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Willersdorf liegt in der Ferienregion Ederbergland. Zwei unterschiedliche Anlässe prägen die Auswahl vor Ort: die evangelische Kirche als Kulturdenkmal und die Wanderung zum Knebelsrod. Der Kaltes Wasser genannte Bach, ein Zufluss der Nemphe, fließt durch den Ort. So können Sie die Ortswahl an konkreten Interessen ausrichten: Möchten Sie sich mit einem historischen Bauwerk befassen oder bei einer Wanderung den Blick auf die Aussichtsplattform am Knebelsrod richten?

Kirche und Ortsgeschichte

Die Evangelische Kirche in Willersdorf ist als Kulturdenkmal in das Denkmalverzeichnis des Landes Hessen eingetragen. Sie gilt als Wahrzeichen des 600-Einwohner-Dorfes. Von der 1975 eingestürzten Kirche blieb ein rundbogig abgeschlossenes, profiliertes Portal aus rotem Sandstein mit dem Datum „Anno 1724“ erhalten. Ein Rundbogen besitzt einen gerundeten oberen Abschluss; eine Profilierung bezeichnet die ausgearbeiteten Konturen des Steinrahmens. Im Innenraum befinden sich Kanzel und Orgel der Vorgängerbauten; die Orgel wurde 1879 erbaut. Damit treffen Portal und Orgel als erhaltene Elemente mit unterschiedlichen Zeitbezügen aufeinander.

Vermutlich entstand Willersdorf bereits im frühen 9. Jahrhundert als kleine Rodesiedlung in einer Wald- und Hügellandschaft am nordöstlichsten Rand des Burgwaldes. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort am 24. Juli 1294 unter dem Namen Wilhartisdorf. Im 16. Jahrhundert wurde Willersdorf erneut besiedelt und ist seitdem durchgehend bewohnt. Die vermutete frühe Entstehung liegt damit vor der ersten urkundlichen Nennung; beide Zeitangaben beschreiben verschiedene Abschnitte, nicht denselben Stichtag.

Wanderung und Anreise

Bei der Wanderung zum Knebelsrod öffnet sich von Willersdorf aus der Blick auf die Aussichtsplattform des Knebelsrod. Für die Wahl der Schwerpunkte stehen zwei Themen nebeneinander: An der Kirche zählen die historischen Bauteile und Ausstattungsstücke, bei der Wanderung der Blick auf die Plattform. Die Kreisstraße 99 zwischen Oberholzhausen und Bottendorf verläuft durch Willersdorf. Der öffentliche Personennahverkehr wird durch ein Anrufsammeltaxi sichergestellt. Prüfen Sie vor der Fahrt die Serviceeinzelheiten des Anrufsammeltaxis.

Im übergeordneten Reiseziel Frankenberg (Eder)

Das Wahrzeichen der Stadt Frankenberg ist das einzigartige, zehntürmige Fachwerkrathaus aus dem Jahr 1509. An den Süd-, Nord- und Westseiten stützen seine Knaggen – Konsolen – die Mittelerker; sie gelten als Meisterwerke mittelalterlicher Holzschnitzkunst. Der Hexenturm aus dem 13. Jahrhundert ist der einzige erhaltene von ursprünglich 20 Wehrtürmen der Frankenberger Stadtbefestigung. Über rund 50 Stufen ist die Plattform auf seiner Spitze erreichbar. Wenn Sie einen Aufstieg einplanen, prüfen Sie zuvor die aktuellen Besuchsmöglichkeiten. Die Marien-Kapelle der Liebfrauenkirche ist spätgotisch und nur von außen zugänglich. Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster St. Georgenberg beherbergt heute das Museum im Kloster Frankenberg. Im Wildpark Frankenberg können Besucher Wildschweine, Hirsche, Schafe und Ziegen aus nächster Nähe erleben; der Eintritt ist frei.

Weitere Reiseziele entdecken: Röddenau, Rengershausen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Frankenberg.

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