In Nordwestuckermark geben Wasser, Wege und Ortsgeschichte unterschiedliche Anlässe für einen Aufenthalt. In Naugarten laden der See, ausgeschilderte Rad- und Wanderwege sowie eine Galerie mit wechselnden Kunstwerken zu unterschiedlichen Entdeckungen ein. Fürstenwerder zeigt markante Bauten rund um seinen historischen Kern, während die Schlosskirche in Kröchlendorff als Kultur- und Veranstaltungszentrum dient. Bei der Wahl Ihrer Unterkunft hilft eine klare Priorität: Möchten Sie vor allem Zeit am Wasser verbringen, einer Route folgen oder sich mit Baugeschichte und Kultur beschäftigen? Die Orte setzen jeweils eigene Akzente, an denen Sie Ihre Suche ausrichten können.
Wasser und Wege bei Naugarten
Der etwa 33 Hektar große, gemeindeeigene See bei Naugarten lädt zum Baden und Angeln ein. Seine Umwanderung bietet ein eindrucksvolles Naturerlebnis. In Naugarten gibt es außerdem einen Fahrrad- und einen Bootsverleih; prüfen Sie vor der Planung aktuelle lokale Informationen, denn die Verfügbarkeit kann sich ändern. Ausgeschilderte, naturbelassene Rad- und Wanderwege laden zu kleinen Spaziergängen und größeren Touren ein, darunter auch geführte Touren zu markanten Punkten.
Der Uckermärkische Rundweg verbindet Angermünde, Templin und Prenzlau. Von Boitzenburg kommend führt er durch Naugarten weiter in Richtung Gollmitz. Die 55 Kilometer lange „Spur der Steine“ verläuft überwiegend auf einem ehemaligen Bahndamm durch den Naturpark Uckermärkische Seen, von Templin über Warthe und Boitzenburg bis nach Fürstenwerder. Für die Auswahl zählt der Unterschied: Der Rundweg führt konkret durch Naugarten; die „Spur der Steine“ ist mit 55 Kilometern ausgewiesen und führt bis Fürstenwerder.
Fürstenwerder: Mauer, Tore und Kirche
Eine rund 1.300 Meter lange Feldsteinmauer umschließt den historischen Kern von Fürstenwerder. Berliner Tor und Woldegker Tor besitzen spitzbogige Durchfahrten und gehören zu den ältesten ihrer Art in Norddeutschland. Auch die Kirche setzt einen zeitlichen Akzent: Sie wurde aus Feldsteinen errichtet und stammt aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Der 1900 angelegte Promenadenweg mit alten Kastanienbäumen führt rund um die Stadtmauer und ergänzt den Blick auf die baulichen Zeugnisse des Ortes um einen Weg durch den Stadtraum.
Ruinen, Kunst und Handwerk
Zwischen Wittstock und Rittgarten, am Rand des Weges nach Augustfelde, steht die Ruine der Wüsten Kirche Wittstock. Der rechteckige Feldsteinbau mit querrechteckigem Westturm stammt aus dem 13. Jahrhundert; erhalten sind das Turmuntergeschoss und Teile der Umfassungswände des Schiffs. Die erhaltenen Bauteile machen die Gestalt des früheren Kirchenbaus nachvollziehbar.
Die kulturellen Schwerpunkte unterscheiden sich von Ort zu Ort: Die Schlosskirche Kröchlendorff dient der Gemeinde als Kultur- und Veranstaltungszentrum. Am Hof Kokurin in Naugarten zeigt eine Galerie ständig wechselnde Malereien, Holzskulpturen und Kleinkunstwerke. Das Heimatmuseum Fürstenwerder widmet sich hauptsächlich der Darstellung des dorftypischen Handwerks. So stehen ein gemeindlicher Veranstaltungsort, wechselnde Kunst und die Geschichte des Handwerks für unterschiedliche Interessen.
Der größere Rahmen: Uckermark
Im größeren Reiseziel Uckermark bietet der Naturpark Uckermärkische Seen einen regionalen Rahmen für Natur- und Wasserwege. Er umfasst viele Klarwasserseen, Sölle und Moore sowie mehr als 150 Kilometer Wasserwanderwege und über 600 Kilometer ausgeschilderte Wanderwege.
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