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Wer sich für Ortsgeschichte interessiert, findet in Gaukönigshofen mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte: schriftliche Überlieferung, historische Bauwerke und eine Ausstellung zur Funktion und Bedeutung eines Ritualbads. Die Themen lassen sich nach ihrer jeweiligen Zeit und Funktion ordnen und geben Ihnen einen konkreten Schwerpunkt für die Planung Ihres Aufenthalts.

Synagoge, Mikwe und Erinnerung

Eine Synagoge in Gaukönigshofen ist erstmals 1768 in schriftlichen Quellen erwähnt. Die Mikwe wurde 1819 erbaut. Seit 2025 erklärt eine Ausstellung die Funktion und Bedeutung des Ritualbads. Der zeitliche Bogen reicht damit von der ersten Erwähnung der Synagoge über den Bau der Mikwe bis zur Ausstellung, die deren Funktion erläutert.

Die ehemalige Synagoge mit der Kreisgedenkstätte kann besichtigt werden; auch die Ausstellung „Ein.Tauchen“ in der Mikwe kann besucht werden. Prüfen Sie vorab die aktuellen Besuchsmöglichkeiten, wenn Sie diese Orte in Ihre Reiseplanung aufnehmen.

Zwei erhaltene Schutzjudenhäuser zählen zu den ältesten Gebäuden Gaukönigshofens. 1985 wurde in kleinem Kreis und im Gemeinderat darüber gesprochen, die ehemalige Synagoge in einen ansehnlichen Zustand zu versetzen und an die Menschen zu erinnern, für die sie einst ein Gotteshaus war. Die Gebäude und dieser historische Gesprächsbezug ergänzen den Blick auf religiöse Geschichte um die Frage, wie Erinnerung am Ort ihren Ausdruck findet.

Weitere historische Themen vor Ort

Der Bildstock in Gaukönigshofen ist ein Werk des Bildhauers Hans Rappolt aus dem Jahr 1591. Historisch diente er als dritte Station der örtlichen Hagelprozession. Damit verbindet sich die Datierung eines einzelnen Kunstwerks mit seiner überlieferten Rolle in einer örtlichen Tradition.

Ein anderer thematischer Akzent ist der Gaubahnweg. Er verläuft auf der Trasse der ehemaligen Gaubahn entlang der Gemeinde Gaukönigshofen. So umfasst der Blick auf den Ort neben historischen Gebäuden auch die Erinnerung an eine frühere Bahnlinie und ihren Verlauf.

Weitere Kulturthemen im übergeordneten Reiseziel Würzburg

Im übergeordneten Reiseziel Würzburg finden Sie weitere, jeweils eigenständige Kulturthemen. In Ochsenfurt wird die historische Altstadt von einer nahezu vollständigen Befestigungsanlage mit zahlreichen Stadttoren und Türmen umrahmt. Das Neue Rathaus stammt aus dem 15. Jahrhundert; im Lanzentürmchen besitzt es eine einzigartige Figuren- und Monduhr. Stadtbefestigung und Uhr bieten damit unterschiedliche Blickwinkel auf die Geschichte Ochsenfurts.

In Röttingen stammen die ältesten Gebäude der Burg Brattenstein aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Die Burg war Sitz verschiedener Adelsfamilien, darunter der Herren von Hohenlohe. Ihr Hof ist seit dem 21. Juli 1984 Theaterschauplatz der Röttinger FRANKENFESTSPIELE. Hier treffen historische Baugeschichte und ein dauerhafter Veranstaltungsort aufeinander; konkrete Aufführungstermine sollten Sie gesondert prüfen.

In Veitshöchheim stehen in den Grünanlagen der Mainufer-Promenade Skulpturen verschiedener Bildhauer. Zur Promenade gehört auch ein großer Abenteuerspielplatz mit Spielgeräten für alle Altersklassen, darunter Trampolin und Kletterwand. Ein Barfußpfad und ein Kneipp-Becken zum Wassertreten ergänzen das Angebot. Diese Beispiele setzen einen anderen Schwerpunkt als Gaukönigshofens Synagoge, Mikwe und historische Bauwerke und geben Ihnen weitere Kultur- und Freizeitthemen zur Auswahl.

Weitere Reiseziele entdecken: Wolkshausen, Helmstadt, Zell Am Main, Bergtheim, Rimpar, Reichenberg, Margetshöchheim, Röttingen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Würzburg.

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