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Berlin-Reinickendorf bietet unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Reiseplanung: die Architektur der Weißen Stadt, die Dorfgeschichte rund um Alt-Reinickendorf und gestaltete Grünräume am Kienhorstpark und Schäfersee. Wer Hotels in Berlin-Reinickendorf sucht, kann den Schwerpunkt danach setzen, ob Baugeschichte, dörfliches Erbe oder ein Spaziergang am Wasser besonders interessiert.

Die Weiße Stadt und die Architektur der Moderne

Entlang der Schillerpromenade wurde die Weiße Stadt zwischen 1928 und 1931 von Bruno Ahrends, Wilhelm Büning und Otto Rudolf Salvisberg erbaut. Sie gehört zu den sechs Siedlungen der Berliner Moderne und ist seit 2008 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Ihr Stil ist die Neue Sachlichkeit. Die Fläche umfasst 14 Hektar und bietet Raum für über 1.000 Wohnungen. Kindergärten, Geschäfte und Arztpraxen wurden ebenfalls eingeplant. So gehören zur Geschichte der Weißen Stadt nicht nur Architektur und Stil, sondern auch der Maßstab des Siedlungsentwurfs und seine vorgesehenen Alltagsfunktionen.

Dorfkirche und Büdnerhof in Alt-Reinickendorf

Die spätmittelalterliche Dorfkirche Alt-Reinickendorf ist äußerlich seit über 500 Jahren unverändert erhalten geblieben. Ihr Chorschluss in Form eines Halbkreises ist in Berlin einmalig. In der Kirche befindet sich ein Flügelaltar aus dem 16. Jahrhundert, den ein unbekannter Maler nach Motiven aus Albrecht Dürers „Kleiner Holzschnittpassion“ schuf. Damit treffen an der Kirche ein besonderes architektonisches Merkmal und ein kunsthistorisches Detail aufeinander.

Ein weiterer Bezug zur Dorfgeschichte ist der Büdnerhof Ribbe auf dem Grundstück Alt-Reinickendorf 35. Er ist das älteste noch erhaltene Wohnhaus des Angerdorfes und vermittelt einen Eindruck vom ursprünglichen dörflichen Charakter Reinickendorfs. Zusammen mit der Dorfkirche bietet das Wohnhaus einen anderen Blick auf das bauliche Erbe: Hier steht die Geschichte eines Wohnhauses neben der eines Kirchengebäudes.

Gartendenkmal, Teich und Schäfersee

Der Kienhorstpark ist ein Gartendenkmal aus den Jahren 1931 bis 1932. In ihm liegt ein Teich mit landschaftlich gestaltetem Ufer. An der Ostseite des Teichs, dort, wo der Kienhorstgraben den Teich verlässt, befindet sich ein Aussichtsplateau aus gemauerten Betonbruchsteinen. Die genaue Lage verknüpft das Plateau mit dem Übergang vom Teich zum Graben; neben der Datierung des Gartendenkmals wird so auch ein konkretes Element seiner Gestaltung greifbar.

Am Schäfersee gibt es mehrere Möglichkeiten, Bewegung und Aufenthalt am Wasser zu verbinden. Eine Umrundung des Sees dauert zu Fuß zwischen 20 und 25 Minuten. Breit angelegte Wege am Schäfersee laden zu einem erholsamen Spaziergang oder einer kurzen Fahrt mit dem Fahrrad ein. Das Schilf am Ufer wird von Vögeln als Brutgebiet genutzt. Die Zeitangabe zur See-Umrundung und die beschriebenen Wege helfen, eine Fußrunde von den weiteren Möglichkeiten zum Gehen oder Radfahren zu unterscheiden.

Eine andere Planungsgröße bietet die Radroute 5: Sie führt über 17 Kilometer von Heiligensee zum Pankegrünzug. Alt-Reinickendorf gehört zu den genannten Sehenswürdigkeiten und Highlights entlang der Route. Im Vergleich zur See-Umrundung, für die eine Gehzeit genannt ist, beschreibt die Route eine Strecke mit Endpunkten und Kilometerangabe. So können Sie zwischen einer zeitlich umrissenen Fußrunde und einer längeren Radtour wählen, ohne die beiden Angaben miteinander zu verwechseln.

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