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Trunkelsberg liegt auf einer 625 Meter hohen Anhöhe am östlichen Stadtrand von Memmingen in Richtung München. Bei Föhn reicht der Blick von vielen Stellen in Trunkelsberg über die Alpen, vom Säntis in der Schweiz bis zur Zugspitze. Landschaft und Ortsgeschichte prägen den Aufenthalt auf unterschiedliche Weise: Die Lage lenkt den Blick nach außen, während Schloss, Kirche und Siedlungsgeschichte viel über den Ort erzählen.

Lage und Anreise

Trunkelsberg ist direkt über die Autobahn München–Lindau und die Anschlussstelle Trunkelsberg erreichbar. Im näheren Umfeld liegt der Allgäu Airport Memmingerberg mit Verbindungen zu vielen europäischen Urlaubszielen. Da sich Flugrouten ändern können, prüfen Sie vor der Planung die aktuellen Verbindungen, wenn der Flughafen für Ihre Reise wichtig ist.

Auch Busverbindungen sind für die Anreise und die Fahrt nach Memmingen relevant. Die Linie 3 fährt über Trunkelsberg, Eisenburg und Amendingen in die Memminger Innenstadt und zum ZOB. Außerdem bestehen weiterhin direkte Busverbindungen zum ZOB mit der Linie 967. Prüfen Sie vor der Fahrt den Fahrplan.

Ortsgeschichte und Schloss

Trunkelsberg wurde 972 unter Kaiser Otto I. erstmals urkundlich erwähnt. Elias Christoph Heuß kaufte 1729 das adelige Gut und den Weiler Trunkelsberg. Seit dieser Zeit befindet sich die Herrschaft von Heuß-Blößt in der 15. Generation auf Schloss Trunkelsberg.

Auch die Baugestalt des Schlosses trägt mehrere Zeitangaben: Es ist ein zweigeschossiger Satteldachbau mit Stufengiebel. Sein Kern stammt vermutlich aus dem 16. Jahrhundert, der Giebel aus dem 19. Jahrhundert. Die Wagenremise ist ein eingeschossiger Walmdachbau und stammt vermutlich aus dem 18. Jahrhundert. Das Satteldach bezeichnet die Dachform, während der Stufengiebel die abgestufte Form des Giebels beschreibt.

Zur Siedlungsgeschichte gehören auch einige kleine Häuser, die als Wohnungen für Arbeiter der Künersberger Fayencenfabrik dienten. Trunkelsberg ist eine der ältesten Arbeitersiedlungen in der näheren Region. Außerdem gehört eine neolithische Siedlung zu den Bodendenkmälern.

Kirche und Kunst

In der Kirche St. Stanislaus Kostka in Trunkelsberg befindet sich eine gotische Muttergottesfigur aus der Zeit um 1490. Ursprünglich stammt sie aus der ehemaligen Pfarrkirche in Köngetried; im 18. Jahrhundert wurde sie barockisiert. Zur Kirche gehört auch ein Kreuzweg aus dem Jahr 1784. Das Altarbild „Herz Jesu“ schuf Sebastian Bacher 1942 in Rom.

Die Werke bringen unterschiedliche Zeiten und Herkunftsbezüge zusammen: Die Muttergottesfigur wurde später barockisiert, der Kreuzweg stammt aus dem 18. Jahrhundert und das Altarbild entstand im 20. Jahrhundert. Chronologisch reicht die Kunst in der Kirche damit von der Figur um 1490 bis zum Altarbild von 1942; der Kreuzweg von 1784 liegt dazwischen.

Freizeit vor Ort

Kinder und Erwachsene können den Fußballplatz und die Dirtbikeanlage neben dem Fußballplatz außerhalb der Trainingszeiten ohne Vereinsmitgliedschaft nutzen. Damit gilt für beide Sportmöglichkeiten dieselbe zeitliche Bedingung.

Auf dem Schulhof von Trunkelsberg gibt es ein Bücherhaus mit Lesestoff für alle Altersgruppen. Prüfen Sie vor einem Besuch, ob das Bücherhaus zugänglich ist.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Memmingerberg.

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