Für die Suche nach einer Ferienwohnung in Friedrichshain lohnt es sich, zuerst die gewünschte Perspektive auf den Aufenthalt zu bestimmen: Parkgestaltung, monumentale Architektur oder digitale Spielkultur. Der Volkspark Friedrichshain, die East Side Gallery und das Computerspielemuseum bieten dafür sehr unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Die Karl-Marx-Allee ergänzt den Blick auf die Stadtgeschichte; die Oberbaumbrücke steht für eine Spreequerung unter einem U-Bahnviadukt.
Parkgeschichte und Märchenbrunnen
Der Volkspark Friedrichshain wurde 1846–1848 nach Plänen von Gustav Meyer angelegt, der später erster Berliner Stadtgartendirektor wurde. Der Park gehört zu den ältesten kommunalen Parks Berlins. Sein Wegenetz ist dicht verzweigt und geschwungen; in der Mitte liegt eine prächtige Promenade mit Aussichtsplatz. Unter dem Aussichtsplatz mündete ein Bachlauf in den Großen Teich.
Die Hauptattraktion des Volksparks ist der Märchenbrunnen. Seine romantischen Märchenfiguren stammen von Ignatius Taschner und Georg Wrba. Der Brunnen steht seit 1959 unter Denkmalschutz. So treffen in der Parkanlage unterschiedliche historische Zeitbezüge aufeinander: die Anlage aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und der spätere Schutz des Brunnens. Wenn Sie sich für Gestaltung interessieren, bieten Promenade, Aussichtspunkt und Märchenfiguren jeweils einen eigenen Blick auf den Park.
Straßenarchitektur und Spreequerung
Die Karl-Marx-Allee erstreckt sich zwischen Strausberger Platz und Frankfurter Tor. Zu DDR-Zeiten hieß sie Stalinallee; mit ihrer monumentalen Straßenbebauung war sie die Vorzeigestraße Ostberlins. Die frühere Bezeichnung und diese historische Rolle gehören zusammen, wenn Sie die Baugeschichte der Allee einordnen möchten.
Ein History Walk führt zu 24 Ankerbauten entlang der Karl-Marx-Allee. Eine interaktive Karte markiert deren Lage und weist den Weg. Damit bietet die Tour eine Orientierung zu den architektonischen Schlüsselbauten der Allee. An der Oberbaumbrücke können Fußgänger unter dem U-Bahnviadukt der ältesten U-Bahnlinie Berlins über die Spree gehen. Hier geht es nicht um eine Straßenfassade, sondern um eine Querung, bei der Fluss und Bahnviadukt denselben Ort prägen.
Open-Air-Kunst und Computerspielgeschichte
Die East Side Gallery in Friedrichshain gilt als längste Open-Air-Galerie der Welt. Sie steht seit November 1991 unter Denkmalschutz. Ihre Einordnung als Galerie und der Schutzstatus beschreiben zwei Seiten dieses Ortes: die Kunst im öffentlichen Raum und seine denkmalpflegerische Bedeutung.
Das Computerspielemuseum eröffnete 1997 in Berlin die weltweit erste ständige Ausstellung zur digitalen interaktiven Unterhaltungskultur. Die aktuelle Dauerausstellung wurde 2011 im ehemaligen Café Warschau in Berlin-Friedrichshain eröffnet und zeichnet die Entwicklung des Computerspiels in den vergangenen 70 Jahren nach. Von mehr als 300 Exponaten können über 30 selbst gespielt und ausprobiert werden; je nach Sonderausstellung sind es auch mehr. Der Gesamtbestand und die spielbare Auswahl geben Ihnen zwei unterschiedliche Anhaltspunkte für einen Besuch: die Entwicklung des Mediums und die Möglichkeit, selbst Spiele auszuprobieren.
Eine Besichtigungstour zeitlich einordnen
Eine Besichtigungstour durch Friedrichshain beginnt an der U-Bahn-Station Frankfurter Tor, an der auch zwei Tramlinien fahren. Vom Ausgehviertel rund um die Simon-Dach-Straße führt sie zu Aussichtspunkten an der Spree, mit einem Abstecher in den Treptower Park, weiter zur East Side Gallery und zur Karl-Marx-Allee und schließlich in den Volkspark Friedrichshain. Für die reine Fahrzeit sind eine Stunde und 20 Minuten angegeben; Zeit für Stopps ist darin nicht enthalten. Die Zeitangabe hilft Ihnen daher, die Fahrt auf der Tour von der Aufenthaltszeit an ihren Stationen zu unterscheiden.
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