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Dom, gotische Stadtkirche, Fachwerkmarktplatz und ein Rundgang entlang der Stadtmauer geben Fritzlar mehrere unterschiedliche Zugänge. Hinzu kommen Rad- und Wanderwege, die durch den Ort führen. Bei der Planung können Sie Stadtgeschichte, Kultur und Bewegung unterschiedlich gewichten, statt alle Themen in einen einzigen Tagesplan zu packen. Welche Schwerpunkte für Sie wichtig sind, kann auch Ihre Suche nach einem Hotel für den Aufenthalt leiten.

Dom und Minoritenkirche: zwei Perspektiven auf Fritzlars Geschichte

Der Fritzlarer Dom St. Peter erhielt 2004 den Ehrentitel einer päpstlichen Basilika. Zum Dom gehören Krypten mit dem Hochgrab des Heiligen Wigbert, die Dombibliothek, der Kreuzgang sowie das Stiftsgebäude mit Dommuseum und Domschatz. Die genannten Bereiche und Sammlungen geben dem Dom mehr als einen einzelnen historischen Bezugspunkt: Hier stehen Architektur, Kirchen- und Sammlungsgeschichte nebeneinander. Wer sich für diese Themen interessiert, kann sie als unterschiedliche Facetten des Domes betrachten.

Eine andere Baugeschichte erzählt die Evangelische Stadtkirche, auch Minoritenkirche genannt. Sie ist eine zweischiffige gotische Hallenkirche, deren Bau im ersten Drittel des 14. Jahrhunderts nach der Gründung eines Franziskanerklosters im Jahr 1237 erfolgte. Seit 1817 ist sie evangelische Stadtkirche. Im Inneren befinden sich eine Kreuzigungsgruppe um 1320, ein Marienfresko um 1330 und ein barocker Nepomukaltar von 1735. Über das Jahr finden dort Konzerte statt. Eine Besichtigung ist auf Wunsch mit Führung möglich; stimmen Sie diese vorab ab.

Marktplatz, Wehrturm und Stadtmauer

Im Herzen der Fritzlarer Altstadt liegt der historische Marktplatz mit seinem Fachwerkensemble und dem Rolandsbrunnen. Der Graue Turm setzt dazu einen anderen Akzent: Er zählt zu den höchsten noch erhaltenen städtischen Wehrtürmen Deutschlands. Auf seinen vier Etagen sind zahlreiche Details zur Fritzlarer Stadtgeschichte zu sehen. Der Turm bündelt die Stadtgeschichte auf mehreren Ebenen; ein Rundgang rückt dagegen die Befestigung in den Blick. Er führt über etwa 2,5 Kilometer an der fast vollständig erhaltenen Stadtmauer entlang. So stehen ein konkreter Rundgang und einzelne historische Bauwerke als unterschiedliche Möglichkeiten im Stadtprogramm nebeneinander.

Auch Fritzlars kulturelle Themen reichen über die Kirchen hinaus. Die Kulturscheune ist eine Institution für Musik, Literatur und Kunst. Zusammen mit den Konzerten in der Minoritenkirche ergibt sich damit ein kultureller Schwerpunkt, der sowohl historische Sakralräume als auch Musik, Literatur und Kunst umfasst. Fritzlar ist außerdem Etappenort der Deutschen Fachwerkstraße und der Deutschen Märchenstraße. Diese beiden Zuordnungen eröffnen unterschiedliche thematische Blickwinkel auf den Ort: die Fachwerkstraße und die Märchenstraße.

Wege in Fritzlar und im Schwalm-Eder-Kreis

Für Rad- und Wanderthemen führen mehrere benannte Wege durch Fritzlar. Dazu gehören der Ederradweg und der Ederhöhenweg, der Kunstwanderweg Ars Natura sowie der Fernwanderweg X12, auch Bonifatius-Weg genannt. Die Stadtmauerrunde, der Radweg und die als Wanderwege bezeichneten Routen stehen für unterschiedliche Arten, Fritzlar zu erleben; sie sind nicht bloß verschiedene Namen für denselben Rundgang. Fritzlar ist zudem Teil des Naturparks Kellerwald-Edersee.

Der übergeordnete Schwalm-Eder-Kreis umfasst Mittelgebirgslandschaften rund um Knüll, Kellerwald und Habichtswald. Als weitere regionale Perspektive führt der Schwalm-Radweg bis zur Mündung der Schwalm in die Eder kurz vor Felsberg im Schwalm-Eder-Kreis. Er ist rund 100 Kilometer lang und verläuft überwiegend auf asphaltierten oder befestigten Wegen durch Flusslandschaften mit Wiesen, Feldern, Dörfern und Fachwerkstädtchen. Damit lassen sich zwei unterschiedliche Maßstäbe einordnen: der etwa 2,5 Kilometer lange Rundgang an Fritzlars Stadtmauer und der rund 100 Kilometer lange Schwalm-Radweg. Weitere Ziele im Schwalm-Eder-Kreis können Sie getrennt von Fritzlars örtlichen Sehenswürdigkeiten betrachten.

Weitere Reiseziele entdecken: Ungedanken, Frielendorf, Schrecksbach, Willingshausen, Schwalmstadt, Schwarzenborn, Borken, Bad Zwesten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Schwalm-Eder-Kreis.

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