Friedrichsthal liegt am Rand des Nationalparks Unteres Odertal; zugleich verläuft der Oder-Neiße-Radweg durch den Ort. Landschaft, Radfahren und die Geschichte eines historischen Straßendorfs bieten unterschiedliche Schwerpunkte für die Reiseplanung. Wer eine Ferienwohnung sucht, kann überlegen, ob Radtouren, Dorfkirche oder Ortsstruktur den Ausschlag für den Aufenthalt geben sollen.
Ortsbild am Unteren Odertal
Friedrichsthal weist die geschlossene Bebauung eines historischen Straßendorfs auf. Rückwärtige Nutz- und Obstgärten schließen an Feldfluren an. Die Schutzzone I „Kleines Bruch“ des Nationalparks Unteres Odertal umfasst rund 46 Hektar in der Stadt Gartz (Oder), Gemarkung Friedrichsthal, Flur 4.
Dorfkirche und historische Zeugnisse
Die Dorfkirche Friedrichsthal besitzt eine reich geschnitzte Kanzel aus dem Jahr 1700. Sie stammt aus der Marienkirche in Stettin und wurde 1834 aufgestellt. In der Denkmalliste des Landes Brandenburg für den Landkreis Uckermark sind die Dorfkirche, eine Meilensäule an der B 2 bei Kilometer 403,2 und eine Halbmeilensäule bei Kilometer 405,2 nahe dem Grenzhaus verzeichnet. Auch die Ansiedlung von Hugenottenfamilien gehört zur Geschichte Friedrichsthals.
Radwege und Vogelbeobachtung
Der Oder-Neiße-Radweg verläuft durch Friedrichsthal und an der Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße entlang. Die Wasserstraße selbst führt auf 42 Kilometern parallel zur Oder bis zu ihrer Einmündung in die Westoder bei Friedrichsthal.
Einen anderen Schwerpunkt setzt die Kranichradtour: Sie verläuft teilweise autofrei durch den Nationalpark Unteres Odertal, Deutschlands einzigen Auennationalpark und ein Kranichrastgebiet. Aussichtstürme und Oderhänge entlang der Strecke bieten ideale Bedingungen zur Vogelbeobachtung. Von Friedrichsthal aus führt die Tour durch einen Kiefernwald in Richtung Wildnisschule Teerofenbrücke des Nationalparks; nach Friedrichsthal verläuft sie entlang der Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße. Damit stehen zwei Radtouren-Schwerpunkte gegenüber: die Wasserstraße beim Oder-Neiße-Radweg und Nationalpark samt Vogelbeobachtung bei der Kranichradtour.
Busverbindungen und weitere Kultur
Busverbindungen verbinden Friedrichsthal mit Schwedt und Gartz. Wenn Sie eine Busfahrt einplanen, prüfen Sie vor der Reise den Fahrplan.
Im übergeordneten Reiseziel Gartz (Oder) vermittelt ein Stadtrundgang die Geschichte der Stadt von den slawischen Anfängen über die mittelalterliche Blütezeit und die brandenburgisch-preußische Zeit bis zur heutigen Grenzstadt. Ein Faltblatt-Stadtplan und QR-Codes an den Informationstafeln der Sehenswürdigkeiten erleichtern die Orientierung bei einem Stadtrundgang in Gartz (Oder). Das Ackerbürgermuseum befindet sich im ehemaligen Torwächterhaus und dem angeschlossenen Fachwerkhaus am Stettiner Tor. Es zeigt das Leben in der Ackerbürgerstadt im 18. und 19. Jahrhundert; die aktuellen Öffnungszeiten sollten telefonisch erfragt werden.
Auch die Jahreszeit prägt das Kulturprogramm in Gartz (Oder): Während der Sommermonate finden unter freiem Himmel an der St. Stephanskirche Konzerte und Veranstaltungen statt. Die Kranichtage werden jedes Jahr Ende September und/oder Anfang Oktober in Gartz (Oder) und Mescherin mit einem Programm rund um den Kranich begangen. Prüfen Sie konkrete Veranstaltungstermine vor der Reise.
Weitere Reiseziele entdecken: Uckerfelde, Lychen, Flieth-Stegelitz, Brüssow, Zichow, Schenkenberg, Wolfshagen, Randowtal.
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