Für Ihre Reiseplanung lassen sich die Themen in Rahnsdorf gut unterscheiden: Denkmäler und Dorfgeschichte, Wege am Wasser sowie Fähren und Kanäle. Möchten Sie bei Ihrem Aufenthalt vor allem historische Bauwerke und Erinnerungsorte erkunden, am Fließ spazieren oder Neu-Venedigs Kanäle vom Wasser aus erleben? Die Fakten zu einer Wanderung und zu den Fährverbindungen geben außerdem konkrete Anhaltspunkte für die zeitliche Planung.
Dorfgeschichte und Denkmäler
Die gesamte Dorfstraße und der Dorfanger in Rahnsdorf stehen heute unter Denkmalschutz; auch das alte Fischerdorf Rahnsdorf ist denkmalgeschützt. Am Kirchplatz erinnert das Sandsteinrelief „Die böse Wolke“ von Ingeborg Hunzinger an die Fischer von Rahnsdorf. Das Werk aus dem Jahr 1999 ist aus Sandstein gefertigt.
Die Dorfkirche Rahnsdorf wurde zwischen 1886 und 1888 neu errichtet, nachdem ihre Vorgängerkirche durch einen Brand zerstört worden war. Der Neubau entstand auf den Ruinen der älteren Kirche. Ein weiteres Baudenkmal ist die Waldkapelle Hessenwinkel: Das Architekturbüro Jürgensen & Bachmann erbaute sie 1910.
Auch die Baugeschichte des Strandbads Müggelsee lässt sich an konkreten Daten festmachen. Es wurde 1929 bis 1930 von Martin Wagner und Hennings erbaut und befindet sich in Rahnsdorf am Fürstenwalder Damm 838. Zum Strandbad gehören ein Terrassengebäude, eine Eingangshalle und eine Pförtnerwohnung. In zeitlicher Folge liegen der Wiederaufbau der Dorfkirche, die Waldkapelle und das Strandbad vor dem Sandsteinrelief von 1999: So begegnen Ihnen sowohl ältere Baugeschichte als auch ein späteres Erinnerungszeichen.
Spaziergänge und Kanäle
Im geschützten Gebiet Müggelsee und Fredersdorfer Mühlenfließ können Sie von der Waldschänke Rahnsdorf bis zur Mündung in den Müggelsee am Fließ entlang spazieren. Von der Mole bietet sich bei Sonnenuntergang ein romantischer Blick auf die weite Seefläche. Der Spaziergang am Fließ und der Aussichtspunkt an der Mole setzen unterschiedliche Akzente: einmal steht der Weg am Wasser im Vordergrund, einmal der Blick über den See.
Im Gebiet Neu-Venedig fächert sich die Müggelspree in fünf Kanäle auf. Diese lassen sich mit dem Kanu, auf dem SUP oder mit einem kleinen Motorboot erkunden. Damit stehen für die Kanäle drei unterschiedliche Wasserfahrzeuge zur Auswahl. Wenn Sie lieber zu Fuß unterwegs sind, bietet der Spaziergang am Fließ eine andere Möglichkeit, die Wasserlandschaft zu erleben.
Wanderung und Fährverbindungen
Die SO03-Verbindungstour führt von Friedrichshagen nach Rahnsdorf. Sie ist etwa acht Kilometer lang und dauert ungefähr zweieinhalb Stunden. Diese Angaben helfen bei der Einschätzung des Zeitaufwands; prüfen Sie vor dem Start die Bedingungen auf der Route. Die Wanderung ist damit eine eigene Planungsoption neben den Spaziergängen am Fließ und den Erkundungen der Kanäle.
Die Anlegestelle Kruggasse der Fähre F24 ist vom S-Bahnhof Rahnsdorf mit der Buslinie 161 erreichbar. Die Haltestelle Grünheider Weg liegt am nächsten zur Anlegestelle. Die Überfahrt mit der F24 dauert etwa fünf Minuten und kann mit einem gültigen Fahrschein zum Kurzstreckentarif genutzt werden.
Die saisonale Fähre F23 verbindet den Müggelwerderweg über Müggelhort und Neu Helgoland mit der Kruggasse in Rahnsdorf. Sie kann Teil einer Fahrradrunde um den Müggelsee sein. Für eine Fahrradtour ist damit neben der Fahrtstrecke auch die saisonale Verbindung zu berücksichtigen; prüfen Sie vor der Planung den Fahrplan der Fähre.
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