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Hellersdorf liegt im Grünen und ist von der Hönower Weiherkette und dem Wuhletal umgeben. Naturbeobachtung, weite Aussicht und Spuren des früheren Dorfes setzen unterschiedliche Akzente. Auch die Hellersdorfer Promenade gehört zum Bild des Ortsteils: Sie verläuft als Fußgängerzone zwischen den Plattenbauten, und im Frühling blühen dort die Kirschbäume zartrosa.

Wuhletal und Kienbergpark: Landschaft und Freiraum

Das Wuhletal ist von Auen- und Wiesenlandschaften sowie kleineren, überwiegend künstlich angelegten Gewässern wie dem Wuhleteich geprägt. Teilweise neu angelegte Flachwasserzonen machen den Bereich zu einem bewusst zu schützenden Naturraum, in dem sich Tier- und Pflanzenwelt weiterentwickeln können. Wer sich für Landschaft und Artenvielfalt interessiert, findet hier einen anderen Schwerpunkt als bei einem Blick über die Stadt: Im Wuhletal stehen die Gewässer und die schützenswerte Natur im Vordergrund.

Der 60 Hektar große Kienbergpark bietet Raum für Freizeit, Spiel und Naturerfahrung; in seinem Zentrum liegt der 110 Meter hohe Kienberg. Der Park ist eine öffentliche Grünanlage und uneingeschränkt zugänglich. Da sich Zugangsbedingungen ändern können, prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Besucherhinweise. Mit der „Wilden Welt“ gibt es auf dem Kienberg außerdem einen Naturerfahrungsraum für Kinder und Jugendliche: Auf 16.000 Quadratmetern bietet er einen großen Freiraum zum selbstständigen Toben und Spielen in der Natur.

Wuhlesteg und Wolkenhain: zwei Perspektiven

Der etwa 280 Meter lange Wuhlesteg verbindet die Ortsteile Marzahn und Hellersdorf. Von ihm bieten sich Ausblicke auf schützenswerte Vegetation und eine artenreiche Fauna. Der höchste Punkt des Wolkenhains liegt auf 120 Metern über dem Meeresspiegel. Von dort reicht der Blick über das Berliner Zentrum mit dem Fernsehturm hinaus bis in das brandenburgische Land. Die beiden Orte setzen unterschiedliche Blickpunkte: Am Steg richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Natur, vom Wolkenhain aus auf das weitere Panorama.

Am Wolkenhain steht Besucherinnen und Besuchern mit eingeschränkter Mobilität ein Aufzug zur Verfügung. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Angaben zu den Zugangsbedingungen. Die Grünanlage und der Aufzug sind verschiedene Orientierungspunkte für den Aufenthalt; die Aussicht vom Wolkenhain bildet dabei einen eigenen Schwerpunkt neben den Naturbereichen des Wuhletals.

Ausgrabungen und Ortsgeschichte

Die Geschichte des früheren Dorfes Hellersdorf wird durch archäologische Funde greifbar. Bei Ausgrabungen von 1983 bis 1986 auf dem Gebiet des ehemaligen Dorfes, etwa in der Nähe des heutigen U-Bahnhofs Cottbusser Platz, wurden die frühere Dorfkirche und ein Friedhof entdeckt. Zum Fundspektrum gehörten außerdem Wohnhäuser, ein Backofen und Alltagsgegenstände. Die Funde reichen damit von Spuren des gemeinschaftlichen Lebens bis zu Einblicken in den Alltag. Sie geben der Ortsgeschichte einen konkreten Bezug, ohne dass dafür ein einzelner Fundtyp für das ganze frühere Dorf stehen muss.

Mitmachen und nachhaltige Entwicklung

Im Kienberggarten bewirtschaftet eine Gartengemeinschaft etwa 600 Quadratmeter nach den Prinzipien der Permakultur. Interessierte sind zur Mitarbeit eingeladen. Das ist ein anderer Zugang zur Natur als die freie Spiel- und Erfahrungsfläche der „Wilden Welt“: Hier steht gemeinschaftliches Gärtnern im Mittelpunkt, dort selbstständiges Spielen von Kindern und Jugendlichen.

Das Umweltbildungszentrum am Westufer des Wuhleteichs liegt auf einer 20 Meter breiten und 60 Meter langen Lärchenholzplattform. Die Plattform entstand für die IGA Berlin 2017 am westlichen Ende des Wuhlestegs. Zum Zentrum gehören eine Seeterrasse und ein Platz am See; es dient als Lernort für nachhaltige Entwicklung und als zentraler Anlaufpunkt. Der offene Raum lädt zu Vorträgen und Workshops ein. Damit ergänzen Lernen und gemeinschaftliche Aktivitäten die Naturerfahrung im Park, ohne mit der Aussicht vom Wolkenhain oder den archäologischen Spuren des früheren Dorfes verwechselt zu werden.

Eine saisonale Seite Hellersdorfs

Wer neben Grünflächen auch den städtischen Charakter Hellersdorfs wahrnehmen möchte, findet ihn an der Hellersdorfer Promenade. Die Fußgängerzone liegt zwischen den Plattenbauten; im Frühling setzen die zartrosa blühenden Kirschbäume einen saisonalen Akzent. So reicht das Bild des Ortsteils von Wiesen, Gewässern und Naturerfahrung bis zu einer Fußgängerzone mit ihrer eigenen Jahreszeit.

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