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Gröden verbindet sakrale Kunst mit einem Wegangebot, das sowohl zu Fuß als auch mit dem Rad beschrieben wird. Die Martinskirche ist ein markanter kultureller Blickpunkt; der in Gröden beginnende Heidebergrundweg eröffnet eine längere Strecke im Freien. Auch der Heidebergturm gehört zum Ortsbild: Er wurde am 15. August 2009 eingeweiht. Wegen Sanierungsarbeiten war der Turm zeitweise nicht zugänglich. Prüfen Sie vor einem Besuch lokal, ob der Zugang wieder möglich ist. Für einen Blick über Gröden hinaus bietet das übergeordnete Reiseziel Elbe-Elster weitere Kultur-, Industrie-, Natur- und Genussthemen.

Architektur und Kunst in der Martinskirche

In der Martinskirche treffen mehrere unterschiedliche architektonische und kunsthistorische Details aufeinander. Das Kirchenschiff besitzt eine Flachdecke und eine dreiseitige Empore; im Chor befindet sich außerdem eine Herrschaftsempore. Diese Gliederung verbindet die Gestaltung des Raums mit seiner besonderen Ausstattung.

Zum spätgotischen Schnitzaltar in Hayner Arbeit gehört ein Mittelschrein mit Maria und dem Kind, Petrus mit dem Schlüssel sowie Martin mit dem Bettler. Hinzu kommen ein hölzerner Kanzelkorb aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts und ein Triumphkreuz aus der Zeit um 1400. Auch das bemerkenswerte gotische Sakristeiportal zählt zu den prägenden Ausstattungsdetails. Am Kirchhof bestimmen große alte Bäume den Charakter des Platzes. Zusammen ergeben Kirche und Kirchhof einen kulturhistorischen Schwerpunkt, der sich deutlich von den Weg- und Landschaftsthemen rund um Gröden unterscheidet.

Heidebergrundweg, Turm und Eichberg

Der Heidebergrundweg beginnt in Gröden und lädt seit April 2005 Radfahrer und Wanderer ein. Der Heidebergrundweg verläuft überwiegend asphaltiert und eignet sich als längere Runde im Freien. Für die Planung lässt sich die Wegstrecke gut von den kürzeren Besichtigungsinteressen im Ort unterscheiden. Der Routenverlauf kann sich ändern, deshalb ist ein Blick auf die aktuelle Wegführung vor dem Aufbruch sinnvoll.

Nach dem Ortsausgang führt der Heideberg-Rundweg durch die Grödener Berge am Eichberg und Heideberg vorbei. Vom Eichberg bietet sich ein Blick in das Urstromtal. Bei guter Sicht sind dort die F60 in Lichterfeld, das Kraftwerk Plessa und der Winkpark Klettwitz zu sehen. Die Sichtweite hängt von den Bedingungen ab; der Aussichtspunkt liegt an einer Route außerhalb des Siedlungsbereichs.

Im näheren Umfeld findet jährlich im September der Heideberg-Turm-Treppenlauf statt. Wer seine Reise daran ausrichten möchte, sollte den Veranstaltungstermin prüfen. Ebenfalls am Eichberg liegt das Grödener Wintersportgelände mit Skilift, Skihütte und Rodelbahn. Da die Beschreibung keine aktuelle Betriebs- oder Zugangslage festlegt, empfiehlt es sich, diese vor einem geplanten Besuch zu prüfen.

Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Elbe-Elster

Elbe-Elster bietet einen eigenen regionalen Rahmen für Ausflüge, ohne dass seine Sehenswürdigkeiten zu Merkmalen Grödens werden. Vier bedeutende Museen im Landkreis bilden seit Januar 2015 einen gemeinsamen Museumsverbund. Das Museum Mühlberg 1547 widmet sich dem Treffen der Heere im Jahr 1547, das den Verlauf der Reformation prägte, und trägt das Europäische Kulturerbe-Siegel.

Auch das industrielle Erbe ist im Elbe-Elster-Land ein Thema. Die Brikettfabrik Louise in Domsdorf gilt als älteste erhaltene Brikettfabrik Europas; dort können Besucher funktionierende historische Technik und Dampfmaschinen erleben. Das Kraftwerk Plessa zählt zu den ältesten Braunkohlekraftwerken Europas und ist in seiner ursprünglichen Bausubstanz erhalten. Bei einem geführten Rundgang „Weg der Kohle“ führt die Route durch Außenbunker, Kesselhaus, Turbinentisch, Schaltwarte und Transformatorenbereich. Im Kraftwerk lässt sich zudem authentische Technik aus den 1920er-Jahren besichtigen. Wenn Sie diesen Rundgang einplanen, prüfen Sie die aktuellen Buchungsbedingungen.

Für Naturinteressen bieten Ranger-Ausflüge der Naturwacht im Elbe-Elster-Land Gelegenheit, Vogelstimmen kennenzulernen, seltene Pflanzen zu finden und Tiere zu beobachten; die Termine können variieren. Die 65 Kilometer lange Apfelroute umfasst eine Führung im Pomologischen Garten von Döllingen, deren aktuelle Termine sich vorab prüfen lassen. In Schlieben wird seit 1992 wieder Wein angebaut; dort wachsen inzwischen mehr als 2.000 Rebstöcke der Sorten Müller-Thurgau und Bacchus. Führungen stellen den Schliebener Wein vor und bieten eine Verkostung. Zur Kulturlandschaft gehören außerdem mehr als 30 Weinkeller in der historischen Kellerstraße, die seit etwa 1540 in den Langen Berg gegraben wurden.

Weitere Reiseziele entdecken: Sallgast, Doberlug-Kirchhain, Mühlberg, Elsterwerda, Fichtwald, Schönewalde, Finsterwalde, Schönborn.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Elbe-Elster.

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