Zum Inhalt

Weißenborn verbindet ein geschütztes Kalkgebiet am Ortsrand mit geführten Wanderungen, einer Radroute und Ortsgeschichte. Das Ahnhaus der Brüder Grimm und die Kirche ergänzen die Natur- und Bewegungsthemen um konkrete historische Anknüpfungspunkte. Für Ihre Planung lohnt es sich, zwischen geführten Angeboten, einer Geocaching-Runde und dem Bahnradweg zu unterscheiden.

Natur am Ortsrand

Das FFH-Gebiet „Kalkberg bei Weißenborn“ liegt im Gebiet der Gemeinde Ottrau unmittelbar am nördlichen Rand der Ortslage von Weißenborn. Es umfasst 18,51 Hektar und ist ein südexponierter Kalkhang mit Wacholder und Orchideen. Lage, Größe und Landschaftsmerkmale geben dem Schutzgebiet ein klares Profil. Der Kalkberg bildet damit einen eigenen Naturakzent neben den Wander- und Kulturthemen des Orts.

Wandern, Radfahren und Ortsgeschichte

Auf dem Kulturhistorischen Wanderweg in Weißenborn werden geführte Wanderungen angeboten. Je nach Buchungsumfang treten an acht Stationen märchenhafte Laiendarsteller auf, darunter eine Gänseliesel mit echten Gänsen. Wenn Ihnen gerade diese Stationen wichtig sind, klären Sie vorab, was der gebuchte Umfang einschließt.

Die Multi-Geocaching-Runde des Kulturhistorischen Wanderwegs ist 4,6 Kilometer lang und dauert etwa zwei Stunden. Sie startet am Ahnhaus der Brüder Grimm, Lindenstraße 5. Prüfen Sie vorab, ob die Runde zum gewünschten Zeitpunkt nutzbar ist; die ungefähre Dauer und Streckenlänge helfen Ihnen, dafür Zeit einzuplanen.

Der Bahnradweg Rotkäppchenland verläuft über die Trasse der ehemaligen Knüllwaldbahn und führt durch Weißenborn. Mit maximal 2,8 Prozent Steigung ist er bequem zu befahren und eignet sich auch für Familienausflüge. Damit steht neben dem geführten Wanderangebot eine Radroute mit einem konkret benannten Streckenprofil. Das Ahnhaus der Brüder Grimm befindet sich ebenfalls in Weißenborn.

Am Ahnhaus erinnert eine Bronzetafel an das ursprüngliche Aussehen des ehemaligen Fachwerkhauses. Die Kirche von Weißenborn bietet einen weiteren Blick auf die Ortsgeschichte: Ihre ältesten Teile sind romanisch, im Barock wurde sie umgebaut. So stehen zwei unterschiedliche historische Spuren nebeneinander – die Erinnerung an die frühere Gestalt eines Fachwerkhauses und die Baugeschichte der Kirche.

Ottrau als übergeordnetes Reiseziel

Im übergeordneten Reiseziel Ottrau kommen weitere Natur- und Geschichtsthemen hinzu. Dazu zählen die Immichenhainer Teiche, ein rund 23,2 Hektar großes Gebiet, das seit 1985 unter Naturschutz steht. Seit 2008 sind die Teiche flächen- und namensgleich als FFH-Gebiet ausgewiesen.

Die Route „Historische Grenzen“ in Ottrau ist knapp zehn Kilometer lang. Sie stellt historische Grenzsteine vor, deren Setzung teilweise bis mindestens ins 16. Jahrhundert zurückreicht, führt an vier Quellen der Gemarkung Immichenhain vorbei und streift das Naturschutzgebiet Immichenhainer Teiche. Dieses umfasste ursprünglich sieben kleine Seen. Von der Sitzbank „Immichenhain-Blick“ reicht der Blick über das Dorf Immichenhain, seine Kapelle des ehemaligen Klosters und die Gebäude der heutigen Staatsdomäne; dort öffnet sich das Tal des Bodenbachs in Richtung Schrecksbach. Ottrau liegt in einer reizvollen Mittelgebirgslandschaft.

Auch die Geschichte Immichenhains lässt sich zeitlich einordnen: Die ehemalige Klosterkirche wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts im gotischen Stil erbaut. Erhaltene Wandmalereien stammen aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Große Epitaphe aus dem 17. Jahrhundert zeigen ein Stück Familiengeschichte der Herren von Diede. Zusammen ergeben Baustil, Malereien und Grabdenkmäler mehrere unterscheidbare historische Zeitschichten innerhalb des übergeordneten Reiseziels Ottrau.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ottrau.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.