Zum Inhalt

In Britz treffen zwei unterschiedliche Interessen aufeinander: die Baugeschichte der Dorfkirche und die Landschaft des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin. Das gibt der Ortswahl einen kulturellen und einen naturbezogenen Schwerpunkt. Wer sich für Architektur interessiert, kann die verschiedenen Bauphasen der Kirche einordnen; wer gern draußen unterwegs ist, findet im regionalen Naturraum Rundwege und Bademöglichkeiten.

Anreise und Orientierung

Britz ist über Straße, Bahn sowie Rad- und Wanderwege angebunden. Am Bahnhof Britz gibt es eine Park-and-Ride-Anlage. Da sich ihr Status ändern kann, prüfen Sie bitte vor der Reise, ob die Anlage aktuell zur Verfügung steht. Die unterschiedlichen Anbindungen geben Ihnen einen Rahmen für die Anreiseplanung, ohne eine bestimmte Verkehrsmittelwahl vorauszusetzen.

Dorfkirche Britz: Bauformen und Orgelgeschichte

Die Dorfkirche Britz ist eine Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert und als Hallenkirche angelegt. Ihre Baugeschichte endet jedoch nicht mit dieser frühen Datierung: Umbauten in den Jahren 1895 und 1934 prägten die heutige Erscheinung stark. So stehen der mittelalterliche Kirchenbau und spätere Veränderungen als unterschiedliche Etappen nebeneinander.

An den Längsseiten gliedern barocke Fensterachsen die Fassaden; an der Ostseite befindet sich ein geschwungener neobarocker Giebel. Außen- und Innenbereich wurden 2006 bis 2008 vollständig saniert. Die Kirche vereint damit mehrere Gestaltungsphasen: die Bauform und das Feldsteinmauerwerk des 13. Jahrhunderts, barocke beziehungsweise neobarocke Details und eine umfassende Sanierung im 21. Jahrhundert.

Auch die Orgelgeschichte bietet einen eigenen zeitlichen Bezugspunkt. Carl August Buchholz baute 1846 die erste Orgel der Dorfkirche. Die Orgel wurde 2017 von Schuke vollständig restauriert. Diese Daten unterscheiden den Bau des ersten Instruments von der späteren Restaurierung und ergänzen den Blick auf die Architektur um die Geschichte der Ausstattung.

Naturraum und Touren in der Region

Das Gemeindegebiet von Britz liegt im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Zum Landschaftsbild des Reservats gehören rund 240 Seen, Tausende Moore sowie ausgedehnte Wiesen und Felder. Vernetzte Rundwege führen durch Wald-, Seen- und Moorlandschaften; außerdem gibt es Bademöglichkeiten an klaren Seen. Prüfen Sie die Bedingungen einzelner Wege und Badestellen jeweils gesondert, bevor Sie Ihren Tagesplan festlegen.

Im Reservat leben Populationen verschiedener Adlerarten, von Kranichen und Schwarzstörchen sowie von Bibern und Fischottern. Die Artenvielfalt ergänzt die Landschaftsformen um einen weiteren Naturbezug. Wenn Sie Ihre Zeit im Freien planen, können Sie so zwischen Wandern, Baden und dem Naturraum als Beobachtungsthema unterscheiden, ohne diese Angebote mit einem einzelnen Ort oder Weg gleichzusetzen.

Barnim als übergeordneter Rahmen

Im übergeordneten Reiseziel Barnim kommen weitere Kultur- und Technikthemen hinzu. Das Kloster Chorin ist ein Schlüsselwerk der norddeutschen Backsteingotik. Das Schiffshebewerk Niederfinow ist Deutschlands ältestes noch arbeitendes Schiffshebewerk; der Finowkanal gilt als Deutschlands älteste noch schiffbare künstliche Wasserstraße. So lässt sich die Dorfkirche in Britz als örtliches Architekturthema von den weiteren regionalen Schwerpunkten unterscheiden.

Auch Rad- und Wanderrouten bieten im Barnim einen größeren Maßstab: Das Radwanderwegenetz im Landkreis umfasst insgesamt 610 Kilometer. Der Rundwanderweg „Rund um die Schorfheide“ ist 143 Kilometer lang und führt durch den Naturpark Barnim. Für Fragen zu touristischen Angeboten in der Schorfheide-Chorin-Region ist die Tourist-Information im Kloster Chorin eine Anlaufstelle; prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten.

Weitere Reiseziele entdecken: Schorfheide, Oderberg, Hohenfinow, Parsteinsee, Althüttendorf, Eberswalde, Liepe, Werneuchen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Barnim.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.