Ein konkreter Einstieg in Gubens Industriegeschichte ist die Ausstellung „Geschichte der Gubener Tuchmacher“: Sie umfasst eine vollständige Musterkollektion von Stoffen aus den Jahren 1873 bis 1990. Die lange Zeitspanne und die geschlossene Kollektion geben dem Ausstellungsthema einen klaren Rahmen für Ihren Aufenthalt.
Tuchmachergeschichte mit verschiedenen Zugängen
Zur Ausstellung gehören Kinderführungen und eine Museumsrallye mit Gewinnmöglichkeiten. Eine Foto- und Selfie-Ecke mit dem Maskottchen Kopsinchen ergänzt das Angebot; Filme zur Industriekultur richten sich an Besucher jeden Alters. So stehen unterschiedliche Möglichkeiten nebeneinander, sich mit der Geschichte der Gubener Tuchmacher zu beschäftigen.
Für die Ausstellung gibt es eine Kombikarte, die auch den Besuch des Stadt- und Industriemuseums ermöglicht. Wenn Sie beide Museumsthemen verbinden möchten, prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Informationen zu Karte und Angeboten. Vor der Ausstellung können Besucher auf einer Picknickwiese entspannen.
Auch die Ausstellungen zur Gubener Industriegeschichte sind besonders auf Familien zugeschnitten. Ihre Ausstellungselemente sprechen Sehen und Beobachten ebenso an wie Hören, Fühlen, Tasten und Riechen. Das ist ein eigener Zugang neben Führungen, Rallye und Filmprogramm der Tuchmacherausstellung; die jeweiligen aktuellen Besucherinformationen sollten Sie vor der Reise prüfen.
Weitere ungewöhnliche Entdeckungen
Ein ganz anderes Thema bietet das PLASTINARIUM in Guben, das als weltweit einzigartig gilt. Besucher können dort die Entstehung anatomischer Lehrpräparate erleben und Präparatoren bei der Arbeit beobachten. Damit unterscheiden sich die Schwerpunkte deutlich: In der Tuchmacherausstellung stehen historische Stoffmuster im Mittelpunkt, im PLASTINARIUM die Entstehung anatomischer Lehrpräparate. Aktuelle Besucherinformationen zum PLASTINARIUM prüfen Sie am besten vor dem Besuch.
Für Kletterinteressierte ist die Reichenbacher Zinne ein weiterer konkreter Anlaufpunkt: Der künstliche, rotbraune Kletterfelsen besteht aus Betonplatten und hat 17 Routen unterschiedlichen Schwierigkeitsgrads. Die Zahl der Routen und die verschiedenen Schwierigkeitsgrade geben einen klaren Eindruck von der Anlage, ohne dass damit eine bestimmte Eignung vorausgesetzt ist.
Spuren im Stadtraum
Die Sprucker Mühle ist eine ehemalige Getreidemühle im Gubener Ortsteil Altsprucke am Schwarzen Fließ. Auf dem Gelände des Heimatmuseums Sprucker Mühle befindet sich außerdem ein Fragment der originalen Sächsischen Distanzsäule. Eine Nachbildung steht am Abstieg zum Poetensteig in Guben. Der Dresdner Bildhauer Ralf Börnerow schuf sie zum Arbeiterfeiertag 1989. Fragment und Nachbildung begegnen Ihnen damit an zwei unterschiedlichen Orten und in unterschiedlichem Status.
Auch Gubens Gedenkorte erzählen von konkreten Personen und Ereignissen: Auf dem Gubener Gedenkplatz erinnern Grabsteine an gefallene sowjetische Soldaten. Ein weiterer Gedenkstein erinnert an die Opfer des Kapp-Lüttwitz-Putsches Otto Thiele und Franz Blümke. Diese Station setzt einen anderen Akzent als die Museen und Ausstellungsangebote.
Parkverbindung und Aufenthaltsschwerpunkte
Der grenzüberschreitende gemeinsame Park verbindet das westliche Ufer der Neiße mit der Theaterinsel auf polnischer Seite und dem Koenig Park über eine Fuß- und Fahrradbrücke. Das ist eine andere Form der Entdeckung als ein Besuch in einer Ausstellung: Hier steht die Verbindung zwischen den genannten Parkbereichen im Vordergrund.
Wenn Sie ein Hotel für einen Aufenthalt in Guben suchen, können Sie Ihre Auswahl an den eigenen Schwerpunkten ausrichten: textile Industriegeschichte, anatomische Lehrpräparate, Erinnerungsorte oder Klettern bieten unterschiedliche Themen. Der gemeinsame Park wiederum verbindet die genannten Ufer- und Parkbereiche für Fuß- und Radverkehr. Diese Unterscheidung hilft, den Aufenthalt nach Interessen zu planen, ohne aus den einzelnen Angeboten einen nicht belegten Rundgang zu machen.
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