aus den Jahren 1600 bis 1930. Die Sammlungen verbinden unterschiedliche Zugänge zur Geschichte und Kultur der Region.

Zum saisonalen Programm in Tittmoning gehören öffentliche Führungen durch die Burg mit dem Museum Rupertiwinkel. Sie finden vom 1. Mai bis 3. Oktober donnerstags bis sonntags um 14 Uhr statt, dauern etwa 1,5 Stunden und erfordern keine Anmeldung. Prüfen Sie vor dem Besuch die Termine und Uhrzeiten, da sie sich ändern können. In der historischen Burganlage findet seit 2011 jedes Jahr im April außerdem der zweitägige Colloredomarkt statt, ein Kunsthandwerkermarkt. Die konkreten Termine und Anbieter können variieren.

Natur und Aktivitäten in Tittmoning

Die Salzachau bei Tittmoning ist Teil des FFH-Gebiets 7744-371 „Salzach und Unterer Inn“ und gehört zum europäischen Biotopverbundnetz Natura 2000. Der Auenrundweg führt in Tittmoning von der Plättenanlegestelle durch die naturbelassene Flusslandschaft an der Salzach. Plättenfahrten starten an der Anlegestelle an der Tittmoninger Salzachbrücke und führen auf der Salzach flussabwärts in Richtung Burghausen. So stehen unterschiedliche Perspektiven auf die Flusslandschaft im übergeordneten Tittmoning nebeneinander: zu Fuß auf dem Auenrundweg oder flussabwärts auf einer Plätte.

Ein weiterer kultureller Zugang in Tittmoning ist das Gerbereimuseum im ehemaligen Marstall des Troadkastens. Es dokumentiert die Geschichte der Gerberei in Tittmoning und ist als interaktives, experimentelles Museum gestaltet. Besucher lernen dort durch Anfassen und eigenes Ausprobieren.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tittmoning.

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