Linsengericht lässt sich auf mehreren Ebenen entdecken: technische Alltagsgeschichte, Einblicke in das frühere Dorfleben und Wege durch eine Landschaft, die hochstämmige Obstbäume über Jahrhunderte geprägt haben. Für Ihre Planung stehen verschiedene Schwerpunkte nebeneinander. Sie können sich Museen und historischen Orten widmen oder Zeit für Rundwanderwege und Aussichtspunkte vorsehen.
Technik und Dorfleben in Altenhaßlau
Das Radio-Museum in der Alten Schule und das Dorfmuseum in der Zehntscheune setzen unterschiedliche Akzente. Im Radio-Museum werden seit 1998 Radios, Plattenspieler, Tonbandgeräte, Fernsehgeräte und Messtechnik gezeigt und vorgeführt. Die Geräte stammen aus den Jahren 1923 bis 1990. Von den mehr als 300 Exponaten sind die meisten betriebsbereit. Damit richtet sich der Blick auf verschiedene Arten technischer Geräte und auf ihre Zeitspanne.
Das Dorfmuseum zeigt das frühere Leben im Ort. Seine Exponate führen von Landwirtschaft und Stellmacherei über Strickerei, Schmiede, Schuhmacherei und Bäckerei bis in die Küche und Waschküche sowie in Wohn- und Schlafstube. Die Arbeits- und Gebrauchsgegenstände stammen aus der Zeit von etwa 1900 bis 1960. Zusammen erzählen die Bereiche von Handwerk, Arbeit und Haushalt – ein anderer Zugang zur Vergangenheit als die Sammlung technischer Geräte.
Kapelle und historische Spuren
In der Ortsmitte von Eidengesäß steht die Marienkapelle, die 1349 geweiht wurde. Im 16. Jahrhundert erhielt sie den Namen Sankt-Veits-Kapelle. Ein weiterer Ort für lokale Geschichte ist das Heimatmuseum in der Geisbergstraße 2 in Eidengesäß. Dort werden historische Handwerks- und Haushaltsgegenstände gezeigt. Führungen für Einzelpersonen sind nach telefonischer Absprache möglich; der Eintritt ist frei. Klären Sie die Details vor Ihrem Besuch telefonisch.
Auch im Gerichtswald und in den angrenzenden Feldgemarkungen finden sich alte Steine. Sie können Hinweise auf frühere Besitzverhältnisse, Grenzverläufe, historische Ereignisse und Lebensbedingungen geben. Die möglichen Hinweise reichen damit über einzelne Bauwerke hinaus und beziehen die Landschaft selbst ein.
Rundwanderwege und Aussicht
In der Gemeinde gibt es vier markierte Rundwanderwege. Ein besonderer Blickpunkt liegt auf der Höhenlage „Am Rosengarten“ bei Eidengesäß: Auf den Rundwanderwegen 1 und 2 bietet sich von dort ein weiter Blick über das Kinzigtal nach Gelnhausen. Bei guter Sicht reicht die Aussicht bis zu den Hängen des Taunus. Die Fernsicht ist also an die Sichtverhältnisse gebunden.
Der Premiumwanderweg Spessartbogen verläuft in der Gemarkung Linsengericht von der Breitenborner Höhe bis zum Krötenweiher bei Waldrode. Das ist eine weitere benannte Wanderoption neben den vier Rundwegen. Wenn Sie den Spessartbogen einplanen, prüfen Sie vor dem Aufbruch die lokalen Routeninformationen. Im Gerichtswald liegen außerdem am Rundwanderweg RWL 2 wechselnde Kunstobjekte: getöpferte Objekte, Holzskulpturen, Steinmänner und aus verschiedenen Rohstoffen des Waldes gelegte Figuren.
Weitere Ziele im Freien
Im Tierpark Eidengesäß können Kinder und Erwachsene Ziegen, Damwild und Rotwild sehen. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Zugangsinformationen. Wer angeln möchte, kann am Weiher Im Grund, dem Krötenweiher, mit gültigem Fischereischein beim Angelclub 1970 Großenhausen e.V. einen Erlaubnisschein erhalten. Da sich die Erlaubnisregelung ändern kann, sollten Sie sie vorab beim Angelclub bestätigen.
Weitere Reiseziele entdecken: Gelnhausen, Nidderau, Biebergemünd, Bruchköbel, Brachttal, Steinau An Der Straße, Schlüchtern, Jossgrund.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Main-Kinzig-Kreis.