Wer in Lahntal Dorfgeschichte und Wanderungen verbinden möchte, findet unterschiedliche Schwerpunkte: In Goßfelden stehen Otto Ubbelohde und eine alte Brücke im Mittelpunkt; bei Caldern reichen die beschriebenen Rundwege von 6,7 bis 12,9 Kilometern. So können Sie Ihren Aufenthalt nach Kulturinteresse und gewünschter Streckenlänge ausrichten.
Goßfelden: Brücke und Ubbelohde-Rundweg
Die alte Brücke gilt als Wahrzeichen von Goßfelden. Auf ihrer Ostseite ist in römischen Ziffern die Jahreszahl 1802 zu erkennen. Überquert werden kann sie nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Beziehen Sie die Brücke in Ihre Planung ein, müssen Sie die Querung entsprechend zu Fuß oder mit dem Rad vorsehen.
Eine weitere Spur führt zu Otto Ubbelohde: Der Rundweg „Auf den Spuren von Otto Ubbelohde durch Goßfelden“ wurde im Juni 2010 eingeweiht. Er beginnt beim Museum in den Lahnauen und verläuft über rund 1,5 Kilometer mit 16 Stationen überwiegend durch das alte Goßfelden. An den Stationen werden Zeichnungen, Illustrationen und Gemälde Ubbelohdes an den Stellen im Dorf vorgestellt, an denen ihre Motive – darunter Märchenillustrationen – noch heute wiederzuerkennen sind oder wiederzuerkennen zu sein scheinen.
Die saisonalen Sonntagszeiten des Otto-Ubbelohde-Hauses sind als Orientierung zu verstehen: von November bis einschließlich Februar 13 bis 16 Uhr, von März bis Oktober 11 bis 17 Uhr. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch, welche Öffnungszeiten für Ihren Termin gelten.
Rundwege bei Caldern vergleichen
Der Rundwanderweg L1 führt von Caldern über Dilschhausen zurück nach Caldern. Die 12,9 Kilometer lange Strecke bietet zwei Kirchen, das „Paradies“ und die historische Rimbergturmspitze. Als kürzere Alternative ist der familienfreundliche L3 6,7 Kilometer lang. Er verläuft auf befestigten Wegen durch Feld und Wald und bietet Ausblicke auf Caldern.
Wollenberg und Wichtelhäuser
Der vollständig bewaldete Wollenberg liegt nördlich von Lahntal, ist von fast allen Lahntaler Ortsteilen direkt erreichbar und bietet zahlreiche Rundwanderwege. Eine markante Besonderheit ist die mehr als 20 Meter hohe Schenk-Eiche. Sie ist nach dem Hegemeister Johannes Schenk benannt, der bis 1928 im Wald auf dem Wollenberg nach dem Rechten sah. So verweist der Name des Baums zugleich auf eine konkrete Geschichte der früheren Waldaufsicht.
Von Brungershausen führt ein ausgeschilderter Wanderweg zu den „Wichtelhäusern“, einer mächtigen Felsgruppe. Die Wichtelhäuser Steine liegen etwas abseits des Waldwegs, laden zum Klettern ein und bieten Ausblicke über das Lahntal, auf Kernbach und auf den gegenüberliegenden Rimberg. Felsformation, Klettermöglichkeit und benannte Aussichtspunkte geben diesem Ziel einen eigenen Schwerpunkt innerhalb der Wanderangebote.
Kirchen und klösterliche Spuren
Auch die Baugeschichte setzt in den Ortsteilen unterschiedliche Akzente. Das heutige Kirchenschiff der Kirche in Sterzhausen ist ein klassizistischer Saalbau aus dem Jahr 1936 mit charakteristischen Halbkreisfenstern. Neben der Calderner Nikolaikirche ist ein Teil der ehemaligen Klostermauer erhalten; die Mauerreste wurden restauriert. Die Klostermühle in Caldern wird seit 1389 als Mühle erwähnt und gehörte ursprünglich zum Zisterzienserkloster. Die drei Beispiele verweisen auf unterschiedliche Aspekte: die Formensprache einer Kirche, erhaltene Klostermauer und die historische Verbindung einer Mühle mit dem Kloster.
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