Wildenau bietet Anknüpfungspunkte für unterschiedliche Reiseinteressen: den Ostweg als grenznahe Wanderroute, die Perlenroute mit Rad- und Grenzgeschichtsbezug sowie drei Wohnstallhäuser mit verschiedenen Bauformen und Bauzeiten. Wenn Sie eine Ferienwohnung in Wildenau suchen, können diese Schwerpunkte helfen, den Aufenthalt nach den eigenen Interessen auszurichten.
Wandern und Radfahren auf unterschiedlichen Routen
Der Ostweg verläuft durch Wildenau auf einer grenznahen Wanderroute. Sie verbindet das Dreiländereck Bayern–Böhmen–Sachsen mit dem Eger- und Röslautal, Hohenberg an der Eger, Schirnding und der Klosterstadt Waldsassen. Das gibt dem Ostweg einen eigenen Wanderbezug innerhalb der genannten Grenzregion und Landschaften.
Die Perlenroute ist von Oberkotzau über Rehau, Schönwald und Selb-Plößberg bis nach Asch durchgängig befahrbar und beschildert. Im Abschnitt von Plößberg bis Wildenau wurden öffentliche Feld- und Waldwege für eine ganzjährige Nutzung asphaltiert. Eine der neun Informationstafeln der Route befindet sich in Wildenau; die Tafeln arbeiten die Geschichte der gemeinsamen deutsch-tschechischen Grenzregion zweisprachig auf.
Für Ihre Auswahl ist der Unterschied klar: Der Ostweg steht für das Wandern, während die Perlenroute einen Radfahrbezug mit dem Thema Grenzgeschichte verbindet. Wer eine Route zu Fuß in den Mittelpunkt stellen möchte, kann den Ostweg betrachten. Bei der Perlenroute kommen die durchgängige Befahrbarkeit, die Beschilderung und der asphaltierte Abschnitt der öffentlichen Feld- und Waldwege hinzu.
Wohnstallhäuser und Baugeschichte in Wildenau
Die drei Wohnstallhäuser unterscheiden sich in Bauzeit, Geschosszahl und Erhaltungszustand. Wildenau 1a ist ein ehemaliges Wohnstallhaus: ein eingeschossiger Satteldachbau aus dem späten 17. oder frühen 18. Jahrhundert, von dem nur der Stallteil erhalten ist.
Wildenau 13 ist ein eingeschossiges Wohnstallhaus mit Satteldach und Fachwerkgiebel aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Wildenau 19 stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts und ist zweigeschossig; sein Satteldach und das verbretterte Fachwerk im Obergeschoss geben dem Bau eine andere Gestalt als dem Haus an der Nummer 13. Zusammen zeigen die drei Häuser verschiedene Bauzeiten und Fachwerkformen. Für einen Aufenthalt, bei dem neben Wandern oder Radfahren auch die Baugeschichte interessieren soll, ist das ein eigenständiger örtlicher Schwerpunkt.
Ein eigener Kulturbaustein im übergeordneten Reiseziel Selb
Im übergeordneten Reiseziel Selb liegt ein weiterer Schwerpunkt auf Porzellan und Industriegeschichte. Das Porzellanikon Selb befindet sich in einer ehemaligen Rosenthal-Fabrik, die 1969 stillgelegt wurde. Auf rund 9.000 Quadratmetern des umgenutzten Industriestandorts sind drei Museen untergebracht: das Europäische Industriemuseum für Porzellan, das Rosenthal Museum und das Europäische Museum für Technische Keramik.
Von den ehemals zehn mächtigen Rundöfen sind sechs vollständig erhalten und begehbar. Auf gut 8.000 Quadratmetern zeigt das Porzellanikon alte Maschinen, interaktive Stationen, Rosenthal-Geschirr, Technische Keramik und eine Dampfmaschine. Der Stadtrundgang in Selb widmet sich Kunst, Kultur sowie Altem, Neuem und Besonderem der Porzellan- und Designstadt; er lässt sich vor Ort oder virtuell beginnen.
Auch die Internationalen Grenzland-Filmtage setzen einen zeitlichen Akzent im übergeordneten Reiseziel Selb: Sie finden seit 1977 jeweils in der Woche nach Ostern im SPEKTRUM Selb statt. Wenn Sie Ihre Reise auf das Festival ausrichten möchten, prüfen Sie die Termine der jeweiligen Ausgabe. So lässt sich der eigene Schwerpunkt unterscheiden: Wildenau bietet Routenbezüge und Baugeschichte, während Selb mit Porzellanmuseen, Stadtrundgang und Filmfestival eigene Kulturthemen ergänzt.
Weitere Reiseziele entdecken: Selb-Plößberg.
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