Schipkau lässt sich über unterschiedliche Perspektiven entdecken: Der Blick vom Dachbalkon richtet sich auf eine Hügellandschaft, während Aussichtsturm und Kirchenbau eigene Akzente setzen. Dazu kommen Wege am Drochower See und längere Routen durch die Gemeinde. Bei der Suche nach einem Hotel in Schipkau hilft die Frage, ob für Ihren Aufenthalt vor allem Landschaft, Baugeschichte oder eine größere Tour im Mittelpunkt stehen soll.
Aussichten zwischen Hügellandschaft und Bergbaugeschichte
Vom Schipkauer Dachbalkon ist im Südosten die Kamenzer Hügellandschaft mit dem Hutberg und dem Hennersdorfer Berg zu sehen. Der Aussichtsturm Hörlitz eröffnet einen andersartigen Rundblick. Er steht im Ortsteil Hörlitz der Gemeinde Schipkau, ist 27 Meter hoch und aus Stahl gebaut. Seine Form soll an einen ehemaligen Wasserturm erinnern.
Der Rundblick vom Turm reicht über Hörlitz und Senftenberg, den EuroSpeedway Lausitz und die Bergbaufolgelandschaft des ehemaligen Tagebaus Meuro bis zum sächsischen Bergland. So stehen zwei verschiedene Landschaftsbilder nebeneinander: der Blick zu den Hügeln im Südosten und die weite Sicht über Orte und eine vom früheren Bergbau geprägte Landschaft. Wer Aussichtspunkte in die Reiseplanung einbezieht, findet hier einen konkreten Unterschied, statt nur einen weiteren Höhenpunkt auf die Liste zu setzen.
Kirchenkunst in Klettwitz
Die Kirche Klettwitz wurde von 1905 bis 1907 nach Entwürfen des Berliner Architekten Wilhelm Blaue und des Regierungsbaurates Carl Weber umfassend umgebaut und erweitert. Besonders ins Auge fällt die Scheinkassettendecke von 1906: Sie zeigt 91 verschiedene Motive. Die Jahreszahl der Decke fällt damit in die Zeit des Umbaus.
Auch die steinerne Kapelle gehört zur Baugeschichte: Sie ist als Eingangshalle der Kirche erhalten. Auf der Orgelempore befindet sich die 970. Orgel des königlichen Hoforgelbaumeisters Wilhelm Sauer aus Frankfurt/Oder; sie hat 12 Register. Decke, Kapelle und Orgel bieten jeweils einen eigenen architektonischen oder musikalischen Bezug. Zusammen ergeben sie für Kulturinteressierte mehr als einen einzelnen Blick auf die Fassade.
Wege am See und längere Routen
Rad- und Wanderwege laden zu einem Aufenthalt am Drochower See ein. Für einen Aufenthalt mit Bewegung in der Umgebung steht damit ein anderes Thema im Vordergrund als bei einem Besuch der Aussichtspunkte oder der Kirche Klettwitz. Die etwa 510 Kilometer lange Niederlausitzer Bergbautour führt durch die Gemeinde Schipkau. Sie bietet einen größeren Routenrahmen, ohne dass ihre gesamte Länge mit einem einzelnen Aufenthalt gleichzusetzen wäre.
Auch der Fürst-Pückler-Weg führt durch die Gemeinde Schipkau. Der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) zeichnete ihn 2006 mit vier Sternen aus. Mit mehr als 500 Kilometern führt er durch die Zeitgeschichte der Lausitz. Die Niederlausitzer Bergbautour ist etwa 510 Kilometer lang; beim Fürst-Pückler-Weg stehen die Auszeichnung von 2006 und seine Lausitz-weite Beschreibung im Vordergrund. Beide Angaben zeigen den überregionalen Maßstab der Routen, während der Drochower See eine andere, örtlich fokussierte Möglichkeit für Rad- und Wanderwege bietet.
Der größere Rahmen: Oberspreewald-Lausitz
Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz gibt es Wanderrouten mit Längen zwischen 4 und 32 Kilometern. Radwanderwege beginnen bei 40 Kilometern; darunter sind individuelle oder geführte Mehrtagestouren mit guten Rast- und Einkehrmöglichkeiten. Mehr als 580 Kilometer ausgeschilderte Radwanderwege verbinden Regionen zwischen dem Spreewald und den Kmehlener Bergen und führen überregional von Südbrandenburg nach Sachsen und Nordbrandenburg. Diese Auswahl beschreibt den Landkreis Oberspreewald-Lausitz und ergänzt die örtlichen Wege und Aussichtspunkte um eine größere Tourenperspektive.
Im Süden des Landkreises Oberspreewald-Lausitz entsteht durch die Flutung ehemaliger Tagebaue eine Wasserlandschaft mit mehr als 20 künstlichen Seen: das Lausitzer Seenland. Damit umfasst der Landkreis neben seiner Bergbaugeschichte auch einen Wandel hin zu einer Seenlandschaft. Für die Planung lohnt es sich, den gewünschten Schwerpunkt des Aufenthalts festzulegen: ein Blick auf die Hügellandschaft, Architektur in Klettwitz, Wege am Drochower See oder eine längere Tour im regionalen Maßstab.
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