Die Feldsteinkirche und die historische Wassermühle eröffnen in Gollmitz zwei unterschiedliche Zugänge zur Ortsgeschichte: sakrale Architektur auf der einen, Mühlentechnik auf der anderen Seite. Die Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert; die Mühle ist in Betrieb und beherbergt ein Museum mit Maschinen aus mehreren Jahrhunderten. Im Mühlenhof kommt ein dritter Akzent hinzu: Er bietet nach Aktivitäten in der Uckermark einen Ort zum Innehalten. Wer Gollmitz kulturell erkundet, trifft so auf Baugeschichte, Technik und einen Platz zum Verweilen im Freien.
Feldsteinkirche: Bauform und Ausstattung
Die Gollmitzer Kirche ist ein Feldsteinbau aus dem 13. Jahrhundert und eine offene Kirche für Besucher. Zu ihren zeitgenössischen Merkmalen gehören Chorfenster von Werner Kothe sowie ein Feldsteinaltar und ein Taufstein. Damit stehen die mittelalterliche Bauform und die besonderen Elemente der Ausstattung in einem Gebäude zusammen. Wer sich für Kirchen interessiert, kann den Blick vom Baumaterial zu den Fenstern und weiter zu Altar und Taufstein lenken. Örtliche Besuchsregelungen können variieren; prüfen Sie den Zugang vor Ihrem Besuch.
Wassermühle und Mühlenhof
Die historische Wassermühle in Gollmitz ist in Betrieb. Ihr Museum erstreckt sich über vier Etagen und zeigt Maschinen aus mehreren Jahrhunderten. Der technische Schwerpunkt unterscheidet sich damit von der sakralen Architektur der Kirche. Die angrenzende Fischertreppe gilt als sehenswert und ergänzt den Blick auf den Mühlenkomplex.
Der Mühlenhof bietet einen Ort zum Innehalten. Eine Terrasse liegt neben dem Wasserrad; im Hof gibt es auch ruhigere Bereiche. So verbindet der Hof die Mühle mit einem Aufenthalt im Freien. Für Reisende, die aktive Zeit und eine Pause miteinander verbinden möchten, ist er ein anderer Anlaufpunkt als Kirche und Museum.
Im übergeordneten Reiseziel Nordwestuckermark
Der Uckermärkische Rundweg verbindet Angermünde, Templin und Prenzlau. Von Boitzenburg kommend führt er durch Naugarten weiter in Richtung Gollmitz. In Naugarten laden ausgeschilderte, naturbelassene Rad- und Wanderwege zu kleinen Spaziergängen ebenso wie zu größeren, auch geführten Touren zu markanten Punkten ein. Dort gibt es außerdem Fahrrad- und Bootsverleih; prüfen Sie vor einer Nutzung die aktuelle Verfügbarkeit. Der etwa 33 Hektar große See bei Naugarten lädt zum Baden und Angeln ein, und seine Umwanderung bietet ein eindrucksvolles Naturerlebnis.
Auch kulturell gibt es im übergeordneten Reiseziel Nordwestuckermark unterschiedliche Schwerpunkte. In Kröchlendorff dient die Schlosskirche der Gemeinde als Kultur- und Veranstaltungszentrum. In Fürstenwerder umschließt eine rund 1.300 Meter lange Feldsteinmauer den historischen Kern. Die Stadttore Berliner Tor und Woldegker Tor besitzen spitzbogige Durchfahrten und gehören zu den ältesten ihrer Art in Norddeutschland. Am Hof Kokurin in Naugarten befindet sich eine Galerie mit wechselnden Malereien, Holzskulpturen und Kleinkunstwerken. Diese Orte ergänzen die Gollmitzer Themen Kirche und Mühle um weitere kulturelle und bauliche Einblicke in die Nordwestuckermark.
Weitere Reiseziele entdecken: Röpersdorf, Parmen.
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