Wesendorf zeigt zwei unterschiedliche Seiten seiner Ortsgeschichte: Der erhaltene Rundling verweist auf die slawische Gründung, während die Dorfkirche von Zerstörung und Wiederaufbau erzählt. Dazu kommt mit dem KunstHof ein Ort für künstlerische Praxis und Unterricht. So lässt sich ein Aufenthalt nach dem eigenen Schwerpunkt ausrichten – zwischen historischer Ortsgestalt, Baugeschichte und Kunst.
Dorfgrundriss und Kirchenbau
Der historische Blick beginnt nicht bei einem einzelnen Bauwerk. Wesendorf bewahrt den Grundriss eines Rundlings, der die slawische Gründung des Dorfes widerspiegelt. Damit prägt die Siedlungsform den Blick auf die Ortsgeschichte; die Kirche ergänzt sie um die konkrete Geschichte eines Gebäudes. Wer sich für die Entwicklung eines Ortes interessiert, kann so den Dorfgrundriss und einen späteren baulichen Wandel als zwei verschiedene historische Perspektiven lesen.
Die evangelische Dorfkirche wurde nach der Zerstörung der ursprünglichen Feldsteinkirche um 1850 als neugotischer Backsteinbau wieder aufgebaut. Der Ortsgrundriss und die Kirche bieten damit zwei verschiedene Maßstäbe für den Blick zurück: Die eine Perspektive betrifft die Siedlungsform, die andere die Geschichte eines einzelnen Gebäudes.
Kunst im KunstHof Wesendorf
Der KunstHof Wesendorf vereint Atelier, Werkstatt, Galerie und Kunstschule. Unterricht umfasst Bildhauerei, plastisches Gestalten und Holzbearbeitung; angesprochen sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die Bezeichnungen markieren verschiedene Seiten des KunstHofs: Atelier und Werkstatt stehen für künstlerische Arbeit, Galerie für Präsentation und Kunstschule für Unterricht. Damit liegt der Schwerpunkt hier auf künstlerischer Praxis und Lernen statt auf Orts- und Baugeschichte. Wenn Sie einen Kurs in Ihren Aufenthalt einbeziehen möchten, prüfen Sie die Kursverfügbarkeit vor der Reise.
Kultur im übergeordneten Reiseziel Zehdenick
Im übergeordneten Reiseziel Zehdenick kommen weitere Kulturthemen hinzu. Die „guten Geister von Zehdenick“ sind zwölf steinerne Köpfe, die verschiedene Hausfassaden in der Altstadt von Zehdenick schmücken. Das Museum im Kloster Zehdenick vermittelt die Geschichte des Klosters, das Leben der Nonnen und Informationen zum Zehdenicker Altartuch. Fassadenschmuck und Museumsthemen ergeben zwei verschiedene kulturelle Perspektiven auf Zehdenick.
Zur Klosteranlage in Zehdenick gehören eine nach historischem Vorbild gestaltete Streuobstwiese aus dem Jahr 2015 und ein seit 2019 bestehender Kräuter-Schaugarten. Die beiden Gärten unterscheiden sich im Schwerpunkt: hier die Gestaltung nach historischem Vorbild, dort der Kräuterbezug. So stehen innerhalb der Klosteranlage Gartenformen mit unterschiedlichen Themen und Zeitangaben nebeneinander.
Der Brandenburgische Klosterweg verläuft durch Zehdenick. Für kleine Besucher bietet das Museum ein Rätselblatt über die Nonne Anna; für das Lösungswort gibt es am Ende eine kleine Erinnerung. Der benannte Weg und die Museumsaktivität setzen unterschiedliche Akzente innerhalb des übergeordneten Reiseziels.
Weitere Reiseziele entdecken: Sonnenberg, Hennigsdorf, Löwenberger Land, Stechlin, Leegebruch, Liebenwalde, Amalienfelde, Fürstenberg/Havel.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oberhavel.