Berlin lässt sich durch unterschiedliche Blickwinkel entdecken: Eine Pflanzenwelt mit Arten aus allen Kontinenten steht neben Gärten, deren Gestaltung verschiedene Kulturen aufgreift. Museen erzählen von weit zurückliegenden Epochen, während Orte der Erinnerung die jüngere Geschichte der Stadt in den Mittelpunkt rücken. Diese Kontraste geben Ihnen Spielraum, Ihren Besuch nach den Themen auszurichten, die Sie besonders interessieren.
Botanische Vielfalt und gestaltete Gärten
Der Botanische Garten umfasst 43 Hektar und beherbergt 20.000 Pflanzenarten aus allen Kontinenten. Schon diese Zahlen verbinden zwei Perspektiven: die Vielfalt der Pflanzenwelt und den großzügigen Maßstab der Anlage. Im Tropenhaus rückt zusätzlich die Architektur ins Blickfeld. Das 25 Meter hohe Jugendstilgebäude ist von 14 weiteren Schaugewächshäusern umgeben. So begegnen sich botanische Sammlung und Baukunst an einem Ort.
Eine andere Form der Gartengestaltung zeigen die Gärten der Welt. Dort finden Sie Themengärten und Gartenkabinette aus verschiedenen Kulturen sowie zeitgenössische Gartenkunst. Für die Internationale Gartenausstellung Berlin 2017 wurden die Gärten der Welt zusammen mit dem Kienbergpark auf 43 Hektar erweitert. Die Anlage bietet Möglichkeiten zur Ruhe, zur Naturbeobachtung, zum Spiel und für kulturelle Angebote. Sie können diese unterschiedlichen Zugänge bei Ihrer Auswahl mitdenken, statt einen Gartenbesuch auf ein einziges Thema zu beschränken.
Auch der Britzer Garten ergänzt das Bild gestalteter Grünräume: Er verfügt über vier Themengärten, und jedes Jahr finden dort drei Blumenschauen statt. Wenn Sie eine dieser saisonalen Schauen einplanen möchten, prüfen Sie vor der Reise die Termine. Während im Botanischen Garten 20.000 Pflanzenarten aus allen Kontinenten im Mittelpunkt stehen, prägen im Britzer Garten vier Themengärten und drei jährlich stattfindende Blumenschauen den Besuch.
Sammlungen, Kunst und Tierwelt
Auf der Museumsinsel reicht die Bandbreite der Sammlungen in fünf Museen von der Prähistorie bis zur Kunst des 19. Jahrhunderts. Zu sehen sind einzigartige Sammlungen europäischer und mediterraner Kunst und Kultur. Seit 1999 gehört die Museumsinsel zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie können die Museen und ihre Sammlungen auf eigene Faust oder im Rahmen von Führungen besichtigen. Der zeitliche Bogen und die unterschiedlichen Sammlungen geben Ihrem Besuch einen klaren kulturellen Schwerpunkt.
Der Zoo Berlin setzt einen anderen Akzent: Er ist Deutschlands ältester Zoo und beherbergt viele vom Aussterben bedrohte Arten sowie seltene Haustierrassen. So reicht die Bandbreite möglicher Entdeckungen in Berlin von Kunst- und Kulturgeschichte bis zur Tierwelt, ohne dass beide Themen dasselbe Erlebnis versprechen.
Orte der Teilung und Stadtraum
Der Mauerpark ist der ehemalige Mauerstreifen zwischen Prenzlauer Berg und Wedding. Direkt neben dem Park in Prenzlauer Berg gibt es einen Flohmarkt, dessen Stände überwiegend von privaten Händlern und nicht von professionellen Verkäufern betrieben werden. Wenn Sie den Marktbesuch einplanen möchten, informieren Sie sich vorab über die aktuellen Betriebstage.
Im Amphitheater des Mauerparks findet seit 2009 sonntags bei gutem Wetter ab 15 Uhr Karaoke statt. Besucher können dort vor Publikum singen. Wetter und konkrete Veranstaltungsdetails gehören zu dieser Bedingung; prüfen Sie deshalb vor Ihrem Besuch, ob der Termin stattfindet.
Das Berlin Wall Memorial erstreckt sich über 1,4 Kilometer entlang der Bernauer Straße auf dem ehemaligen Grenzstreifen zwischen Ost- und West-Berlin. Es enthält den letzten erhaltenen Abschnitt der Berliner Mauer sowie das dahinterliegende Grenzgelände und ist die zentrale Gedenkstätte für die deutsche Teilung. An der East Side Gallery können Sie entlang eines 1.316 Meter langen Mauerabschnitts spazieren, dem längsten zusammenhängenden noch erhaltenen Abschnitt der Berliner Mauer. Das Memorial bündelt Gedenken und Grenzgelände; bei der East Side Gallery steht das Gehen entlang des erhaltenen Mauerabschnitts im Mittelpunkt. Regelmäßig gibt es dort öffentliche Überblicksführungen zu verschiedenen Themen. Sie dauern etwa eine Stunde und werden mit Audioguides durchgeführt; prüfen Sie den Termin vor Ihrer Reise.
Für die Orientierung im Stadtraum ist außerdem der Mauerweg ein eigener Bezugspunkt: Er ist Teil der Grünen Hauptwege Berlins. Dieses Netz umfasst Spazierwege, Promenaden und durchgrünte Straßenräume und ist fast 550 Kilometer lang. Die verschiedenen Wegtypen zeigen, dass das Berliner Wegenetz mehr als eine einzelne Art von Spaziergang umfasst.
Praktische Orientierung für Ihren Besuch
Wenn Sie öffentlichen Nahverkehr nutzen möchten, verbindet die Berlin WelcomeCard einen Fahrschein für den öffentlichen Nahverkehr mit einer kostenfreien App. Sie ist für den Tarifbereich Berlin AB oder Berlin ABC und mit einer frei wählbaren Gültigkeitsdauer von 48 Stunden bis sechs Tagen erhältlich. Welche Tarifzone und Dauer zu Ihrem Aufenthalt passen, können Sie anhand Ihrer eigenen Planung abwägen; prüfen Sie die geltenden Konditionen vor der Reise.
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