Prem lässt sich über verschiedene Seiten erschließen: die voralpine Landschaft mit Mooren, die Baugeschichte der Pfarrkirche St. Michael und Wege zum Wandern und Radfahren. Dazu kommt im Naturpark Lechaue das Kneippsche Wassertreten. Für die Suche nach einer Unterkunft in Prem hilft die Entscheidung, welcher dieser Schwerpunkte Ihren Aufenthalt bestimmen soll. Die Ortsangebote reichen von einer Moorwanderung bis zu einer benannten Radtour und einem Blick auf historische Bausubstanz.
Moorlandschaft rund um Prem
Prem liegt in einer voralpinen Landschaft und ist von Wiesen, Seen, Weiden und Moorlandschaften umgeben. Das Premer Moor ist eine Hochmoorlandschaft mit vielfältiger Pflanzen- und Tierwelt; bei einer Wanderung lässt es sich zu Fuß erkunden. Damit gibt es zwei unterschiedliche Bezugspunkte für Naturinteressierte: die Landschaft, die Prem umgibt, und das konkret als Hochmoor eingeordnete Premer Moor.
Kirchenbau und Torfgeschichte
An der Pfarrkirche St. Michael treffen verschiedene Bauperioden aufeinander: Der Turm stammt aus der Romanik, Chor und Langhaus weisen in die Gotik. Eine umfassende Restaurierung erfolgte 1755 unter Abt Marianus II. So reicht der Blick auf die Kirche von den unterschiedlichen Bauteilen bis zu einem klar datierten Abschnitt ihrer Geschichte.
Einen anderen historischen Bezug bietet die Königsfilzhütte, die Torfhütte der Familie Heißerer, Hausnummer 26 in Prem. Im Inneren ist Originalwerkzeug aus der Zeit des Torfstichs zu sehen. Zugleich dient die Hütte Wanderern als Brotzeitplatz. Hier verbinden sich ein konkreter Einblick in die Torfgeschichte und ein praktischer Halt für Wandernde, ohne dass daraus eine bestimmte Wanderroute folgt.
Wandern, Wassertreten und Radfahren
Prem ist über die drei Fernwanderwege „König-Ludwig-Weg“, „LechErlebnisweg“ und „Heilige-Landschaft Pfaffenwinkel“ an ein weiträumiges, überregionales Wegenetz angeschlossen. Das Premer Moor lässt sich bei einer Wanderung zu Fuß erkunden; im Naturpark Lechaue besteht außerdem die Möglichkeit zum Kneippschen Wassertreten. Diese Angebote setzen unterschiedliche Akzente: hier eine Moorlandschaft beim Wandern, dort die Kneippsche Anwendung im Naturpark.
Für Radfahrende führt die Tour „Kulturtour zur Wieskirche“ nach der Lechbrücke durch Prem und weiter an den Weilern Schlöglmühle, Küchele und Häringen vorbei nach Ostern. Prüfen Sie die Routendetails vor der Fahrt. So lässt sich die Auswahl zwischen Wandern und Radfahren an den jeweils benannten Aktivitäten und Routen orientieren, ohne dafür eine einheitliche Tour vorauszusetzen.
Weilheim-Schongau als übergeordneter Rahmen
Im übergeordneten Reiseziel Weilheim-Schongau liegt die Reiseregion Pfaffenwinkel. Im Westen wird Weilheim-Schongau vom Lech begrenzt, im Kerngebiet fließt die Ammer, und an der Ostgrenze verläuft die Loisach. Diese geografischen Beziehungen beschreiben den größeren regionalen Rahmen, nicht die Landschaftsmerkmale von Prem.
Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Weilheim-Schongau reichen von Kirchenbau bis Technikgeschichte. Die Wieskirche bei Steingaden wurde von 1745 bis 1754 von Dominikus Zimmermann erbaut und ist seit 1983 UNESCO-Welterbestätte. Sie lädt zum Besuch von Gottesdiensten, Sommerkonzerten und stiller Einkehr ein; die Termine können variieren. Das Bergwerksmuseum Penzberg bewahrt die Erinnerung an den dortigen Pechkohlebergbau, der von 1796 bis 1966 betrieben wurde. Das Museum bietet mehrsprachige Führungen für internationale Gäste, Familien und Schulklassen an.
Ein weiterer regionaler Wanderweg ist der etwa 5 Kilometer lange Erdfunkstelle-Wanderweg. Er startet am Bahnhof Raisting und führt als Rundweg durch die Erdfunkstelle, an den großen Satellitenschüsseln und am Industriedenkmal Radom mit der historischen Antenne 1 vorbei. Die Länge ist ungefähr; die Wegbedingungen können variieren.
Weitere Reiseziele entdecken: Urspring, Wildsteig, Steingädele.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Steingaden.