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Gnotzheim erschließt sich über unterschiedliche historische und landschaftliche Themen: An der Pfarrkirche St. Michael begegnen Ihnen Spuren des römischen Kastells Mediana; Schloss Spielberg verbindet Architektur, Kunst und einen weiten Blick in die Landschaft. Hinzu kommen eine Wanderung mit Ausgangspunkt am Schloss und das frei zugängliche Kastellgelände. Für die Planung lohnt es sich, diese Möglichkeiten als eigene Schwerpunkte zu betrachten.

St. Michael: Kirchenbau mit römischen Spuren

Die Pfarrkirche St. Michael wurde 1702 fertiggestellt. Beim Bau wurden Steine des römischen Kastells Mediana wiederverwendet, das um 90 n. Chr. errichtet wurde. Zu den verwendeten Steinen gehört ein Weihestein für die Göttin Diana. So treffen am Kirchenbau zwei Zeitebenen aufeinander: die Fertigstellung der Kirche im frühen 18. Jahrhundert und Material aus einem römischen Kastell. Im Kircheninneren fällt der Stuck als eigenes Ausstattungsdetail ins Auge. Sein Rahmenwerk besteht aus Lorbeerstäben und weiteren Zierleisten. Wer sich für Baugeschichte interessiert, kann die wiederverwendeten Steine und die Gestaltung des Innenraums als unterschiedliche Aspekte der Kirche wahrnehmen.

Schloss Spielberg: Anlage, Kunst und Aussicht

Schloss Spielberg ist eine ringförmige Gesamtanlage aus der Zeit um 1400. Ihr Inneres wurde mehrfach umgebaut. Damit stehen die überlieferte Grundform und die späteren Veränderungen im Inneren als zwei Aspekte der Schlossgeschichte nebeneinander. Zum Schloss gehört außerdem der Keltenhügel, ein Naturdenkmal. Von der exponierten Lage aus reicht der Panoramablick weit in die Landschaft.

Auch die Kunstpräsentation verteilt sich auf unterschiedliche Bereiche: Auf der Figurenwiese und der sogenannten Engelwiese vor Schloss Spielberg, im Innenhof und in den Räumen der Schlossgalerie können Besucher Werke von Ernst Steinacker sehen. So lassen sich bei einem Aufenthalt am Schloss Kunst im Außenbereich und Arbeiten in den Räumen der Galerie in den Blick nehmen, ohne sie mit der Architektur der Anlage gleichzusetzen.

Wanderung und Kastellgelände

Eine Wanderung mit Ausgangspunkt Schloss Spielberg führt über den Altmühltal-Panoramaweg zurück nach Spielberg. Wenn Sie diese Tour einplanen, können Sie die beschriebene Verbindung als eigenen Baustein Ihres Aufenthalts berücksichtigen. Die Wegbedingungen können variieren; prüfen Sie sie daher vor dem Aufbruch. Eine andere römische Perspektive bietet das Kastellgelände bei Gnotzheim: Es ist jederzeit frei zugänglich. Damit stehen die wiederverwendeten Kastellsteine an der Pfarrkirche und das Gelände des Kastells für unterschiedliche Begegnungen mit der römischen Vergangenheit.

Römisches Erbe im übergeordneten Reiseziel Weißenburg-Gunzenhausen

Im übergeordneten Reiseziel Weißenburg-Gunzenhausen reicht das Thema Römerzeit über Gnotzheim hinaus. Der Limes verläuft auf rund 40 Kilometern quer durch den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und ist dort seit 2005 UNESCO-Welterbe. In Weißenburg zeigt das RömerMuseum Deutschlands größten römischen Schatzfund und beherbergt das Zentrale Bayerische Limes-Informationszentrum. Das bietet eine regionale Perspektive neben den örtlichen Spuren an St. Michael und am Kastell bei Gnotzheim: Hier geht es um ein Bauwerk und ein Kastellgelände, dort um den Limes und das Museum in Weißenburg.

Gnotzheim für die Unterkunftssuche einordnen

Wenn Sie ein Hotel für Ihren Aufenthalt suchen, legen Sie zunächst fest, welche Themen Ihren Plan prägen sollen. Wollen Sie die Wanderung einplanen, ist Schloss Spielberg ihr Ausgangspunkt; liegt Ihr Interesse auf römischer Geschichte, bieten die Kirche und das Kastellgelände unterschiedliche Anknüpfungspunkte.

Weitere Reiseziele entdecken: Raitenbuch, Pappenheim, Höttingen, Markt Berolzheim, Gunzenhausen, Ettenstatt, Westheim, Heidenheim

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Weißenburg-Gunzenhausen.

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