Falkenberg/Elster bringt Eisenbahngeschichte, Dorfkultur und Naturwege in ein gemeinsames Reiseziel. Die Auswahl reicht von einem technischen Denkmal im Bahnbetriebswerk über das Pfarrhaus und die Kirche in Schmerkendorf bis zu Wander- und Freizeitangeboten am Kiebitz nahe Falkenberg. So können Sie den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts nach Interesse zwischen Kulturgeschichte und Zeit im Freien setzen.
Bahngeschichte und Schmerkendorfer Zeugnisse
Die Dampflokomotive 52 5679 wurde im September 1989 als technisches Denkmal im Bahnbetriebswerk Falkenberg aufgestellt. Der Förderverein Brandenburgisches Eisenbahnmuseum Falkenberg (Elster) unterstützt die Einrichtung eines Museums, das die Eisenbahngeschichte der Region und des Eisenbahnknotenpunkts Falkenberg/Elster darstellen soll. Das Denkmal und das Vereinsziel geben unterschiedliche Einblicke in das Thema: eine aufgestellte Lokomotive und die geplante Darstellung der regionalen Eisenbahngeschichte.
In Schmerkendorf ist das denkmalgeschützte Pfarrhaus ein Fachwerkhaus mit einem Ausstellungsraum zur Dorf-, Kirchen- und Schulgeschichte. Die Kirche in Schmerkendorf stammt aus dem 12. Jahrhundert. An der ehemaligen Dorfschmiede steht eine etwa 700 Jahre alte Ulme, die möglicherweise als älteste Ulme im Land Brandenburg gilt. Zusammen ergeben diese Orte ein Bild, das neben der Eisenbahn auch Bau- und Ortsgeschichte einbezieht.
Wandern und Zeit am Kiebitz
Der Waldpark Schmerkendorf verfügt über einen Natur- und Erlebnispfad, der an das Wanderwegenetz der Region angeschlossen ist. Der Kiebitz nahe Falkenberg/Elster hat eine Wasserfläche von 70 Hektar und einen 1,35 Kilometer langen Sandstrand. Neben der Minigolfanlage befindet sich ein Escape-Irrgarten; am Kiebitz wird außerdem Strandgastronomie angeboten. Prüfen Sie bei konkreter Planung, welche Angebote verfügbar sind.
Der Kiebitzrundwanderweg ist 4 km lang. Der Natur- und Erlebnispfad im Waldpark Schmerkendorf ist anders beschrieben: Er ist an das Wanderwegenetz der Region angeschlossen. So stehen eine ausgewiesene Rundwanderung mit konkreter Länge und ein Pfad mit Verbindung ins größere Wegenetz zur Auswahl.
Eine kommunale Tourenbeschreibung aus dem Jahr 2013 führte empfohlene Fahrradrouten ab Kiebitz nach Herzberg (32 km), Wahrenbrück/Rothstein (40 km), Belgern/Mühlberg (60 km) und Doberlug/Kirchhain (58 km) auf. Als alternative Startmöglichkeit nannte sie jeden beliebigen Punkt in Falkenberg. Die Angaben zeigen unterschiedliche Streckenlängen für die Tourenplanung; prüfen Sie vor einer Fahrt die aktuelle Streckenführung.
Stadtarchiv Falkenberg/Elster
Im Stadtarchiv Falkenberg/Elster können Sie Archivalien einsehen, aber nicht ausleihen. Für wissenschaftliche, heimatkundliche und schulische Zwecke ist die Nutzung kostenfrei. Wenn Sie eine Einsichtnahme planen, klären Sie die Besuchszeiten vorab. Das Archiv ergänzt die sichtbaren historischen Orte um die Möglichkeit, Archivalien für eigene Recherchen zu nutzen.
Industriegeschichte im übergeordneten Reiseziel Elbe-Elster
Im übergeordneten Reiseziel Elbe-Elster kommt zur Eisenbahngeschichte eine weitere Perspektive auf Industrie und Energie hinzu. Die Brikettfabrik Louise in Domsdorf ist die älteste erhaltene Brikettfabrik Europas; dort können Besucher funktionierende historische Technik erleben und Dampfmaschinen entdecken. Das Kraftwerk Plessa zählt zu den ältesten Braunkohlekraftwerken Europas und ist in seiner ursprünglichen Bausubstanz erhalten. Besucher können dort authentische Kraftwerkstechnik aus den 1920er-Jahren besichtigen. Der geführte Rundgang „Weg der Kohle“ führt durch Außenbunker, Kesselhaus, Turbinentisch, Schaltwarte und Transformatorenbereich. Prüfen Sie vorab die Bedingungen für die Führung.
Weitere Reiseziele entdecken: Plessa, Röderland, Finsterwalde, Bad Liebenwerda, Herzberg, Fichtwald, Sallgast, Sonnewalde.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Elbe-Elster.