Alt Tucheband lässt sich über seine Ortsgeschichte, den einstigen Gutspark und Wege für Wandernde und Radfahrende kennenlernen. 1336 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt; ein Wanderweg führt durch den Park, und der Oderbruchbahn-Radweg verläuft durch Alt Tucheband. So stehen historische Spuren und zwei unterschiedliche Arten, die Umgebung zu erkunden, nebeneinander. Weitere Kultur- und Naturangebote gehören zum übergeordneten Reiseziel Märkisch-Oderland und ergänzen den Blick auf den Ort um eine regionale Perspektive.
Ortsgeschichte und Gutspark
Alt Tucheband wurde 1336 erstmals urkundlich erwähnt. 1862 trat an die Stelle der älteren Kirche ein neugotischer Backsteinbau von beträchtlichen Ausmaßen. Die beiden Jahreszahlen markieren verschiedene Aspekte der Ortsgeschichte: die erste urkundliche Erwähnung und einen späteren baulichen Einschnitt. 1996 wurde außerdem der Dorfplatz um die Kirchruine neu gestaltet. Zusammen ergeben diese Angaben zeitliche Bezugspunkte für Ortsgeschichte, Kirchenbau und Dorfplatz.
Der Gutspark in der Ortslage Alt Tucheband gehörte einst zum Gut. Noch heute zeugen Obelisken von den Gutseingängen. Die Parkanlagen wurden 1996 saniert. Die frühere Verbindung zum Gut und die Obelisken erzählen dabei unterschiedliche Teile der Parkgeschichte: die einstige Zugehörigkeit einerseits und die Spuren der Eingänge andererseits. Ein Wanderweg führt durch den Gutspark. So lassen sich die historischen Hinweise mit einem Weg zu Fuß verbinden.
Wandern und Radfahren
Der Wanderweg durch den Gutspark und der Oderbruchbahn-Radweg, der durch Alt Tucheband verläuft, bieten zwei verschiedene Routenbezüge vor Ort. Im übergeordneten Reiseziel Märkisch-Oderland führt der Oderbruchbahn-Radweg durch die stille Landschaft des Oderbruchs und zugleich in die Anfänge des 20. Jahrhunderts und die Geschichte des Eisenbahnverkehrs. Seine Hauptroute verläuft von Fürstenwalde/Spree oder alternativ von Müncheberg nach Wriezen. Prüfen Sie vor einer Radtour die örtlichen Bedingungen.
Märkisch-Oderland: Kultur und Routen im größeren Zusammenhang
Im übergeordneten Reiseziel Märkisch-Oderland bietet das Brecht-Weigel-Haus in Buckow einen eigenen kulturellen Schwerpunkt. Es ist seit 1977 ein Museum. Das Literaturmuseum veranstaltet ganzjährig Lesungen, Konzerte, Gespräche, Diskussionen, Filme, Ausstellungen und Sonderführungen; die einzelnen Angebote variieren. Wenn ein bestimmter Termin für Ihre Reise wichtig ist, prüfen Sie vorab das jeweilige Programm.
Die Gedenkstätte und das Museum Seelower Höhen bieten eine multimediale Ausstellung zum Kriegsgeschehen, zu den Kriegsfolgen und zur Nutzung des Erinnerungsortes, auf Deutsch und Englisch. Das Außengelände ist unabhängig von den Öffnungszeiten frei zugänglich. Dieser freie Zugang bezieht sich auf das Gelände im Freien; für den Besuch der Ausstellung sollten Sie die aktuellen Öffnungszeiten prüfen.
Auch für Wanderungen gibt es in Märkisch-Oderland verschiedene Streckenprofile. Die Märkische Schweiz lässt sich auf dem 17 km langen Natura Trail und der knapp 21 km langen zertifizierten Naturparkroute Märkische Schweiz erkunden. Die unterschiedlichen Längen bieten einen konkreten Vergleich für die Planung. Der Oderlandweg setzt einen weiteren Landschaftsakzent: Er führt durch schattige Waldwege, sonnendurchflutete Laubwälder, enge Täler und an kleinen Wasserflächen vorbei.
Für Radtouren entlang des Oder-Neiße-Radwegs gibt es ebenfalls Angebote in Märkisch-Oderland. Der Oderbruchbahn-Radweg verbindet damit einen Bezug durch Alt Tucheband mit einer regionalen Routenperspektive. Ob Sie sich vor allem für Ortsgeschichte, einen Weg durch den Gutspark oder längere Rad- und Wanderrouten interessieren: Die Themen lassen sich nach dem Schwerpunkt Ihrer Reise einordnen, ohne die einzelnen Orte und Strecken gleichzusetzen.
Weitere Reiseziele entdecken: Vierlinden, Wilkendorf, Strausberg, Oberbarnim, Falkenhagen, Fichtenhöhe, Küstriner Vorland, Hoppegarten
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Märkisch-Oderland.