Schmogrow-Fehrow zeigt zwei prägende Seiten: verzweigte Wasserläufe und sorbisch-wendisches Brauchtum, das in Schmogrow und Fehrow weitergeführt wird. Wenn Sie ein Reiseziel suchen, in dem Landschaft und Kultur gleichermaßen Orientierung geben, können Sie Ihren Aufenthalt nach einem dieser Schwerpunkte oder nach beiden ausrichten. Die Wasserlandschaft erzählt von Flussläufen, Wiesen und Wasserregulierung; die Bräuche machen die kulturelle Seite des Ortes konkret.
Wasserläufe, Wiesen und Wege
Das FFH-Gebiet Spree zwischen Peitz und Burg reicht bis auf die Höhe von Schmogrow-Fehrow. Seine Wasserläufe führen durch Regenerations- und Entwicklungszonen. Bei Fehrow reichen Malxe und Hammergraben bis an die Grenze des Schutzgebiets. In der Malxe-Spree-Niederung erstrecken sich ausgedehnte Wiesen, die von Entwässerungsgräben durchzogen sind. Bei Schmogrow teilt sich die Spree in zahlreiche Wasserläufe, die nordwestwärts durch den Oberspreewald verlaufen. Der Schutzgebietsrand bei Fehrow, die Wiesen der Niederung und die Verzweigung der Spree bei Schmogrow geben unterschiedliche landschaftliche Anknüpfungspunkte.
Eine Route führt bei Schmogrow an Ufern entlang, die von Erlen, Pappeln und Eichen gesäumt sind; die umgebende Landschaft ist landwirtschaftlich geprägt. Auch die Wasserregulierung gehört zur örtlichen Geschichte: 1917 verbesserte der Bau des Freiwehrs an der Schmogrower Mühle die Möglichkeiten der Wasserregulierung. Das FFH-Gebiet ist zu Fuß, mit dem Fahrrad und mit dem Boot zugänglich. Diese drei Möglichkeiten geben Ihnen verschiedene Arten, sich dem Landschaftsthema zu nähern.
Sorbisch-wendische Bräuche in Schmogrow und Fehrow
In Schmogrow und Fehrow werden sorbisch-wendische Bräuche und traditionelle Tracht als kulturelles Erbe weitergeführt. Der Zapust-Umzug gilt als Höhepunkt des jährlichen Karnevals. Im Umzug tragen Mädchen wendische Festtagstracht. Die Kljambaua ist ein Glockenbaum, der in Schmogrows Karnevalsumzug mitgeführt wird; auf seiner Rückseite ist die Jahreszahl 1875 eingestickt.
Auch Hahnschlagen wird in Schmogrow weiterhin gepflegt. Schmogrow zählt zu den wenigen Dörfern in der Niederlausitz, die diesen Brauch erhalten. Beim örtlichen Maibaum übernehmen junge Männer und die Feuerwehr das Aufrichten; anschließend kommt das Dorf zu einem Fest zusammen. So umfasst das lokale Brauchtum sowohl eine Prozession als auch einzelne erhaltene Bräuche und gemeinschaftliches Feiern. Wenn ein bestimmter Brauch Ihren Besuch bestimmen soll, prüfen Sie vorab die Termine und die konkrete Ausgestaltung.
Spree-Neiße als übergeordneter Rahmen
Wer den Blick über den Ort hinaus auf das übergeordnete Reiseziel Spree-Neiße richtet, findet weitere landschaftliche und kulturelle Themen. Der Spreewald ist ein UNESCO-Biosphärenreservat und eine charakteristische Binnendeltalandschaft. Der Spreeradweg durchquert die Spree-Neiße-Region auf etwa 60 Kilometern und verläuft größtenteils auf asphaltierten Flussdeichen. Die Tour Sorbische Impressionen eröffnet Einblicke in das Leben und die Traditionen der in der Region lebenden sorbischen/wendischen Minderheit. Für Ihre Themenwahl können Sie den örtlichen Fokus auf Wasserläufe und Brauchtum von diesen übergeordneten regionalen Themen unterscheiden.
Weitere Reiseziele entdecken: Jänschwalde, Döbern, Spremberg, Peitz, Teichland, Werben, Turnow-Preilack, Neuhausen/Spree.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Spree-Neiße.