Schwarzheide verbindet Kirchenbaugeschichte mit einem konkreten Radbezug: Die Niederlausitzer Bergbautour führt durch den Ort weiter zum Grünewalder Lauch. Hinzu kommen Wege in der Umgebung und Angebote am Wasser. Für die Übernachtungsplanung lohnt es sich, zunächst den Schwerpunkt zu wählen: Kirchen und Ortsgeschichte oder Radtouren und Natur.
Kirchenbaugeschichte in Schwarzheide
Die Lutherkirche ist ein schlichtes Fachwerkgebäude mit zurückhaltenden Barockelementen. Ihr Bau wurde 1754 eingeleitet. Damit steht bei ihr die ältere Baugeschichte im Vordergrund.
Die Christuskirche gilt als erste nach 1945 in der DDR neu errichtete evangelische Kirche. In ihr finden weiterhin regelmäßig Gottesdienste statt; informieren Sie sich vor einem Besuch über die aktuellen Zeiten.
Die Heilig Kreuz Kirche wurde hauptsächlich von Lehrlingen gebaut und 1954 geweiht. Zusammen mit der Christuskirche ergänzt sie den älteren Fachwerkbau um zwei Perspektiven auf die kirchliche Baugeschichte des 20. Jahrhunderts.
Grünewalder Lauch und Radwege
In der Umgebung von Schwarzheide liegt der Grünewalder Lauch. Der Erholungssee entstand durch die Rekultivierung zweier ehemaliger Tagebaureste. Baden und Bootfahren gehören ebenso zum Angebot wie Fahrrad- und Bootsverleih, ein Spielplatz und ein Strandcafé.
Rund um den See können Spaziergänge und Radtouren durch Wälder und in die Schutzgebiete Suden und Der Loben führen. Kraniche nutzen die Feuchtgebiete zum Brüten, Rasten und Sammeln. So treffen am Grünewalder Lauch Erholung am Wasser und geschützte Lebensräume aufeinander.
Die 55 Kilometer lange Etappe Senftenberg–Lauchhammer der Niederlausitzer Bergbautour verläuft durch Schwarzheide und führt weiter zum Grünewalder Lauch. Auch der nahe Senftenberger See bietet im Zusammenhang mit der Etappe Strände, Wassersportmöglichkeiten und Marinas. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Angebote und Bedingungen an den Seen.
Routen im größeren Lausitzer Raum
Über die konkrete Etappe hinaus zeigen größere Lausitzer Routenprofile andere Streckenmaßstäbe. Der Fürst-Pückler-Weg ist eine Radtour von fast 500 Kilometern durch die Geschichte der Lausitz; sie führt an Schlössern, Parks, dörflichen Siedlungen und Kulturlandschaften vorbei. Der Niederlausitzer Kreisel misst 420 Kilometer und verläuft vom Spreewald durch das Lausitzer Seenland bis zu den Kmehlener Bergen. Diese Angaben machen den Unterschied zwischen einer einzelnen Etappe und überregionalen Touren greifbar.
Im übergeordneten Reiseziel Oberspreewald-Lausitz
Im übergeordneten Reiseziel Oberspreewald-Lausitz weitet sich der Blick über Schwarzheide hinaus. Im Süden des Landkreises entsteht durch die Flutung ehemaliger Tagebaue eine Wasserlandschaft mit mehr als 20 künstlichen Seen: das Lausitzer Seenland. Im Landkreis gibt es außerdem Wanderrouten zwischen 4 und 32 Kilometern sowie Radwanderwege ab 40 Kilometern Länge. Dazu zählen individuelle oder geführte Mehrtagestouren mit guten Rast- und Einkehrmöglichkeiten.
Mehr als 580 Kilometer ausgeschilderte Radwanderwege verbinden die Regionen zwischen dem Spreewald und den Kmehlener Bergen und verknüpfen überregional Südbrandenburg mit Sachsen und Nordbrandenburg. So stehen die durch Schwarzheide führende Etappe und das größere Wegenetz des Landkreises für unterschiedliche Maßstäbe der Radreise.
Weitere Reiseziele entdecken: Altdöbern, Großräschen, Calau, Kroppen, Großkmehlen, Ruhland, Raddusch und Hohenbocka.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oberspreewald-Lausitz.