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Hohenleipisch lässt sich auf Wegen durch Obstlandschaften und Moor ebenso entdecken wie über seine Töpfergeschichte. Für die Planung bietet sich ein Blick auf Streckenlänge und Thema an: Zwei Wanderwege beginnen im Ort, eine weitere markierte Route startet in seiner Nähe.

Wandern zwischen Obstwiesen und Moor

Der 11 Kilometer lange Pfad von Obst- und Bergbau beginnt in Hohenleipisch. Unterwegs verbindet die Route blühende Wiesen und die Vielfalt der Obstgärten mit früheren Abbaugruben für Rohstoffe. Ebenfalls im Ort startet der 8 Kilometer lange Weg „Im Reich der Blütenkönigin“. Er erkundet die südliche Obstbauregion des Naturparks, wo alte Kirschbäume die Landschaft prägen.

Beide Wege beginnen in Hohenleipisch; mit acht statt elf Kilometern ist „Im Reich der Blütenkönigin“ die kürzere der beiden Ortsrouten. Eine dritte Möglichkeit ist der markierte, etwa 8 Kilometer lange Weg „Unterwegs im Moorgebiet Der Loben“, dessen Start nahe Hohenleipisch liegt. Damit stehen zwei unterschiedliche Obst- und Bergbau-Themen sowie ein Moor-Thema zur Auswahl, ohne dass die Streckenlängen allein etwas über den Wegcharakter aussagen.

Der Loben gilt als eines der letzten großen, weitgehend intakten Moorgebiete im Süden Brandenburgs. Der Themenpfad nutzt gut ausgebaute Wege und ist mit Informationstafeln, einem Aussichtsturm und einem Sonnendeck ausgestattet. Das Naturschutzgebiet Hohenleipisch umfasst rund 169 Hektar. Innerhalb davon sind etwa 88 Hektar für die natürliche Entwicklung vorgesehen und von direktem menschlichem Einfluss ausgenommen. Geschützt wird dort unter anderem ein großer, zusammenhängender und weitgehend ungestörter Wald mit kiefernreichen Eichenmischwäldern und vielen Zwergsträuchern. Rund um die Hohenleipischer Bunker dient ein alter, strukturreicher Eichenwald Fledermäusen als wichtiges Jagdgebiet.

Kirche und Töpfertradition

Auch die Ortsgeschichte lässt sich an konkreten Stationen festmachen. Die evangelische Kirche von Hohenleipisch wurde 1208 erbaut und hat einen restaurierten, markanten Turm. Die Denkmalliste Brandenburgs führt sie, Stand 31. Dezember 2017, unter der ID 09135411. Wenn Sie die Kirche von innen sehen möchten, prüfen Sie vorab die aktuellen Zugangsmöglichkeiten.

Reiche örtliche Tonvorkommen und über Generationen weitergegebenes Töpferwissen machten Hohenleipisch zu einem bedeutenden Töpferzentrum. Töpferei Lück und Töpferei Biebach führen diese Tradition fort und fertigen handgemachtes Geschirr, Gartenkeramik und Dekorationsstücke. In der Werkstatt von Töpferei Anett Lück werden Keramikstücke aus dem Museum gezeigt, darunter besonders das mit Hohenleipisch verbundene graue Steinzeug. Ausstellung und Angebote können sich ändern; für einen konkreten Besuch lohnt sich eine vorherige Nachfrage.

Bei Kreativveranstaltungen in der Töpferei Anett Lück können Besucherinnen und Besucher Produkte aus einer vorbereiteten Tonform dekorieren. Die Verfügbarkeit solcher Veranstaltungen sollten Sie vor Ihrem Besuch bestätigen. So lässt sich der Besuch der Werkstätten mit einem Blick auf die handwerkliche Tradition verbinden, ohne die Geschichte des Ortes auf einzelne Ausstellungsstücke zu reduzieren.

Obstanbau und Touren mit dem Rad

Hohenleipisch ist mit dem Anbau von Kirschen und Erdbeeren verbunden. Auf einer öffentlichen Streuobstwiese zwischen Hohenleipisch und Kraupa können Sie je nach Saison Früchte für den Eigenbedarf ernten. Die Ernte hängt von der jeweiligen Fruchtverfügbarkeit ab. Der Obstbezug zeigt sich auch auf der etwa 50 Kilometer langen Apfelroute: Sie führt durch Hohenleipisch und Döllingen und umfasst Informationsstationen rund um den Apfel. Prüfen Sie die Routenangaben vor der Tour noch einmal.

Im nahegelegenen Döllingen setzt der etwa drei Hektar große Pomologische Schau- und Lehrgarten einen weiteren Schwerpunkt auf Obst. Dort stehen alte Sorten von Äpfeln, Birnen und weiteren Früchten im Mittelpunkt. Zusammen ergeben die Wanderwege, die Radroute und die Töpferstätten unterschiedliche Möglichkeiten, Hohenleipisch und seine Umgebung zu erkunden: zu Fuß mit Blick auf Obstlandschaft oder Moor, mit dem Rad entlang der Apfelthemen oder mit mehr Zeit für die lokale Handwerkstradition.

Weitere Reiseziele entdecken: Wahrenbrück, Plessa, Schlieben, Gröden, Finsterwalde, Sonnewalde, Fichtwald, Mühlberg.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Elbe-Elster.

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