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Schloss- und Parkgeschichte, eine kommunale Galerie und längere Wege durch grüne Siedlungen geben Biesdorf verschiedene Schwerpunkte. Wer einen Aufenthalt plant, kann sich daran orientieren, ob Baugeschichte und Ausstellungen oder eher Landschaft und Wege im Mittelpunkt stehen sollen.

Schloss, Galerie und Dorfkirche

Das Ensemble Schloss und Park Biesdorf mit seiner Villa und dem zunächst nur vier Hektar großen Park wurde 1867/1868 im Auftrag des Freiherren von Rüxleben errichtet. Nach 1889 gestaltete der königliche Gartenbaudirektor Albert Brodersen den inzwischen auf fast 15 Hektar erweiterten Schlosspark neu. Schloss Biesdorf hat heute eine kulturelle Funktion: Als kommunale Galerie des Bezirks Marzahn-Hellersdorf zeigt es bei freiem Eintritt wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst und des kulturellen Erbes.

Auch die Dorfkirche Biesdorf erzählt von mehreren Bauphasen. Das Baudenkmal stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist mit einem ehemaligen Friedhof verbunden; zugleich gehört es zum Ensemble Alt-Biesdorf. Ludwig Tiedemann baute die Kirche 1897–1898 um. Nach Kriegsschäden wurde sie 1950–1951 wiederhergestellt. Damit stehen am Ort mittelalterliche Baugeschichte, ein späterer Umbau und der Wiederaufbau nach dem Krieg nebeneinander.

Schlosspark und Biesdorfer Baggersee

Der als Denkmal geschützte Schlosspark weist den ältesten und größten zusammenhängenden Baumbestand in Marzahn auf. Zu den um 1900 entstandenen Anlagen zählen der Fontänenteich, der Eiskeller mit doppelter Freitreppe und der Teepavillon. Ein Lawn-Tennisplatz aus dieser Anlage dient heute als Lesegarten. Gerade dieser Wechsel von früherer Nutzung zu heutiger Funktion macht den Ort auch für Besucher interessant, die neben der Parkgeschichte einzelne bauliche Details betrachten möchten.

Ein anderes Kapitel der Landschaftsgeschichte erzählt der Biesdorfer Baggersee: Er ist eine ehemalige Kiesgrube, die sich nach dem Ende des Kiesabbaus selbstständig mit Grund- und Regenwasser gefüllt hat. Seine Entstehung ist damit eng an die frühere Nutzung als Abbaufläche gebunden.

Wege und längere Strecken

Der 16 Kilometer lange Wuhletalweg begleitet die Wuhle vom Eiche-Park in Ahrensfelde bis zu ihrer Mündung in die Spree in Köpenick. Ab der Bundesstraße B1/B5 führt der Grünzug durch die weiträumigen Einfamilienhaussiedlungen von Biesdorf, Kaulsdorf und Köpenick. Damit ist Biesdorf ausdrücklich Teil des beschriebenen Wegverlaufs.

Der Kaulsdorfer Weg ist mit 17 Kilometern etwas länger und führt von Treptow nach Mahlsdorf größtenteils durch grüne Siedlungen. Die beiden Wegbeschreibungen unterscheiden sich nicht nur um einen Kilometer: Beim Wuhletalweg sind der Flusslauf und die Endpunkte genannt, beim Kaulsdorfer Weg der überwiegend grüne Siedlungscharakter. Prüfen Sie vor einer Tour die aktuellen Wegdetails, wenn Sie Ihre Strecke konkret planen.

Besuch und Übernachtung planen

In der Gnadenkirche Biesdorf finden Gottesdienste aller Art und kirchenmusikalische Veranstaltungen statt. Da Veranstaltungstermine wechseln können, lohnt sich ein Blick auf den aktuellen Zeitplan, wenn Sie einen Besuch danach ausrichten möchten.

Am Schloss ist der Zugang barrierefrei gestaltet; die WC-Bereiche sind rollstuhlgeeignet und Parkplätze befinden sich im direkten Umfeld. Barrierefreie Zugänge zum Park gibt es an den Eingängen Parkweg, Blumberger Damm und am S-Bahnhof Biesdorf. Wenn diese Bedingungen für Ihre Planung entscheidend sind, prüfen Sie die aktuellen Zugangsinformationen vor dem Besuch.

Bei der Suche nach einer Ferienwohnung in Biesdorf hilft es, den eigenen Schwerpunkt vorab festzulegen: Soll die Baugeschichte mit Galerie und Park den Aufenthalt prägen, oder möchten Sie vor allem Zeit für längere Wege einplanen? So lässt sich die Suche an den geplanten Interessen ausrichten, ohne die Streckenlängen mit einem kurzen Besuch gleichzusetzen.

Weitere Reiseziele entdecken: Marzahn, Zehlendorf, Weißensee, Mahlsdorf, Berlin-Prenzlauer Berg, Charlottenburg, Lichtenberg, Altglienicke.

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