In Lieberose stehen unterschiedliche Entdeckungsschwerpunkte nebeneinander: Landschaften mit Moor, Offenland und Wanderwegen sowie ein Erbe aus Schloss-, Kirchen- und Forstgeschichte. Für die Planung können Sie sich daran orientieren, ob Sie Naturwege, Baugeschichte oder beides in den Blick nehmen möchten. Die Routen unterscheiden sich deutlich in ihrer Länge; die kulturellen Stationen setzen wiederum verschiedene historische Akzente.
Natur in Moor, Offenland und Heide
Die Lieberoser Wüste umfasst 550 Hektar und gilt als Deutschlands größte Offenlandfläche. In der Lieberoser Heide, der Lieberoser Wüste und im Sukzessionspark gehören Wanderwege und ein Lehrpfad zum Angebot. Ein eigener Naturbezug zeigt sich am Butzener Bagen: Der Libellenrundweg führt am Moor vorbei, wo sich im Sommer zahlreiche Libellen beobachten lassen. Diese Beobachtung ist saisonal; die Landschaft und die Wege bieten weitere Ansatzpunkte für einen Besuch zu anderen Zeiten.
Am Wildnispfad gibt es eine zwei Kilometer lange Runde um den Bergsee sowie den 15 Kilometer langen Käuzchenweg. Die beiden Strecken unterscheiden sich vor allem durch ihren Umfang: eine Runde über zwei Kilometer steht einem Weg über 15 Kilometer gegenüber. Prüfen Sie vor dem Besuch die Routenbedingungen. Der Sternenpfad setzt einen anderen Schwerpunkt. Seine Informations- und Erlebnisstationen behandeln Dunkelheit, nachtaktive Tiere und die Rolle der Himmelskörper bei der Orientierung. Damit stehen neben der Weglänge auch unterschiedliche Themen zur Auswahl.
Schloss, Park und Kirchenplatz
Schloss Lieberose zählt zu den größten Barockschlössern Brandenburgs. Der vierflügelige Komplex aus dem 18. Jahrhundert wurde aus einer Wasserburg des 14. Jahrhunderts wiederaufgebaut. An dieser Baugeschichte lässt sich der Wandel von der mittelalterlichen Wasserburg zur späteren Schlossanlage ablesen. Der Schlosspark umfasst 34 Hektar und schließt Wege sowie einen Schlossteich ein; er bildet einen eigenen Landschaftsaspekt neben dem Schlossbau.
Auf dem historischen Kirchplatz liegen die Ruinen der Stadtkirche neben der Landkirche. Die Landkirche bewahrt Ausstattungsstücke aus der früheren Kirche. Dazu zählen ein Taufstein von 1603 und ein Renaissance-Epitaph aus dem Jahr 1597 für Joachim den Reichen von der Schulenburg. Die Jahreszahlen geben den einzelnen Stücken ihren eigenen zeitlichen Bezug, während der Kirchplatz die Kirchenruinen und die Landkirche zusammenführt.
Stadtgeschichte und weitere Kulturthemen
Im Darre Museum stehen die Geschichte der Stadt und des Schlosses Lieberose sowie die lokale Forstgeschichte im Mittelpunkt. Außerdem bewahrt das Museum restaurierte Geräte aus einer früheren Trocknungs- und Extraktionsanlage. So gehört neben der Baugeschichte auch die Forstgeschichte zu den kulturellen Themen des Ortes.
Im übergeordneten Reiseziel Dahme-Spreewald ist das Dahme-Seengebiet zusammen mit dem Spreewald Teil des Reisegebiets im Landkreis Dahme-Spreewald. Das größere Reiseziel umfasst landschaftliche, historische und kulturelle Attraktionen. Ein Beispiel für einen weiteren Kulturakzent ist das Bauernmuseum Schlepzig: Es befindet sich in einem vollständig erhaltenen bäuerlichen Gebäudeensemble von 1818; das originalgetreu eingerichtete Wohnhaus zeigt das kleinbäuerliche Leben. Das Museum Funkerberg wiederum liegt am authentischen Ort der ersten deutschen Rundfunksendung. Sie wurde am 22. Dezember 1920 mit einem Weihnachtskonzert aus Königs Wusterhausen ausgestrahlt. Diese Beispiele gehören zum übergeordneten Reiseziel Dahme-Spreewald und ergänzen die auf Lieberose bezogenen Themen um weitere historische Perspektiven.
Weitere Reiseziele entdecken: Neu Zauche, Neuendorf Am See, Teupitz, Wildau, Kasel-Golzig, Schwielochsee, Drahnsdorf, Lübben
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