Am Wartbaum oberhalb von Nidderau treffen ein markantes Naturdenkmal und ein geschichtsträchtiger Aussichtspunkt zusammen. Auch die Wege der Stadt setzen unterschiedliche Akzente: Sie reichen von kurzen Schleifen mit Mitmachstationen bis zu längeren Routen durch Landschaft und Ortsgeschichte. Für Ihre Planung sind daher sowohl das Thema als auch die angegebene Streckenlänge hilfreich.
Wartbaum und Wege durch die Landschaft
Der Wartbaum an der Hohen Straße ist ganzjährig frei zugänglich; der Besuch ist kostenfrei. Eine individuelle Führung durch das Feldflora-Reservat am Wartbaum ist ein separates Angebot: Das Umweltamt der Stadt Nidderau teilte am 29. Juni 2026 mit, solche Führungen anzubieten. Anmeldungen werden per E-Mail erbeten. Wenn Sie eine Führung einplanen, klären Sie den Termin vorab mit der Stadt.
Die 38 Kilometer lange Regionalparkroute Hohe Straße ist in beide Richtungen ausgeschildert und folgt im Wesentlichen dem Verlauf einer alten Handelsroute. In Nidderau kreuzt sie den Bahnradweg und die Bonifatiusroute. Eine andere Streckenlänge bietet die 16,9 Kilometer lange Spessartfährte „NidderAuenFährte“: Sie beginnt am Bahnhof Eichen, führt durch den Nidderauer Naturwald und über Wiesenflächen mit Ausblicken bis nach Frankfurt, den Taunus und den Spessart. Entlang der Nidder kehrt die Route zurück; teilweise verläuft sie durch das Vogelschutzgebiet Wetterau.
Auch der Hugenotten- und Waldenserpfad führt durch Nidderau: Seine Regionalschleife Main-Spessart verläuft durch die Stadtteile Eichen, Windecken und Heldenbergen. Der Pfad ist ein Kulturfernradweg des Europarates. Damit stehen neben den beschriebenen Natur- und Landschaftsrouten auch Radwege mit einem kulturellen Bezug auf dem Programm.
Auf dem Naturerlebnispfad laden zahlreiche Stationen zum Experimentieren, Fühlen und Riechen ein. Er besteht aus zwei unabhängigen Schleifen von jeweils etwa drei Kilometern, die über Windecker und Ostheimer Gemarkung verlaufen. Der Start liegt an der Eingangstafel am Spielplatz am Mühlberg in Windecken. Für einen anderen thematischen Zugang sorgt der Planetenwanderweg: Als maßstabsgerecht verkleinertes Modell des Sonnensystems führt er von der Willi-Salzmann-Halle in Windecken über die Konrad-Adenauer-Allee bis zur katholischen Kirche in Heldenbergen. Die Wanderung ist für Jung und Alt informativ.
Am großen Waldparkplatz am Bestattungswald befindet sich eine Übersichtskarte mit ausgewiesenen Spazier- und Joggingstrecken unterschiedlicher Länge. Sie bietet eine Orientierung, wenn Sie Ihre Runde nach der angegebenen Streckenlänge auswählen möchten.
Ortsgeschichte in Windecken, Heldenbergen und Erbstadt
In Windecken liegen Altstadt und Nidder in enger geografischer Beziehung: Die Altstadt befindet sich im Katzbachtal und wird im Norden von der Nidder begrenzt. Trotz weitgehender Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg ist ihre mittelalterliche Struktur nahezu vollständig erhalten. In Windecken gibt es außerdem bedeutende eisenzeitliche Gräberfelder. Der Hexenturm mit der Stadtmauer ist ein kulturhistorisch bedeutsames Denkmal; der Turm gilt als Wahrzeichen und identitätsstiftendes Bauwerk.
Im historischen Ortskern von Heldenbergen prägt die katholische Kirche das Ortsbild. Zum Kern gehören unter anderem das Pfarrhaus, zwei alte Schulgebäude, Fachwerkhäuser und Hofreiten sowie Häuser von Handwerkern, Tagelöhnern und Landarbeitern. Wer die Ortsgeschichte erkundet, findet hier also nicht nur einzelne Bauwerke, sondern ein beschriebenes Nebeneinander verschiedener Gebäude und früherer Berufe.
Ein weiteres Bauensemble liegt im Stadtteil Erbstadt: Der Pfaffenhof ist nahezu quadratisch angelegt und befindet sich an der heutigen Hauptstraße. Die Unterschiede zwischen Windecken, Heldenbergen und Erbstadt geben der Ortsgeschichte mehrere konkrete Anknüpfungspunkte, ohne dass dafür ein einzelner Gebäudetyp den ganzen Besuch bestimmen muss.
Eine Route mit Apfelwein- und Obstwiesenthemen
Die Regionalschleife Main-Kinzig der Hessischen Apfelwein- und Obstwiesenroute führt durch Nidderau. Entlang der Route liegen naturbelassene Streuobstwiesen, Lehrgärten und Lehrpfade, Keltereien und Gaststätten, Direktvermarkter, Naturdenkmäler sowie weitere Sehenswürdigkeiten. Die Schleife wird derzeit überarbeitet; berücksichtigen Sie das bei Ihrer Planung und prüfen Sie den aktuellen Stand, bevor Sie sich auf diesen Routenverlauf festlegen.
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