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Lindendorf verbindet markante Dorfgeschichte mit geschützten Landschaften und Spuren der Oderbruchbahn. In Dolgelin, Libbenichen und Sachsendorf zeigen sich dafür unterschiedliche Anknüpfungspunkte: die Form eines historischen Angerdorfs, mittelalterliche Kirchen, die Windmühle Wodan und ein Radweg auf Teilen früherer Bahntrassen. So lassen sich Kulturgeschichte, Naturthemen und Eisenbahnvergangenheit als verschiedene Schwerpunkte der Reise betrachten.

Dorfgeschichte und Bauzeugnisse

Dolgelin zählt zu den ältesten höher gelegenen Dörfern am Rand des Oderbruchs. Seine Siedlungsform ist die eines Angerdorfs: Ein langer Dorfanger bildet die Mitte des Ortes. Mit slawischen archäologischen Funden ist der nordwestliche Dorfrand Dolgelins verbunden. Lage und Dorfanlage geben dem Ort unterschiedliche historische Bezugspunkte.

Die Dorfkirche von Dolgelin wurde um 1300 als einschiffige Feldsteinkirche mit eingezogenem Chor errichtet. Der Westgiebel wurde 2013 restauriert, später erhielt die Kirche ein neues Dach. Auf ihren Putzfeldern wurden außerdem mittelalterliche Ritzzeichnungen freigelegt. Bauform und Zeichnungen sind zwei verschiedene Anhaltspunkte für die Geschichte der Kirche.

Auch die Dorfkirche in Libbenichen lässt ihre Bauphasen erkennen: Ihr mittelalterlicher Kern stammt aus dem 13. Jahrhundert, der quadratische Westturm wurde im 14. Jahrhundert ergänzt. Die Kirche gilt in Brandenburg als Baudenkmal. Ein weiteres Bauwerk in Libbenichen ist die Windmühle Wodan. Sie wurde 1926 errichtet und erhebt sich fast 30 Meter über dem Birkenhof. 1990 wurde die Mühle unter Denkmalschutz gestellt.

Landschaft und geschützte Lebensräume

An der südöstlichen Grenze Libbenichens liegt das Naturschutzgebiet Grenzberg. Das Naturschutzgebiet Langer Grund-Kohlberg umfasst Flächen in Dolgelin und Libbenichen. Es schützt Trockenrasen, Frischwiesen, trockene Wälder, Röhrichte und Feuchtgebüsche am Übergang zwischen Lebuser Platte und Oderbruch. Die genannten Lebensräume umfassen damit sowohl trockene als auch feuchte Standorte.

Zu den geschützten Pflanzen in Langer Grund-Kohlberg zählen Frühlings-Adonisröschen, Nadelgras, Ähriger Ehrenpreis und Violette Schwarzwurzel. An Libbenichens nordöstlicher Grenze ist außerdem der frühere Oderbruchbahn-Bahndamm als Naturdenkmal ausgewiesen.

Sachsendorf liegt südlich von Seelow im Oderbruch und ist 1365 unter dem Namen Sassendorf belegt. Sachsendorfs alter Gutspark, Teich und Verbindung zur Seelake gelten als geschützter Parkbereich. Hier stehen Ortsgeschichte und ein geschützter Parkbereich nebeneinander als unterschiedliche Themen.

Radgeschichte und Orientierung

Der Oderbruchbahn-Radweg verbindet Landschafts- und Eisenbahngeschichte. Er folgt teilweise stillgelegten Bahntrassen und führt durch Felder, Wiesen und typische Oderbruchdörfer. Zwischen Dolgelin und Sachsendorf liegen wichtige erhaltene Bahnanlagen an der Strecke. Die Route bietet damit einen konkreten Blick auf die frühere Bahnlandschaft und zugleich auf die Dörfer und offenen Flächen des Oderbruchs.

Auch die Straßenverbindungen unterscheiden sich je nach Ort. Die B 167 verläuft durch Dolgelin; die Verbindung zur B 5 führt über Lietzen, Falkenhagen und Petershagen. Die B 167 verläuft auch durch Libbenichen, von dort ist die B 1 über Seelow erreichbar. Dolgelin und Libbenichen haben damit jeweils eine Anbindung über die B 167, während sich die genannten Anschlüsse an B 5 und B 1 unterscheiden.

Weitere Reiseziele entdecken: Rüdersdorf Bei Berlin, Buchholz, Lietzen, Neutrebbin, Reitwein, Rehfelde, Vierlinden, Fichtenhöhe

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Märkisch-Oderland.

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