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Die Wallfahrtskirche St. Leonhard steht in Wonneberg auf dem höchsten Punkt einer Anhöhe. Zusammen mit zwei Wanderwegen und einer Radroute setzt sie einen kulturellen Akzent in einer Gemeinde, deren Wälder und Hochmoore die Landschaft prägen. Für einen Aufenthalt lassen sich damit unterschiedliche Schwerpunkte wählen: historische Kirchenkunst, Wanderungen mit klar benannten Routen oder eine längere Radstrecke.

St. Leonhard: spätgotischer Bau und barocker Turm

Der heutige spätgotische Bau der Wallfahrtskirche entstand 1496 unter dem Salzburger Erzbischof Leonhard von Keutschach und dem Waginger Pfarrer Georg Stroppel. Die Wand- und Deckenmalereien stammen aus den Jahren 1631/1633 und gelten als kunsthistorisch wertvolle Zeugnisse des Frühbarocks. Vier spätgotische Flügeltafeln von Gordian Guckh aus der Zeit um 1513 sind in den Hochaltar einbezogen. So treffen in der Kirche mehrere Epochen aufeinander, die sich an Bau, Malereien und Altar ablesen lassen.

Ein weithin sichtbarer, 52 Meter hoher barocker Zwiebelturm mit vier Glocken prägt die Silhouette der Kirche. Im Hauptschiff sind an der Nordwand in einem Schaukasten erhaltene Votivgaben zu sehen, darunter Hufeisen, Bügel, Sporen und menschliche Figuren. Für Kirchenführungen stehen Herr Parzinger und Herr Reinmiedl als Ansprechpartner zur Verfügung.

Auch der Wonneberger Leonhardiritt gehört zum kulturellen Ortsleben: Der Leonhardi-Verein Wonneberg führt ihn seit 1973 fort. Zusammen mit der Wallfahrtskirche bildet die Tradition einen eigenen Zugang zu St. Leonhard, unabhängig davon, ob der Aufenthalt vor allem kunsthistorisch oder mit Bewegung in der Landschaft geplant ist.

Wanderwege und Radroute vergleichen

Der St. Leonhard Rundweg 6 ist 5,7 Kilometer lang, verläuft auf einer Höhenlage von 589 bis 465 Metern über Normalnull und beginnt an der Kirche. Beim Wonneberg Rundweg 5 beginnt die Beschilderung in Köpfelsberg. Dieser Weg ist 5,6 Kilometer lang und liegt auf einer Höhenlage von 588 bis 559 Metern über Normalnull. Vor der Rückkehr empfiehlt der Rundweg einen Besuch der Wallfahrtskirche St. Leonhard.

Die beiden Wanderstrecken sind nahezu gleich lang. Für die Orientierung unterscheiden sie sich vor allem durch ihre genannten Startbezüge: Beim Rundweg 6 beginnt der Weg an der Kirche, beim Rundweg 5 in Köpfelsberg die Beschilderung. Die Höhenangaben reichen beim ersten Weg von 589 bis 465 Metern, beim zweiten von 588 bis 559 Metern.

Fürs Radfahren führt der 55 Kilometer lange Radweg „Chiemsee – Waginger See“ durch St. Leonhard. Seine Gesamtlänge setzt einen anderen Streckenrahmen als die beiden Wanderwege. Wer Wonneberg nach der Art der geplanten Bewegung auswählt, kann daher zwischen den knapp 5,6 bis 5,7 Kilometer langen Wanderstrecken und der längeren Radroute unterscheiden.

Wälder, Moore und eiszeitliche Höhenrücken

Wälder bedecken etwa ein Drittel der Gemeindefläche von Wonneberg. Zusammen mit den zahlreichen Hochmooren prägen sie den besonderen Reiz der Landschaft. Die Höhenrücken des Wonnebergs formte und hinterließ der Salzachgletscher am Südrand des Waginger Beckens. Nördlich von Reichwimm erreichen die Rücken mit 629 Metern ihren höchsten Punkt. Die Angaben zu Wald und Moor beschreiben den heutigen Landschaftscharakter, während die Gletscherformung den Ursprung der Höhenzüge erklärt.

Anreise nach Wonneberg

Vom Bahnhof Traunstein bestehen direkte Verbindungen mit Nahverkehrszügen und RVO-Linienbussen nach Weibhausen in der Gemeinde Wonneberg. Prüfen Sie für Ihre Reise die passenden Abfahrten am jeweiligen Tag. Mit dem Auto führt die Anfahrt von der A8-Ausfahrt Traunstein/Siegsdorf bei Kilometer 98,5 über Traunstein und in Richtung Waging am See nach Weibhausen. Dort biegen Sie ab; nach wenigen Kilometern erreichen Sie das Zentrum der Gemeinde Wonneberg, den Hauptort St. Leonhard.

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