Dillenburg bietet sehr unterschiedliche Themen: einen 41 Meter hohen Turm, unterirdische Kasematten und Wege rund um Dillenburg und Donsbach. Für die Planung ergibt sich so eine Auswahl zwischen Stadtgeschichte, Natur und Wanderung. Auf dem Schlossberg stehen Denkmal, Museum und Festungsanlagen im Mittelpunkt; in Donsbach kommen Wildpark und zertifizierter Rundweg hinzu.
Wilhelmsturm und Schlossberg
Der Wilhelmsturm wurde von 1872 bis 1875 auf dem ehemaligen oberen Schlosshof in Dillenburg als Denkmal für Wilhelm I., Prinz von Oranien, errichtet. Der Turm ist 41 Meter hoch. Im Inneren befindet sich das Oranier-Nassauische Museum mit zahlreichen Ausstellungsstücken und reich bebilderten Texten über Wilhelm I. und seinen Freiheitskampf für die Niederlande. So treffen das Denkmal und die Beschäftigung mit der historischen Persönlichkeit am selben Ort zusammen.
Auf dem Schlossberg liegen auch die Dillenburger Verteidigungsanlagen: teilweise freigelegte unterirdische Befestigungen mit Bollwerken und Wehrgängen, den Kasematten. Die Stadt beschreibt ihre Ausmaße als einzigartig in Deutschland. Eine Führung durch Dillenburgs Unterwelt endet mit der Besichtigung des Brunnens in der Löwengrube und des Rubensgefängnisses.
Museen und Landgestüt
Die Villa des Grubenbesitzers Carl Grün wurde 1914/15 im neoklassizistischen Stil erbaut und beherbergt seit 1983 das Wirtschaftsgeschichtliche Museum. Zum übergeordneten Reiseziel Lahn-Dill-Kreis gehört auch die Villa Grün in Dillenburg: In mehr als 20 Räumen zeigt das Museum Objekte und detailgetreue Situationen der industriellen und handwerklichen Fertigung im Dillgebiet. Im Untergeschoss liegt eine aufwendige, medienreiche Bergbau-Ausstellung.
Das Landgestüt Dillenburg bewahrt eine jahrhundertealte Tradition und prägt mit seiner kulturhistorischen Anlage das Stadtbild. Ein ausführlicher Rundgang führt durch die Stallungen und die große Reithalle und vermittelt Einblicke in die landeseigene Reit- und Fahrschule. Im Brunnenhof können Besucher Pferde bei der Arbeit sehen und gegebenenfalls beim Anspannen an historische Kutschen. In der 1719 errichteten Orangerie befindet sich das Kutschenmuseum. Die Buchungsbedingungen können sich ändern; prüfen Sie sie vor einem Rundgang.
Wildpark und Wege
Der Wildpark Donsbach verfügt über einen Spielplatz und einen Streichelzoo. Seine großräumigen, artgerecht angelegten Außengehege ermöglichen Besuchern, besonders Kindern, Natur und Verhalten der Tiere aus nächster Nähe zu erleben. Das ist ein anderer Schwerpunkt als die Museen und historischen Anlagen in Dillenburg: Hier richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Tiere und ihre Lebensräume.
Der Wacholderweg ist ein 16 Kilometer langer, zertifizierter Rundweg und eine von acht weiteren Rothaarsteig-Spuren. Er führt um den Ortsteil Donsbach herum und beginnt und endet am Dorfgemeinschaftshaus beziehungsweise am Wildpark in Dillenburg-Donsbach. Wer einen anderen thematischen Fokus sucht, findet ihn auf dem Oranierpfad: Er umrundet Dillenburg weiträumig und führt an Naturdenkmälern, geologischen Besonderheiten und historischen Bauten vorbei.
Orientierung und Bergbaugeschichte
Der Historische Weg in Dillenburg ist durch Schilder markiert. Die QR-Codes bieten Informationen zu den Stätten als Text oder Audiodatei. Damit lässt sich die Orientierung mit zusätzlichen Erläuterungen verbinden, ohne dass alle Informationen auf dieselbe Weise aufgenommen werden müssen.
In Oberscheld liegt die Grube Ypsilanta, ein 140 Meter langer Stollen, der einst der Wasserlösung diente. Heute kann er durch ein restauriertes Mundloch begangen werden. Der Ort ergänzt die Museen um einen ehemaligen Stollen, der selbst betreten werden kann. Zusammen zeigen die Dillenburger Ziele verschiedene Zugänge zur Geschichte: über Ausstellungsstücke und Texte, über historische Gebäude und Anlagen sowie über den begehbaren Stollen.
Weitere Reiseziele entdecken: Driedorf, Hüttenberg, Siegbach, Leun, Herborn, Haiger, Schöffengrund, Lahnau
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