In Liepe treffen zwei unterschiedliche Reiseinteressen auf konkrete Anknüpfungspunkte: die Baugeschichte der heutigen Dorfkirche und das Wegenetz am Landhof. Für Ihre Planung können Sie Kultur und Bewegung getrennt gewichten. Bei Führungen ist die Voranmeldung wichtig; beim Radfahren lohnt es sich, auf den jeweiligen Wegtyp zu achten.
Dorfkirche und Mühlengeschichte
Die heutige Dorfkirche Liepe ist eine Fachwerkkirche. Ihr verbretterter Westturm ist quadratisch und zweigeschossig. Errichtet wurde die Kirche von 1950 bis 1954 an der Stelle einer Vorgängerkirche. Fachwerkbau und Turmform geben zwei konkrete Merkmale vor, an denen sich die Architektur beschreiben lässt. Führungen in der Kirche und durch das Dorf können nach Voranmeldung vereinbart werden. Wenn Sie eine Führung einplanen, stimmen Sie sie daher vorab ab.
Zur Ortsgeschichte gehören auch die Grambergsche Mühle und die Friedrich Wilhelms Mühle von Pattri. Die Mühle von Pattri wurde 1841 errichtet; die Grambergsche folgte kurz darauf. Beide gehörten zu den ältesten Sägemühlen des Ortes. So stehen zwei historische Zeitbezüge nebeneinander: die frühe Sägemühlengeschichte und der Bau der heutigen Dorfkirche gut ein Jahrhundert später. Das ergänzt den Blick auf Liepe um eine Ortsgeschichte, die sich nicht nur an einem Gebäude festmacht.
Wege und Radfahren
Das Gebiet am Landhof Liepe verfügt über ein ausgedehntes Wegenetz. Die asphaltierten Treidelwege werden von Radfahrern, Skatern und Rollstuhlfahrern genutzt. Eine andere Art des Unterwegsseins beschreibt der Fernradweg L29: Er verläuft als Mischverkehr auf der Fahrbahn durch die Ortsdurchfahrt Liepe. Der Abschnitt ist 492 Meter lang. Für die Planung sind die Unterschiede wichtig: Hier geht es einmal um asphaltierte Treidelwege im Gebiet am Landhof, dort um einen Abschnitt auf der Fahrbahn mit Mischverkehr. Prüfen Sie vor der Fahrt die örtlichen Bedingungen.
Barnim als übergeordneter Rahmen
Im übergeordneten Reiseziel Barnim kommen weitere, ausdrücklich regionale Themen hinzu. Das Kloster Chorin ist ein Schlüsselwerk der norddeutschen Backsteingotik; das Schiffshebewerk Niederfinow ist Deutschlands ältestes noch arbeitendes Schiffshebewerk. Backsteinarchitektur und Ingenieurbau setzen dabei unterschiedliche kulturelle Akzente. Der Geopark Eiszeitland am Oderrand erstreckt sich im Nordosten Brandenburgs über die Landkreise Uckermark und Barnim.
Auch für Rad- und Wanderthemen bietet Barnim einen eigenen Rahmen: Radfahren im Naturpark Barnim ist eine Besucheraktivität im Landkreis, dessen Radwanderwegenetz insgesamt 610 Kilometer umfasst. Der Rundwanderweg „Rund um die Schorfheide“ führt durch den Naturpark Barnim und ist 143 Kilometer lang. Da sich Wegbedingungen ändern können, prüfen Sie diese vor einer konkreten Wanderung. Für Erholung gibt es im Barnim zahlreiche Badeseen. Auf dem Werbellinsee werden Seerundfahrten angeboten, auf dem Finowkanal sind Kanutouren möglich. Der Finowkanal ist Deutschlands älteste noch schiffbare künstliche Wasserstraße.
Weitere Reiseziele entdecken: Wandlitz, Ahrensfelde, Eberswalde, Joachimsthal, Britz, Marienwerder, Melchow, Friedrichswalde
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