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Turnow-Preilack verbindet Radfahren mit Mühlengeschichte und sorbisch-wendischen Traditionen. Preilack ist von Feuchtwiesen umgeben; in Turnow steht mit der Holländermühle ein konkreter Bezugspunkt zur historischen Technik. Auch die Ortsgeschichte setzt in den beiden Ortsteilen unterschiedliche Zeitmarken. Wenn Sie eine Unterkunft suchen, kann zunächst Ihr Schwerpunkt entscheidend sein: Soll die Radtour im Mittelpunkt stehen, interessiert Sie die Mühle oder möchten Sie historische und kulturelle Spuren der Orte kennenlernen?

Radfahren zwischen Turnow und Preilack

Der Heideradweg beginnt am Routenpunkt 65 in Turnow-Preilack und ist 47 Kilometer lang. Die Naturwelt Lieberoser Heide-Tour erreicht Preilack über den Heideradweg in Richtung Lieberoser Wüste und führt anschließend durch Turnow. Der Unterschied hilft bei der Planung: Die 47 Kilometer benennen die Gesamtlänge des Heideradwegs, während die Tour über Preilack und Turnow den beschriebenen Verlauf ergänzt. Prüfen Sie die Routenangaben vor der Fahrt.

Im übergeordneten Reiseziel Spree-Neiße folgt die Naturwelt Lieberoser Heide-Tour im weiteren regionalen Verlauf der Spree, vorbei an Seen und Mooren durch ein geschütztes Wildnisgebiet. Der Spreeradweg durchquert die Region auf etwa 60 Kilometern und verläuft größtenteils auf asphaltierten Flussdeichen. Im übergeordneten Reiseziel Spree-Neiße stehen damit unterschiedliche Rad-Orientierungen nebeneinander: eine Route mit Startpunkt in Turnow-Preilack und der Spreeradweg als regional beschriebene Flussstrecke mit ausgewiesener Oberfläche. Gartenkultur ist ein weiterer Schwerpunkt im übergeordneten Reiseziel Spree-Neiße: Der Ostdeutsche Rosengarten Forst (Lausitz) ist eine 17 Hektar große Parkanlage mit zehntausenden Rosen in fast 1.000 Sorten.

Holländermühle Turnow: Technik und Geschichte

Besucher können in der Holländermühle Turnow die Geschichte und Funktion der Mühle kennenlernen. Die historische Mühlentechnik wird seit einem Umbau in den 1930er-Jahren von einem Elektromotor betrieben. Außerdem enthält die Mühle einen funktionsfähigen Aufzug, der mehr als 100 Jahre alt ist. Antrieb und Aufzug eröffnen zwei konkrete Blickwinkel auf die Technik der Mühle: die Umstellung auf den Elektromotor und ein deutlich älteres, weiterhin funktionsfähiges Gerät.

Historische Spuren und Traditionen

Turnow entwickelte sich nach dem Bau der Festung Peitz im 16. Jahrhundert. Preilack wurde 1587 erstmals unter dem Namen Preylangk erwähnt. Die Zeitmarken unterscheiden sich: Für Turnow ist die Entwicklung nach dem Festungsbau überliefert, während Preilack mit einer frühen schriftlichen Nennung unter einer älteren Namensform verbunden ist.

Am Ortseingang von Preilack aus Richtung Peitz befinden sich die ehemalige Zollstation und ein preußischer Rundmeilenstein. Die frühere Zollstelle ist vor Ort als Zollhaus bekannt. Diese historischen Bezugspunkte ergänzen die Ortsgeschichte um konkrete Spuren am Eingang von Preilack.

Sorbisch-wendische Traditionen werden in Turnow-Preilack ganzjährig gepflegt. Dazu zählen Fastnacht und Maibaumaufstellen; Hahnrupfen wird speziell in Turnow begangen.

Weitere Reiseziele entdecken: Heinersbrück, Peitz, Neuhausen/Spree, Welzow, Guben, Drebkau, Groß Schacksdorf-Simmersdorf, Schenkendöbern.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Spree-Neiße.

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