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Georgenthal verbindet eine geschützte Seen- und Fließlandschaft mit gut datierbarer Ortsgeschichte. Das FFH-Gebiet „Matheswall, Schmielen- und Gabelsee“ schließt Georgenthal in einen größeren Landschaftsraum ein. Die Gründung als Vorwerk, der Ausbau einer Chaussee um 1800 und ein denkmalgeschützter Meilenstein geben weitere konkrete Anknüpfungspunkte für die Erkundung.

Seen, Quellbereich und eiszeitliche Form

Das 187 ha große Gebiet liegt im Landkreis Märkisch-Oderland, in der Gemeinde Falkenhagen (Mark), Brandenburg. In Südwest-Nordost-Richtung erstreckt es sich über etwa 4,2 km und ist bis zu etwa 950 m breit. Es reicht vom Ortsteil Georgenthal über den Gabelsee und den Schmielensee bis zum Schwarzen See östlich von Falkenhagen (Mark). Bei Georgenthal umfasst das FFH-Gebiet den Quellbereich des Platkower Mühlenfließes. Dessen weiterer Verlauf liegt in einer Schmelzwasserrinne, die sich in die eiszeitliche Grundmoränenplatte gegraben hat. Zu diesem Landschaftsraum gehören außerdem der Kalksee, der Gabelsee sowie der Große und der Kleine Schmielensee.

Vom Vorwerk zur Kolonie

Vor 1756 legte der Rittergutsbesitzer Georg Abraham von Hohendorff in einer Talsenke ein Vorwerk an und nannte es Georgenthal. Es lag 3 km südlich vom Gutshof Falkenhagen. Am 3. Februar 1756 wurden auf Anordnung Friedrichs II. dort unter anderem ausländische, nichtpreußische Familien angesiedelt. Ab 1776 wurde Georgenthal als Kolonie bezeichnet und hatte einen eigenen Schulzen. Die Ortsgeschichte lässt sich so an drei Zeitpunkten festmachen: an der Anlage des Vorwerks vor 1756, der Ansiedlung von 1756 und der Koloniebezeichnung ab 1776.

Chaussee und Meilenstein

Um 1800 wurde die Chaussee von Berlin nach Frankfurt (Oder) zwischen Heinersdorf und Treplin über Georgenthal und Petershagen geführt. Der Umweg wurde eingerichtet, weil Madam Blum, Generalpächterin von Falkenhagen, für das abzutretende Land einen zu hohen Preis verlangte. Im Zuge des Chausseeausbaus entstand um 1800 auch ein Chausseehaus in Georgenthal. Ein denkmalgeschützter Meilenstein steht an der B 5 bei Kilometer 20,1.

Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Falkenhagen (Mark)

Im übergeordneten Reiseziel Falkenhagen (Mark) kommen eigene Themen hinzu. Am Schwarzen See, am Gabelsee und am Mühlenteich gibt es Badestellen, deren Wasserqualität regelmäßig beprobt wird. In Falkenhagen gibt es außerdem einen Hundestrand. Historisch und technisch interessierte Wanderer können in der Falkenhagener Heide Gebäude und Ruinen des heereseigenen Rüstungsbetriebs „Muna Ost/Seewerk, Falkenhagen“ entdecken. Der Betrieb wurde von 1939 bis zum Frühjahr 1945 errichtet und war teilweise verbunkert. Eine Radrundtour führt von Alt Rosenthal über Regenmantel nach Falkenhagen (Mark).

Übernachten in Georgenthal

Der Ferienhof Georgenthal verfügt über sechs Ferienwohnungen. Prüfen Sie die Verfügbarkeit vor der Buchung.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Märkisch-Oderland.

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