Eimelrod verbindet einen Themenweg zur örtlichen Bergbaugeschichte mit historischen Gedenkorten und unterschiedlichen Wandermöglichkeiten. Die Goldspur führt an Bergbauspuren vorbei; auf den Wanderwegen stehen unter anderem eine leichte Rundtour und ein Weg durch das Diemeltal zur Wahl. So lässt sich der Aufenthalt nach Interesse an Geschichte, Landschaft oder einer saisonalen Aktivität ausrichten.
Goldspur und Bergbaugeschichte
Die Goldspur Eimelrod ist ein 7,5 km langer Themenweg mit acht Stationen. Sie informieren über die Goldvorkommen rund um Eimelrod, ihre Entstehung im Verlauf der Erdgeschichte und ihre Gewinnung seit dem Mittelalter. Unterwegs führt der Weg am stillgelegten Bergwerk „Heinrich-Stollen“, am Waldlehrpfad Eimelrod sowie an weiteren Stollen und Pingen vorbei. Damit stehen sowohl die geologischen Ursprünge als auch die Geschichte des Bergbaus im Mittelpunkt.
Kirche und Gedenkort
Die romanische Kirche in Eimelrod wurde erstmals 1310 urkundlich erwähnt. Ihr Kirchenschiff wurde 1827 vollständig neu erbaut; der heutige Turm stammt aus dem Jahr 1928. Im Turm befindet sich ein Tympanonrelief aus der Vorgängerkirche. Die verschiedenen Bauzeiten lassen sich so an konkreten Teilen des Gebäudes nachvollziehen.
Der jüdische Friedhof bewahrt historische Grabsteine und ist ein Ort des Gedenkens und der Besinnung. Als Gedenkort erinnert er an die jüdische Gemeinde des Dorfes und ihre Verfolgung während des Nationalsozialismus. Kirche und Friedhof setzen unterschiedliche historische Akzente: Hier geht es um die Baugeschichte, dort um Erinnerung an die Gemeinde und ihre Verfolgung.
Wandern: Rundtour oder Diemeltal
Der Wanderweg Willingen-Eimelrod (E1) ist eine leichte, 5,7 km lange Rundtour um den Mühlenberg. Er führt durch das Mülmeke-Tal und erreicht nach einer Bahnunterführung offene Feldflur. Länge, Rundform und Einstufung geben eine konkrete Orientierung für die Wegwahl.
Der Wanderweg Willingen-Eimelrod (E3) führt durch das Diemeltal am Flüsschen Diemel entlang bis zum Ortsteil Hemmighausen und über einen kleinen Berg zurück nach Eimelrod. Beim E1 sind Rundtour und Länge benannt; beim E3 prägt der Verlauf durch Tal, am Fluss und zurück über den kleinen Berg die Wegbeschreibung. Wer den Landschaftsverlauf als Auswahlkriterium nimmt, kann diese Unterschiede berücksichtigen, ohne die Wege als gemeinsame Route zu behandeln.
In Eimelrod gibt es außerdem einen Naturwaldlehrpfad; auch dorfgeschichtliche Rundgänge werden angeboten. Im Winter gibt es eine Skilanglaufloipe und Rodelhänge. Bei beiden saisonalen Angeboten hängen die Bedingungen von Schnee und Betrieb ab. Prüfen Sie deshalb vor der Anreise, ob Loipe oder Rodelhänge nutzbar sind.
Anreise zu den Wanderwegen
Die Wanderwege in Eimelrod sind vom Bahnhof Willingen oder Usseln aus mit Bus oder Bahn erreichbar. Für die Weiterfahrt nach Eimelrod gibt es Bus oder Anrufsammeltaxi (AST) bis zur Haltestelle Mühlenbach. Prüfen Sie die Fahrpläne vor Ihrer Reise, denn Verkehrsverbindungen können sich ändern. So lässt sich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Planung einbeziehen, bevor Sie sich für einen der beschriebenen Wege entscheiden.
Willingen (Upland) als übergeordnetes Reiseziel
Im übergeordneten Reiseziel Willingen (Upland) bietet der Uplandsteig einen größeren Wanderrahmen: Der zertifizierte Qualitätswanderweg ist 66 km lang, führt einmal um die Gemeinde und berührt alle neun Ortsteile. Weitere Ziele dieses übergeordneten Reiseziels haben eigene Aussichtsthemen. Der Skywalk Willingen erstreckt sich über 665 m und schwebt 100 m über der Landschaft des Uplands. Die Mühlenkopfschanze verfügt über einen 25 m hohen Schanzenturm mit dem Aussichtspunkt „Adlerhorst“. Am Hochheideturm auf dem Ettelsberg liegt die Aussichtsplattform auf 875 m über dem Meeresspiegel; der Turm ist 62 m hoch und gilt als höchster Aussichtspunkt in Nordwestdeutschland. Ein behindertengerechter Aufzug für acht Personen führt zur Plattform.
Weitere Reiseziele entdecken: Rattlar, Neerdar, Welleringhausen, Schwalefeld, Bömighausen, Usseln.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Willingen.