Rödermark bietet unterschiedliche Wegthemen: Der Rodaulehrpfad stellt Fluss und Natur in den Mittelpunkt, der Kultur- und Geschichtspfad „Oane Wesch“ widmet sich der Ortsgeschichte, und der wumboR-RadRundweg führt an Orientierungspunkten und Kunstwerken vorbei. So lässt sich der Aufenthalt danach ausrichten, ob Sie Tafeln am Wasser, QR-Stationen oder Kunst entlang einer Radroute entdecken möchten.
Fluss und Natur am Rodaulehrpfad
Der Rodaulehrpfad macht die Rodau im Stadtbild von Urberach und Ober-Roden erlebbar. Die knapp sechs Kilometer lange Strecke umfasst 29 Tafeln. Sie beginnt an der dauerhaft wasserführenden Quelle am Spielplatz Rodauquelle in Urberach und endet nahe der Kläranlage in Ober-Roden. Zwölf Tafeln behandeln die Natur an, in und um die Rodau. Dazu zählen Naturschutzerfolge, Fische, Kleintiere, Vögel und Pflanzen. Die klare Folge von Startpunkt, Strecke und Endpunkt bietet eine konkrete Orientierung; inhaltlich geht es um Naturthemen rund um den Fluss.
Kulturgeschichte und Kunst am Weg
Ein anderer Zugang ist der Kultur- und Geschichtspfad „Oane Wesch“ mit 56 Stationen. QR-Code-Tafeln ermöglichen, die Texte per Mobiltelefon abzurufen und anzuhören. Die beiden Lehrpfade unterscheiden sich damit sowohl in ihren Themen als auch in der Vermittlung: Flussnatur und Tafeln stehen den Kultur- und Geschichtsstationen mit mobilen Hörtexten gegenüber. So können Sie nach dem Schwerpunkt wählen, der Sie besonders interessiert.
Beim wumboR-RadRundweg prägen einzelne Punkte am Weg die Orientierung. Bei Waldacker überquert die Route den 50. Breitengrad; Säulen zeigen Fotos von Städten entlang dieses Breitengrads. Auf der Bulau führt sie an der Stahlskulptur „Keltischer Trauerzug“ von Kai Wujanz vorbei. Ebenfalls auf der Bulau liegt ein nachgebildetes Stück Römerstraße. Außerdem verläuft der RadRundweg am „Braaret Bernsche“ und an zwei Objekten der Regionalparkroute vorbei. Kunst im öffentlichen Raum findet sich auch an weiteren Stellen: In Rödermarks Stadtteilen stehen 22 Skulpturen auf belebten Plätzen oder an Kreuzungen.
Im übergeordneten Reiseziel Offenbach
Im übergeordneten Reiseziel Offenbach zeigt die Geschichte des Rodaulehrpfads den Wandel der Rodau: von vier ehemaligen Mühlen am Ufer und früheren Bachverläufen über die Begradigung in den 1930er Jahren bis zur 2009 begonnenen Renaturierung. Einen weiteren regionalen Rahmen bietet die Regionalpark-Rundroute. Auf insgesamt 190 Kilometern verbindet sie Streuobstwiesen und Feuchtbiotope mit Kunstwerken, historischen Zeugnissen, Aussichtspunkten und Spielangeboten. Teilstücke lassen sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden.
Auch der MainRadweg eröffnet einen eigenen Blick auf die Region: Er folgt dem Main von den Quellen bis zur Mündung durch fränkische und hessische Landschaften. Mainhausen, Seligenstadt, Hainburg und Mühlheim am hessischen Untermain liegen an der Route. Der MainRadweg verläuft abwechslungsreich abseits des großen Verkehrs und ist vorbildlich ausgeschildert. Seligenstadt ergänzt den kulturellen Rahmen: Die Einhardbasilika gilt als eine der bedeutendsten Kirchen der Karolingerzeit auf deutschem Boden und ist das heutige Wahrzeichen der Stadt. Das RegioMuseum zeigt Vor- und Frühgeschichte, Volkskunde, Kunsthandwerk, Malerei und Plastik des 15. bis 18. Jahrhunderts sowie die Geschichte von Stadt und Abtei Seligenstadt.
Weitere Reiseziele entdecken: Egelsbach, Rodgau, Seligenstadt, Mühlheim am Main, Hainburg, Dudenhofen, Neu-Isenburg und Offenbach am Main.
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