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Röddenau lässt sich über zwei konkrete Themen kennenlernen: die Geschichte des Ortskerns und Wanderwege, die sich in Streckenlänge und Landschaft unterscheiden. Die Evangelische Pfarrkirche und die Gerichtslinde erzählen vom alten Dorfkern; die Ederfelsen setzen einen landschaftlichen Akzent am Burgwaldpfad.

Pfarrkirche und Geschichte des Ortskerns

Die heutige Evangelische Pfarrkirche ersetzte einen mittelalterlichen Vorgängerbau, der 1818 abgerissen wurde. Bis 1819 entstand der Neubau. Als Kulturdenkmal ist die Kirche aus geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Gründen eingetragen. Ihre Geschichte verbindet damit den Wechsel des Kirchenbaus mit der späteren Gestalt, die Besucher heute im Ort vorfinden.

Architektonisch ist die Pfarrkirche ein quergelagerter Bau in schlichten klassizistischen Formen. Die sorgfältig behauenen Sandsteinquader geben dem Baukörper sein charakteristisches Material. Wer sich für Baugeschichte interessiert, kann hier sowohl auf die Entstehungszeit des heutigen Gebäudes als auch auf seine klare Form und die Steinbearbeitung achten.

Der alte Dorfkern von Röddenau lag rund um die Kirche und die Gerichtslinde, die gemeinsam seine Mitte bildeten. Durch den Ausbau und die Verbreiterung der Bundesstraße wurde der Ortskern in zwei Teile geteilt: Die Veränderungen erfolgten 1953 beziehungsweise 1967/68. So stehen in Röddenau die frühere Dorfmitte und die später veränderte Ortsstruktur als zwei unterschiedliche Kapitel der Ortsgeschichte nebeneinander.

Wanderwege nach Strecke und Landschaft

Die Goldbachtal-Runde des Frankenberger Rundwanderwegs F3 ist 10 Kilometer lang; der 48,89 Kilometer lange Burgwaldpfad bietet einen deutlichen Vergleich beim Streckenumfang. Der Frankenberger Rundwanderweg F3 beginnt und endet am Parkplatz Schützenhaus Frankenberg-Röddenau, Scheidweg 18. Die Goldbachtal-Runde führt über den Schwarzen Weg, den Alterodskopf und das Goldbachtal. Wer nach der Streckenlänge auswählt, kann die kürzere Goldbachtal-Runde und den deutlich längeren Burgwaldpfad zunächst gut voneinander unterscheiden.

Der Burgwaldpfad verläuft bis zum Frankenberger Ortsteil Röddenau dicht entlang der Eder, oberhalb eines Steilhangs mit den markanten Ederfelsen. Diese Formationen bestehen aus Buntsandstein und geben dem beschriebenen Abschnitt ein eigenes Landschaftsmerkmal. Die Route führt bis nach Röddenau; damit ist die Ortsangabe nicht gleichbedeutend mit einem Verlauf durch den Ort. Prüfen Sie vor einer Tour die aktuellen Wegbedingungen.

Ergänzende Themen im übergeordneten Reiseziel Frankenberg (Eder)

Frankenberg (Eder) bietet einen eigenen historischen Schwerpunkt. Der im 13. Jahrhundert errichtete Hexenturm ist der einzige erhaltene von ursprünglich 20 Wehrtürmen der Frankenberger Stadtbefestigung. Über rund 50 Stufen gelangt man zur Plattform auf der Turmspitze. Wenn Sie diesen Zugang für Ihre Planung berücksichtigen möchten, informieren Sie sich vorab über die aktuellen Zugangsmöglichkeiten.

Auch das Historische Rathaus erzählt von mehreren Bauphasen: 1509 begann der Neubau des dritten Rathauses, der einem abgebrannten Vorgängerbau ähneln sollte. Die Knaggen, also Konsolen, stützen die Mittelerker an der Süd-, Nord- und Westseite und gelten als Meisterwerke mittelalterlicher Holzschnitzkunst. Ein weiterer zeitlich bestimmter Anhaltspunkt ist das Glockenspiel des Rathauses: Es wurde 1999 eingebaut und ist täglich zwischen 11:45 und 15:45 Uhr zu hören. Wenn Sie Ihren Besuch auf die Spielzeiten abstimmen möchten, prüfen Sie die Angaben vor Ort.

Weitere Reiseziele entdecken: Willersdorf, Rengershausen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Frankenberg.

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